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Touchpad und Tastatur in einem

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Das Keyboard TK 820 von Logitech hat ein riesiges Touchpad. Es misst 14 Zentimeter in der Diagonale und nimmt auf der rechten Seite jenen Platz ein, den dort üblicherweise der Nummernblock besetzt. Geht das gut?

Schmerzen in Handgelenk und Schulter nach ausgiebiger Arbeit am Computer: Das bezeichnet der Volksmund gern als „Mausarm“. Schnelle und kurze Bewegungen sind schuld, wie die Ärzte feststellen. Wer trotzdem ständig am PC arbeiten muss, mag einen Blick auf andere Eingabegeräte werfen. Wir hatten vor zwei Jahren von Logitech das Touchpad ausprobiert, das mit seiner riesigen Fläche (12,5 Zentimeter in der Diagonale) dem Magic Trackpad von Apple nachempfunden war. Der Fingerwisch auf der berührungsempfindlichen Einheit soll weniger strapaziös sein. Nach einigen Wochen im praktischen Einsatz kehrten wir jedoch zur gewohnten Maus zurück, das letzte Quentchen an Präzision fehlte, und mit dem Vorbild Apple konnte das Logitech-Zubehör nicht mithalten.

Nun haben wir abermals ein Logitech-System ausprobiert, das Keyboard TK 820 mit eingebautem riesigem Touchpad, es misst 14 Zentimeter in der Diagonale und nimmt auf der rechten Seite jenen Platz ein, den dort üblicherweise der Nummernblock besetzt. Es ist insgesamt mit 41 Zentimeter etwas schmaler als eine Standard-Tastatur, auch die Cursortasten mussten ihren gewohnten Platz aufgeben und befinden sich unterhalb der rechten Umschalttaste. Vier AA-Batterien versorgen das TK 820 mit Strom, und beim Auspacken fällt einem sofort das aberwitzig hohe Gewicht auf: Fast 800 Gramm wiegt die Einheit, das verspricht Solidität. Die Oberfläche ist mattschwarz gehalten, die Seiteneinfassungen in Blau sind markant. Obwohl in der technischen Beschreibung von einem Aufstellwinkel „mit ausgeklappten Füßen“ die Rede ist, fehlt die Möglichkeit, den Winkel anzupassen. Vielmehr liegt die Tastatur plan auf dem Schreibtisch auf.

Wie bei allen drahtlosen Logitech-Tastaturen kommt der Unifying-USB-Empfänger zum Einsatz. Dieser nur wenige Millimeter hohe Chip wird in einen freien USB-Port gesteckt, und das reicht schon aus, damit sich PC und Tastatur kennenlernen. Die Übertragungstechnik ist proprietär, allein von Logitech verwendet, aber wir konnten das TK 820 problemlos an einem PC einsetzen, der einen jahrealten Logitech-Empfänger eingesteckt hatte. Bis zu sechs kabellose Mäuse, Tastaturen oder Nummernblöcke lassen sich an einen Empfänger ankoppeln, die zusätzliche Maus bleibt hier also durchaus eine Option.

Der Anschlag der Logitech ist knackig, nicht zu tief, sehr präzise. Wer mit zehn Fingern schreibt, kann ein flottes Tempo an den Tag legen. Auch die Präzision des Touchpad ist im Vergleich mit dem zwei Jahre alten Vorgänger spürbar besser geworden, hier gibt es nichts auszusetzen. Unter Windows 7 lassen sich alle nur denkbaren Gesten mit mehreren Fingern verwenden, leider ist nichts davon dokumentiert oder in der Anleitung nachlesbar. Ein Drei-Finger-Wisch nach unten beispielsweise verkleinert das aktuelle Fenster, nach oben hin wird das Startmenü aufgerufen.

Mit Windows 8 macht der flinke Wisch über die Fläche mehr Spaß, kein Wunder, das Betriebssystem ist ja bestens auf die Gestensteuerung eingerichtet. Streicht man vom rechten Rand hinein, öffnet sich etwa die Charms-Bar von Windows 8. Dass man auf Tasten wie Bild hoch und runter oder „Druck“ verzichten muss, sei nicht verschwiegen. Davon einmal abgesehen, ist die jüngste Logitech (für rund 100 Euro) eine gute Wahl, wenn man ein Kombigerät sucht, das wenig Platz beansprucht und schick aussieht.