
Prinz William und Herzogin Catherine haben ihren Sohn George im Kreise Vertrauter taufen lassen. Dabei brachen sie mit so manch royaler Gepflogenheit.
In kleinem, privatem Kreis haben der Herzog und die Herzogin von Cambridge, William und Catherine, ihren Sohn George taufen lassen. Die 45 Minuten lange Zeremonie in der Kapelle des St. James’s Palace in London wurde am Mittwochnachmittag vom Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, vorgenommen. George, der vor drei Monaten zur Welt kam, ist dritter in der britischen Thronfolge und wird, sofern alles nach Plan läuft, eines Tages auch das Oberhaupt der Anglikanischen Kirche sein.
Kurz vor der Taufe wurden die Namen der Paten bekanntgegeben, unter denen sich, entgegen royalen Gepflogenheiten, überwiegend Freunde des Herzogspaars befinden. Zu ihnen gehören Emilia Jardine-Paterson, eine frühere Kommilitonin von Catherine, William van Cutsem, ein Jugendfreund Williams, Oliver Baker, ein gemeinsamer Studienfreund, Julia Samuel, eine enge Freundin von Williams verstorbener Mutter Diana, Jamie Lowther-Pinkerton, ein früherer Privatsekretär des Herzogs und der Herzogin, sowie Earl Grosvenor, der Sohn des Herzogs von Westminster und ein früherer Berater Williams. Der einzige Pate, der aus der Familie kommt, ist Zara Tindall, die Tochter von Prinzessin Anne und damit eine Cousine von Prinz William. Sie ist seit gut zwei Jahren mit dem Rugby-Spieler Michael Tindall verheiratet und erwartet das erste gemeinsame Kind.
Als weiterer kleiner Traditionsbruch wurde in der britischen Presse die Auswahl des Taufortes gesehen. Die letzten Taufen britischer Thronfolger fanden im „Music Room“ des Buckingham Palastes statt. Für den St. James’s Palace hätten sich Georges Eltern aus „persönlichen“ Gründen entschieden, hieß es. Zu den nicht einmal zwei Dutzend Gästen am Mittwochnachmittag zählten neben den sieben Paten auch Königin Elisabeth II., ihr Mann Philip, Herzog von Edinburgh, Prince Charles und seine Frau, die Herzogin von Cornwall sowie Prinz Harry, der ohne seine Freundin Cressida Bonas erschien. Auch die Eltern und Geschwister der Herzogin von Cambridge waren zugegen, als George der Tradition folgend mit Jordanwasser getauft wurde. Dazu trug er eine genaue Kopie des 172 Jahre alten königlichen Taufkleidchens, das seit Victorias Zeiten auch alle Thronfolger bis hin zu William getragen hatten, das aber so brüchig geworden ist, dass das Original nicht mehr verwendet werden kann.
