{"id":67346,"date":"2020-05-18T11:00:10","date_gmt":"2020-05-18T11:00:10","guid":{"rendered":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=67346"},"modified":"2020-05-19T09:52:56","modified_gmt":"2020-05-19T09:52:56","slug":"corona-krise-ryanair-plant-standortschliessungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=67346","title":{"rendered":"Corona-Krise: Ryanair plant Standortschlie\u00dfungen"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Flugzeuge von Ryanair in Dublin: Die Fluglinie sp&uuml;rt die Folgen der Corona-Krise.<\/div>\n<p class=\"post_description\">\n<p>Europas gr&ouml;&szlig;te Billigfluglinie Ryanair erwartet wegen der <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"0490abb24fed4d8b953f4cc908df28ab258fa831\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/thema\/coronavirus\">Corona-Pandemie<\/a> einen Einbruch der Passagierzahlen um fast die H&auml;lfte auf weniger als 80 Millionen. Die Iren schraubten damit ihre Erwartung binnen einer Woche um weitere 20 Prozent zur&uuml;ck. Aber auch diese Zahl sei bestenfalls geraten, sagte Ryanair-Chef Michael O&rsquo;Leary am Montag. Es sei derzeit unm&ouml;glich, f&uuml;r die kommenden zw&ouml;lf Monate angesichts der Corona-Krise einen Ausblick zu geben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/reise\/thema\/ryanair\" title=\"Ryanair\">Ryanair<\/a> plant wegen des Gesch&auml;ftsr&uuml;ckgangs, unprofitable Standorte in Europa zu schlie&szlig;en. Akut gef&auml;hrdet ist der Hauptstandort der &ouml;sterreichischen Tochtergesellschaft Lauda Air in Wien. Dies werde au&szlig;erdem Standorte in Deutschland, Gro&szlig;britannien und Spanien betreffen. Sp&auml;ter sollten auch St&uuml;tzpunkte in Italien, Belgien und Osteuropa &uuml;berpr&uuml;ft werden. Bei Europas gr&ouml;&szlig;ter Billigfluglinie werden voraussichtlich rund 3000 Piloten und Flugbegleiter sowie 250 Besch&auml;ftigte der Zentrale in Irland entlassen.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Lauda Air stehe vor einer &bdquo;existenziellen Krise&ldquo;, so dass ihr Hauptquartier in Wien Ende Mai schlie&szlig;en d&uuml;rfte, sagte O&rsquo;Leary. Er hatte den <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"6c9b9906d11b8f9032ef79a1b4277bf0ebe37adf\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/gewerkschaften\">Gewerkschaften<\/a> ein Ultimatum gestellt, bis 20. Mai Gehaltsk&uuml;rzungen und neuen Vertr&auml;gen zuzustimmen. Er erwarte aber nicht, dass die Gewerkschaften die Restrukturierungen mitmachten. In Wien sind 15 der 30 Airbus A320 von Lauda beheimatet. Die &uuml;brigen St&uuml;tzpunkte in Stuttgart, D&uuml;sseldorf und Palma blieben offen, sagte O&rsquo;Leary.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Der Konzernchef hatte Anfang Mai gewarnt, die Tochter Lauda in Wien zu schlie&szlig;en und die Lauda-Jets durch Boeing-Modelle von Ryanair zu ersetzen. Ryanair war bei der vom fr&uuml;heren Rennfahrer <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"3f591f884fdd2edaab1545a7fd640319ddf53486\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/sport\/thema\/niki-lauda\">Niki Lauda<\/a> gegr&uuml;ndeten Fluggesellschaft 2018 eingestiegen und hatte sie im Januar 2019 ganz &uuml;bernommen.<\/p>\n<aside id=\"cna-P4\" class=\"js-cna cna-P4 js-cna-P4 cna-Is-displayed\"><\/aside>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">Preiswettbewerb erwartet<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Der Lufthansa-Rivale will am 1. Juli rund 1000 Fl&uuml;ge t&auml;glich oder rund 40 Prozent des Vorjahres-Flugplans an den Start bringen. O&rsquo;Leary setzt darauf, dass die Nachfrage nach monatelangen Reisebeschr&auml;nkungen mit den f&uuml;r Juni geplanten Lockerungen schnell anzieht. Er rechnet mit einem hartem Preiskampf und einer R&uuml;ckkehr zum Vorkrisenniveau erst 2022. Der Wettbewerb werde durch Staatshilfen f&uuml;r die Konkurrenten Lufthansa oder Air France KLM verzerrt, beklagt Ryanair. Die Iren wollen ohne staatliche Finanzhilfen die Krise &uuml;berstehen.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Ryanair verbuchte in dem im M&auml;rz abgelaufenen Bilanzjahr 2019\/20 einen Gewinnanstieg um 13 Prozent auf eine Milliarde Euro, teilte die Billig-Airline weiter mit. Im Schlussquartal von Januar bis M&auml;rz, als die Corona-Pandemie in Europa erst gegen Ende ausbrach, fiel ein Verlust von mehr als 40 Millionen Euro an. Darin nicht enthalten ist eine Abschreibung von gut 350 Millionen Euro auf Verlusten in &Ouml;l-Absicherungsgesch&auml;ften.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/corona-krise-ryanair-plant-standortschliessungen-16775242.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/corona-krise-ryanair-plant-standortschliessungen-16775242.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Flugzeuge von Ryanair in Dublin: Die Fluglinie sp&uuml;rt die Folgen der Corona-Krise. Europas gr&ouml;&szlig;te Billigfluglinie Ryanair erwartet wegen der Corona-Pandemie einen Einbruch der Passagierzahlen um fast die H&auml;lfte auf weniger als 80 Millionen. Die Iren schraubten damit ihre Erwartung binnen einer Woche um weitere 20 Prozent zur&uuml;ck. Aber auch diese Zahl sei bestenfalls geraten, sagte Ryanair-Chef Michael O&rsquo;Leary am Montag. 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