{"id":67317,"date":"2020-05-15T14:51:00","date_gmt":"2020-05-15T14:51:00","guid":{"rendered":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=67317"},"modified":"2020-05-19T09:52:40","modified_gmt":"2020-05-19T09:52:40","slug":"technik-gegen-die-krise-die-deutsche-corona-warn-app-nimmt-endlich-fahrt-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=67317","title":{"rendered":"Technik gegen die Krise: Die deutsche Corona-Warn-App nimmt endlich Fahrt auf"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Ein junger Mann sitzt in einer S-Bahn und benutzt dabei sein Smartphone.<\/div>\n<p class=\"post_description\">\n<p>Vier Wochen vor dem geplanten Start stehen Name und Logo der Corona-App fest. &bdquo;Corona Warn App&ldquo; soll sie schlicht hei&szlig;en, das Logo, blau-rot  und gezackt, an das Virus erinnern. Ausgedacht hat sich beides die Hamburger Kommunikationsberatung &bdquo;Zum goldenen Hirschen&ldquo;. Mit ihr hatte das Bundespresseamt ohnehin f&uuml;r dieses Jahr einen Beratervertrag geschlossen. Ob die App tats&auml;chlich wie kolportiert mit dem Slogan &bdquo;Diese App kann nichts, au&szlig;er Leben retten&ldquo; oder &bdquo;Unsere App-traktion des Jahres&ldquo;, beworben werden soll, ist nicht klar. In Regierungskreisen hie&szlig; es am Freitag lediglich, die Werbung f&uuml;r die App solle m&ouml;glichst zeitnah zum Ver&ouml;ffentlichungstermin Mitte Juni starten.<\/p>\n<p>Nach dem Willen der <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"6ce2210e9644b40d16fe355faf3787c9bd01d78c\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/bundesregierung\">Bundesregierung<\/a> soll die App ein wichtiger Baustein der Pandemiebek&auml;mpfung werden. Ziel ist es, Infektionsketten fr&uuml;hzeitig zu erkennen und so die weitere Ausbreitung zu verhindern. Wer sich die App auf sein Handy l&auml;dt, bekommt  eine Nachricht, wenn er sich in der N&auml;he von infizierten Personen aufgehalten hat. Er kann dann einen Arzt aufsuchen und oder sich in Quarant&auml;ne begeben. <\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Um die Akzeptanz in der Bev&ouml;lkerung zu erh&ouml;hen, soll die Nutzung freiwillig sein. Weder Standort noch Name der Nutzer sollen zentral erfasst werden. Nach heftiger Kritik an dem zun&auml;chst geplanten zentralen Speichermodell der Daten hat Bundesgesundheitsminister <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"fdd60f6d7ab93d64c974041c5e83916b2600652d\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/jens-spahn\">Jens Spahn<\/a> (CDU) Ende April die Pl&auml;ne verworfen und die Telekom und den Softwarekonzern SAP mit der Entwicklung einer App auf Basis eines dezentralen Speichermodells beauftragt. Zugleich haben sich beide Konzern verpflichtet, den Quellcode der Software &ouml;ffentlich zu machen, so dass Experten beurteilen k&ouml;nnen, ob die Vorgaben auch eingehalten werden.<\/p>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">Zusammenarbeit k&ouml;nnte erschwert werden<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Nachdem beide Konzerne bereits erste Daten zur geplanten Softwarearchitektur auf der Entwicklerseite GitHub &ouml;ffentlich gemacht haben, soll n&auml;chsten Montag der erste Code f&uuml;r die Datenverarbeitung ver&ouml;ffentlicht werden. Am 25. Mai, so der Plan, soll dann der eigentliche App-Code folgen. Vertreter der Unternehmen erwarten, dass nun die Diskussion samt Kritik  und Verbesserungsvorschl&auml;gen Fahrt aufnimmt. Das sei auch so gew&uuml;nscht, hei&szlig;t es aus Entwicklerkreisen, schlie&szlig;lich k&ouml;nne man die n&ouml;tige Akzeptanz nur mit Transparenz erreichen. Mit minimalen Daten die maximale Effizienz zu erreichen, das sei das Ziel.<\/p>\n<aside id=\"cna-P4\" class=\"js-cna cna-P4 js-cna-P4 cna-Is-displayed\"><\/aside>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Parallel zur Entwicklung sollen ebenfalls n&auml;chste Woche unter &Auml;gide des Fraunhofer Institutes erste Praxis-Tests durchgef&uuml;hrt werden, um sicherzustellen, dass die App in unterschiedlichen Situationen &ndash; etwa in der U-Bahn oder im Restaurant &ndash; auch verl&auml;ssliche Ergebnisse liefert. Experten erwarten durchaus einige &bdquo;falsch positive&ldquo;-Meldungen, etwa wenn Handys in Schlie&szlig;f&auml;chern miteinander kommunizieren, obwohl sich die Besitzer gar nicht begegnet sind.  <\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die deutsche Seite bezweifelt, dass sich das von der <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"9fc100f4f3574fbb952072eb333eee33a582a1ed\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/europaeische-union\">EU<\/a> in dieser Woche angemahnte &bdquo;koordinierte Vorgehen&ldquo; bei der Entwicklung landesspezifischer Apps kurzfristig in die Praxis umsetzen l&auml;sst, Frankreich etwa pr&auml;feriert bei seiner L&ouml;sung noch immer eine zentrale Speicherung der Daten, das w&uuml;rde die Zusammenarbeit erschweren, hei&szlig;t es. Apps anderer Staaten w&uuml;rden Standortdaten der Nutzer sammeln, auch das soll es in Deutschland nicht geben. Zwar gebe es zwischen den Entwicklerteams vor allem in den Anrainer-Staaten einen intensiven Austausch, noch aber sei zu viel in Bewegung in der Debatte, um ein abschlie&szlig;endes Urteil zu f&auml;llen.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/digitec\/die-deutsche-corona-warn-app-nimmt-endlich-fahrt-auf-16771669.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/digitec\/die-deutsche-corona-warn-app-nimmt-endlich-fahrt-auf-16771669.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein junger Mann sitzt in einer S-Bahn und benutzt dabei sein Smartphone. Vier Wochen vor dem geplanten Start stehen Name und Logo der Corona-App fest. &bdquo;Corona Warn App&ldquo; soll sie schlicht hei&szlig;en, das Logo, blau-rot und gezackt, an das Virus erinnern. Ausgedacht hat sich beides die Hamburger Kommunikationsberatung &bdquo;Zum goldenen Hirschen&ldquo;. 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