{"id":67314,"date":"2020-05-14T15:14:00","date_gmt":"2020-05-14T15:14:00","guid":{"rendered":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=67314"},"modified":"2020-05-19T09:52:39","modified_gmt":"2020-05-19T09:52:39","slug":"die-naechste-milliarde-nutzer-facebook-verlegt-37-000-kilometer-unterseekabel-rund-um-afrika","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=67314","title":{"rendered":"Die n\u00e4chste Milliarde Nutzer: Facebook verlegt 37.000 Kilometer Unterseekabel rund um Afrika"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Eine Karte zeigt, wo das Facebook-Kabel verlaufen soll.<\/div>\n<p class=\"post_description\">\n<p>Ein Konsortium um den Facebook-Konzern baut ein riesiges neues Untersee-Internet-Kabel, um den afrikanischen Kontinent besser zu verbinden. Nach Angaben des amerikanischen Technologie-Unternehmens soll das Projekt, das den Namen &bdquo;2Africa&ldquo; tr&auml;gt, eine Kapazit&auml;t haben, die &bdquo;fast dreimal so gro&szlig; ist wie alle Untersee-Kabel, die Afrika heute versorgen&ldquo;. <a href=\"https:\/\/engineering.fb.com\/connectivity\/2africa\/\">Das teilte das gr&ouml;&szlig;te soziale Netzwerk der Welt in einem Blogpost auf seiner Webseite mit<\/a>.<\/p>\n<p>Das Kabel, das mit 37.000 Kilometern fast so lang wie der &Auml;quator sein werde, soll insgesamt 23 L&auml;nder in Afrika, dem Nahen Osten und Europa miteinander verbinden. Ein Ziel ist der Mitteilung zufolge die engere Verbindung von Ostafrika und Westafrika. Zudem werde ein Kabel die Verbindung zwischen dem Mittelmeer und dem Roten Meer verbessern.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">An dem Projekt sind neben <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"47e0b3e1a25a8c8ea5d799a0bc2d6e74a811615d\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/thema\/facebook\">Facebook<\/a> und einigen lokalen Telekommunikationsunternehmen auch China Mobile, der s&uuml;dafrikanische Anbieter MTN, das franz&ouml;sische Unternehmen Orange und der britische Vodafone-Konzern beteiligt. Das Kabel soll Ende 2023 oder Anfang 2024 in Betrieb gehen.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Das neue Kabel soll nach Angaben von Facebook nicht nur die Kapazit&auml;t erh&ouml;hen, sondern die Verbindungen auch sicherer und stabiler machen. Als im Januar zwei Unterseekabel im Atlantik auseinander gefallen waren, die Europa und einige afrikanische L&auml;nder miteinander verbinden, kam es zu Einschr&auml;nkungen im mobilen Roaming und bei Anrufen.<\/p>\n<div class=\"ctn-PlaceholderContent ctn-PlaceholderContent-is-in-article-medium  \">\n<figure class=\"con-Image\"><a class=\"con-Image_Link\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/digitec\/facebook-verlegt-afrika-kabel-ein-unterseekabel-fuer-die-naechste-milliarde-16769736\/bild-afrikakarte-16769579.html\"><\/p>\n<div class=\"con-Image_Container\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/de.newseurope.info\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/leer.jpg\" width=\"680\" data-retina-src=\"https:\/\/media1.faz.net\/ppmedia\/aktuell\/2438322740\/1.6769579\/media_in_article_medium_original\/hq\/bild-afrikakarte.jpg\" class=\"media con-Image_Image \" height=\"383\" onload=\"processRetinaDerivate(this)-\"><\/p>\n<div data-gdpr-embedding data-gdpr-id=\"11\" data-gdpr-embedding-no-placeholder><!----><\/p>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">Auch Google arbeitet an Unterseekabeln<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Mit der Ankunft neuer Technologien wie dem n&auml;chsten Mobilfunkstandard 5G wird der Datenverkehr weiter rasant steigen. Ebenso wurden infolge der Coronavirus-Pandemie viele Aktivit&auml;ten ins Internet verlagert. So registrierte der Frankfurter Internetknotenpunkt De-Cix Rekorde im Datenverkehr und beispielsweise f&uuml;r Videokonferenzen eine Verdopplung. Aufgrund der gr&ouml;&szlig;eren Belastung der Infrastruktur haben verschiedene Anbieter von Video-Streamingdiensten die Qualit&auml;t ihrer Filme gedrosselt und dadurch den Datenverkehr vermindert.<\/p>\n<aside id=\"cna-P4\" class=\"js-cna cna-P4 js-cna-P4 cna-Is-displayed\"><\/aside>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Facebook ist an Internet-Infrastruktur-Projekten auf der ganzen Welt beteiligt. Zudem verfolgt der Konzern Pl&auml;ne, mit Drohnen und Satelliten auch entlegene Orte an das Internet anzubinden. Diese waren bisher allerdings nicht erfolgreich.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Neben Facebook arbeitet auch <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"8332411d77ebabd9f1a58398e912815e614fa829\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/google\">Google<\/a> an &auml;hnlichen Vorhaben. So soll ein Untersee-Kabel im Atlantik namens <a href=\"https:\/\/cloud.google.com\/blog\/products\/infrastructure\/introducing-equiano-a-subsea-cable-from-portugal-to-south-africa\">Equiano<\/a>, benannt nach einem aus Nigeria stammenden Autoren und Aktivisten, Portugal und S&uuml;dafrika verbinden. Der Suchmaschinen-Betreiber verf&uuml;gt &uuml;ber ein ganzes Netzwerk an Unterseekabeln.<\/p>\n<aside id=\"cna-N1\" class=\"js-cna cna-N1 js-cna-N1  cna-Is-displayed\"><\/aside>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">&bdquo;Das ist keine Wohltat&ldquo;<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die in den Niederlanden forschende Medienwissenschaftlerin Payal Arora &auml;u&szlig;erte sich kritisch &uuml;ber das nun von Facebook initiierte Vorhaben. &bdquo;In Europa und Amerika wird eine ernsthafte Diskussion dar&uuml;ber gef&uuml;hrt, wie die Macht von Facebook beschr&auml;nkt werden kann. Nun wendet sich das Unternehmen nach Afrika, wo die M&auml;rkte der Zukunft liegen&ldquo;, sagte Arora der F.A.Z. In den afrikanischen L&auml;ndern fehlten jedoch entsprechende Institutionen und Regulierungen, um die Datensicherheit der Bev&ouml;lkerung zu garantieren.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Arora erinnert an die Digitalw&auml;hrung Libra, die Facebook im vergangenen Jahr angek&uuml;ndigt hatte, die aber nicht nur von den amerikanischen Finanzbeh&ouml;rden eingefangen wurde. &bdquo;Die Digitalunternehmen sind reicher als so mancher Staat und sehen sich selbst als autonome Akteure.&ldquo;<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Sie warnt davor, die Pl&auml;ne Facebooks als altruistisch f&uuml;r den Kontinent zu interpretieren. &bdquo;Nat&uuml;rlich ist das eine wichtige Initiative&ldquo;, sagt sie: &bdquo;Diese Jungs haben das n&ouml;tige Kapital daf&uuml;r. Aber das ist keine Wohltat, das ist ein Investment in ihr zuk&uuml;nftiges Gesch&auml;ftsmodell, ein Business Deal. Und als solcher sollte er auch bestimmte Vertragsbedingungen erf&uuml;llen.&ldquo;<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/digitec\/facebook-verlegt-afrika-kabel-ein-unterseekabel-fuer-die-naechste-milliarde-16769736.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/digitec\/facebook-verlegt-afrika-kabel-ein-unterseekabel-fuer-die-naechste-milliarde-16769736.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Karte zeigt, wo das Facebook-Kabel verlaufen soll. Ein Konsortium um den Facebook-Konzern baut ein riesiges neues Untersee-Internet-Kabel, um den afrikanischen Kontinent besser zu verbinden. Nach Angaben des amerikanischen Technologie-Unternehmens soll das Projekt, das den Namen &bdquo;2Africa&ldquo; tr&auml;gt, eine Kapazit&auml;t haben, die &bdquo;fast dreimal so gro&szlig; ist wie alle Untersee-Kabel, die Afrika heute versorgen&ldquo;. 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