{"id":67247,"date":"2020-05-19T08:10:23","date_gmt":"2020-05-19T08:10:23","guid":{"rendered":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=67247"},"modified":"2020-05-19T09:51:17","modified_gmt":"2020-05-19T09:51:17","slug":"urteil-in-karlsruhe-anlasslose-massenueberwachung-des-bnd-ist-unrecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=67247","title":{"rendered":"Urteil in Karlsruhe: Anlasslose Massen\u00fcberwachung des BND ist unrecht"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Die Zentrale des BND im Februar 2019<\/div>\n<p class=\"post_description\">\n<p>Die anlasslose Massen&uuml;berwachung des Bundesnachrichtendienstes (<a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/bnd\" title=\"BND\">BND<\/a>) im Ausland verst&ouml;&szlig;t in ihrer jetzigen Ausgestaltung gegen Grundrechte. Das Bundesverfassungsgericht gab am Dienstag einer Verfassungsbeschwerde der Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen und mehrerer ausl&auml;ndischer Journalisten gegen das Ende 2016 reformierte BND-Gesetz statt. Es muss nun bis sp&auml;testens Ende 2021 &uuml;berarbeitet werden. (Az. 1 BvR 2835\/17) Die derzeitige Regelung sei aus formalen und inhaltlichen Gr&uuml;nden verfassungswidrig, sagte der k&uuml;nftige Gerichtspr&auml;sident Stephan Harbarth bei der Verk&uuml;ndung. Es sei aber m&ouml;glich, das Gesetz verfassungskonform auszugestalten. In ihrem Urteil halten die Richter zum ersten Mal fest, dass der deutsche Staat das Fernmeldegeheimnis und die Pressefreiheit auch im Ausland wahren muss.<\/p>\n<p>Konkret geht es um die Vorschriften f&uuml;r die sogenannte strategische Fernmeldeaufkl&auml;rung im Ausland. Dabei durchforstet der BND ohne konkreten Verdacht gro&szlig;e Datenstr&ouml;me auf interessante Informationen.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Deutsche B&uuml;rger d&uuml;rfen nicht auf diese Weise &uuml;berwacht werden. Der BND versucht deshalb, ihre Kommunikation vor der inhaltlichen Auswertung auszusortieren. Die gewonnenen Daten werden auch f&uuml;r ausl&auml;ndische Partnerdienste ausgewertet oder an diese weitergegeben.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Seit Anfang 2017 gibt es im reformierten BND-Gesetz daf&uuml;r zum ersten Mal eine rechtliche Grundlage. Menschen- und B&uuml;rgerrechtler halten diese aber f&uuml;r v&ouml;llig unzureichend. Es gebe viele Schlupfl&ouml;cher, Daten von Deutschen w&uuml;rden nicht verl&auml;sslich gel&ouml;scht. So laufe letztlich jeder Gefahr, zu Unrecht ausgesp&auml;ht zu werden.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die klagenden Journalisten bef&uuml;rchten, wegen ihrer Arbeit ins Netz der weltweiten BND-&Uuml;berwachung zu geraten. Hinter der Verfassungsbeschwerde stehen au&szlig;erdem die Gesellschaft f&uuml;r Freiheitsrechte (GFF) und weitere Medienorganisationen.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/bundesverfassungsgericht-kippt-regelungen-zu-abhoerpraxis-des-bnd-16776818.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/bundesverfassungsgericht-kippt-regelungen-zu-abhoerpraxis-des-bnd-16776818.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Zentrale des BND im Februar 2019 Die anlasslose Massen&uuml;berwachung des Bundesnachrichtendienstes (BND) im Ausland verst&ouml;&szlig;t in ihrer jetzigen Ausgestaltung gegen Grundrechte. Das Bundesverfassungsgericht gab am Dienstag einer Verfassungsbeschwerde der Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen und mehrerer ausl&auml;ndischer Journalisten gegen das Ende 2016 reformierte BND-Gesetz statt. Es muss nun bis sp&auml;testens Ende 2021 &uuml;berarbeitet werden. 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