{"id":67071,"date":"2020-05-06T17:52:02","date_gmt":"2020-05-06T17:52:02","guid":{"rendered":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=67071"},"modified":"2020-05-12T08:37:32","modified_gmt":"2020-05-12T08:37:32","slug":"spanien-verlaengert-notstand-viel-dramatischer-ging-es-kaum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=67071","title":{"rendered":"Spanien verl\u00e4ngert Notstand: Viel dramatischer ging es kaum"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Spaniens Ministerpr&auml;sident Pedro S&aacute;nchez am Mittwoch im Parlament in Madrid.<\/div>\n<p class=\"post_description\">\n<p>Viel dramatischer ging es kaum. Die spanische Regierung stellte die Abstimmung im Parlament als eine Wahl zwischen Alarm oder Chaos dar. Zum vierten Mal hatte der spanische Ministerpr&auml;sident <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"58ffe772358affed1811ef519f7aa8f0b298932a\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/pedro-sanchez\">Pedro S&aacute;nchez<\/a> am Mittwoch das Parlament dazu aufgefordert, den seit Mitte Februar geltenden &bdquo;Alarmzustand&ldquo; mit seinen drastischen Einschr&auml;nkungen um weitere zwei Wochen zu verl&auml;ngern. Doch im spanischen Kampf gegen Corona tun sich immer tiefere politische Gr&auml;ben auf. Erst kurz vor Beginn der entscheidenden Parlamentsdebatte zeichnete sich eine knappe Mehrheit ab.<\/p>\n<p>Zum ersten Mal wollte sich die konservative Volkspartei (PP) der Stimme enthalten. Nur mit der Hilfe der zehn Abgeordneten der oppositionellen Ciudadanos-Partei konnte die regierende Linkskoalition auf eine knappe Mehrheit hoffen. In letzter Minute entschlossen sich auch die sechs Parlamentarier der baskischen Nationalisten, ihm beizuspringen &ndash; die PNV, auf die sich S&aacute;nchez bisher verlassen konnte, hatte damit gedroht, gegen eine Verl&auml;ngerung zu stimmen. Den auf ihre Autonomie bedachten Basken und noch mehr die katalanischen Separatisten war der Ausnahmezustand von Anfang an ein Dorn im Auge, weil die Zentralregierung dadurch wichtige Kompetenzen an sich zog. So wollten dieses Mal alle katalanischen Parteien mit Nein stimmen- auch die Linksrepublikaner (ERC), die dem sozialistischen Regierungschef im Januar zu seiner Wiederwahl verholfen hatten.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Bei der ersten Verl&auml;ngerung hatte es im Parlament noch keine einzige Gegenstimme gegeben. Doch seitdem br&ouml;ckelt mit der Mehrheit auch der Konsens &uuml;ber den weiteren Weg. Die Kritik w&auml;chst vor allem am zentralistischen Krisenmanagement der Minderheitsregierung, die sich &bdquo;im Bunker der Moncloa&ldquo; verschanzt habe, wie der konservative Madrider B&uuml;rgermeister in Anspielung auf den Amtssitz des Ministerpr&auml;sidenten formulierte.<\/p>\n<div class=\"ctn-PlaceholderContent ctn-PlaceholderContent-is-in-article-large \">\n<figure class=\"con-Html\">\n<div class=\"infogram-embed\" data-id=\"86fe6425-9758-4c5b-ab4d-6b0a58b5a211\" data-type=\"interactive\" data-title=\"Coronavirus\">\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Oppositionsf&uuml;hrer Pablo Casado drohte zun&auml;chst mit der Ablehnung durch seine PP-Fraktion- bei den vorherigen Abstimmungen hatten die Konservativen &bdquo;aus Verantwortung f&uuml;r Spanien&ldquo; die Linkskoalition unterst&uuml;tzt. Am Mittwoch warf Casado in der Debatte S&aacute;nchez vor, er geb&auml;rde sich wie ein &bdquo;absolutistischer&ldquo; Herrscher und ein &bdquo;C&auml;sar&ldquo;: Er habe das spanische Volk belogen- seine Politik in der Krise sei &bdquo;fahrl&auml;ssig&ldquo;.<\/p>\n<aside id=\"cna-P4\" class=\"js-cna cna-P4 js-cna-P4 cna-Is-displayed\"><\/aside>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Bisher sei der Alarmzustand n&ouml;tig gewesen, um einen Kollaps der Intensivstationen zu vermeiden, sagt Casado. Da jedoch die ersten Spanier schon wieder ihre Wohnungen verlassen k&ouml;nnen, um drau&szlig;en einen Aperitif zu trinken, seien jetzt andere Regelungen n&ouml;tig. Die n&ouml;tige Grundlage b&ouml;ten vorhandene Gesetze. Am Ende &uuml;berzeugten offenbar die PP-Regionalpr&auml;sidenten den Parteivorsitzenden Casado davon, vom Nein zur Enthaltung umzuschwenken.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Sanch&eacute;z argumentiert, es gebe derzeit keinen &bdquo;Plan B&ldquo;, weil der Ausnahmezustand alternativlos sei, um zum Beispiel die Reisefreiheit der Spanier drastisch zu begrenzen. Sie d&uuml;rfen momentan nicht einmal ihre Provinzen verlassen- das soll verhindern, dass sich das Virus weiter ausbreitet. Eine Aufhebung w&auml;re ein &bdquo;absoluter und unverzeihlicher Fehler&ldquo;, der Spanien ins Chaos st&uuml;rzen w&uuml;rde, sagte S&aacute;nchez w&auml;hrend der Debatte. Man ben&ouml;tige &bdquo;noch einige Wochen mit den Beschr&auml;nkungen, um den Schutz der Gesundheit zu garantieren&ldquo;. Der Alarmzustand erlaubt es, die Armee einzusetzen, die Bewegungsfreiheit einzuschr&auml;nken sowie Waren zu beschlagnahmen und zu rationieren, um die Versorgung sicherzustellen.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/spanien-verlaengert-corona-alarmzustand-um-zwei-wochen-16757441.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/spanien-verlaengert-corona-alarmzustand-um-zwei-wochen-16757441.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Spaniens Ministerpr&auml;sident Pedro S&aacute;nchez am Mittwoch im Parlament in Madrid. Viel dramatischer ging es kaum. Die spanische Regierung stellte die Abstimmung im Parlament als eine Wahl zwischen Alarm oder Chaos dar. 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