{"id":66916,"date":"2020-04-25T18:16:31","date_gmt":"2020-04-25T18:16:31","guid":{"rendered":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=66916"},"modified":"2020-04-27T09:53:56","modified_gmt":"2020-04-27T09:53:56","slug":"solidaritaet-in-der-eu-wir-sind-nicht-europas-hegemon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=66916","title":{"rendered":"Solidarit\u00e4t in der EU: Wir sind nicht Europas Hegemon"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Screenshot der Teilnehmer der EU-Videokonferenz am Donnerstag<\/div>\n<p class=\"post_description\">\n<p>Es ist gut, dass die <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"9fc100f4f3574fbb952072eb333eee33a582a1ed\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/europaeische-union\">EU<\/a> sich endlich auf erste Hilfsma&szlig;nahmen in der Corona-Krise verst&auml;ndigt hat. Ihre Mitglieder leben in einem Binnenmarkt, deshalb kann keines davon die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie ausschlie&szlig;lich auf dem eigenen Staatsgebiet bek&auml;mpfen. Ein Einbruch, der aus der gleichzeitigen Drosselung von Angebot und Nachfrage entstanden ist, l&auml;sst sich mit Milliarden oder gar Billionen aus Br&uuml;ssel sicher nicht ungeschehen machen, aber doch ein wenig abfedern.<\/p>\n<p>In den schwierigen Finanzierungs- und Haftungsfragen ist man jetzt im ersten Paket bei dem geblieben, was schon in der Eurokrise konsensf&auml;hig war: Kredite statt Subventionen, Garantien statt (voller) Schuldenvergemeinschaftung. Das sollten auch die Grunds&auml;tze sein, nach denen der Wiederaufbaufonds gestaltet wird, f&uuml;r den die Kommission als n&auml;chstes Vorschl&auml;ge machen soll.<\/p>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">Italien hat sich in eine Sackgasse man&ouml;vriert<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Der heftige Streit, der vor dem Videogipfel der Staats- und Regierungschefs ausbrach, hat aber wieder einmal zwei der gr&ouml;&szlig;ten Probleme der EU offenbart. Das eine ist so alt wie die europ&auml;ische Integration und l&auml;sst sich mit dem Bonmot zusammenfassen, dass im &ouml;ffentlichen Diskurs die EU immer f&uuml;r Regen verantwortlich ist und die nationale Regierung f&uuml;r den Sonnenschein.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">In keinem Mitgliedstaat ist dieses Spielchen so weit getrieben worden wie zuletzt in Italien. Egal, wer in Rom gerade an der Macht ist: Die Schuld an der Misere der drittgr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaft des Euroraums wurde immer Br&uuml;ssel (wahlweise Berlin oder Paris) zugeschrieben. Dabei waren es weder die europ&auml;ischen Institutionen noch die deutsche Regierung, die den Schuldenberg angeh&auml;uft haben, der Italien seit langem zu schaffen macht. Auch die Strukturreformen, die notwendig w&auml;ren, um dieses eigentlich potente Industrieland wieder voranzubringen, wurden nicht in Br&uuml;ssel oder Berlin verschleppt.<\/p>\n<div class=\"ctn-PlaceholderContent ctn-PlaceholderContent-is-in-article-medium \">\n<figure class=\"con-Html\">\n<style>#mycountrytalks-embed {border-width: 0-margin-top: 1.5em-margin-bottom: 1.5em-}<\/style>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">In welche Sackgasse Italien sich man&ouml;vriert hat, zeigte anschaulich die Auseinandersetzung &uuml;ber den ESM: Weil die F&uuml;nf-Sterne-Bewegung diesen Rettungsfonds in der Eurokrise schlechtgeredet hat, lehnte die Regierung Hilfsmittel daraus ab, forderte aber weiter Geld von den anderen EU-L&auml;ndern. Das ist schon grotesk. Und es ist ein gef&auml;hrliches Spiel.<\/p>\n<aside id=\"cna-P4\" class=\"js-cna cna-P4 js-cna-P4 cna-Is-displayed\"><\/aside>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">&Uuml;berzogene Vorstellungen von den deutschen M&ouml;glichkeiten<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Wohin es f&uuml;hren kann, wenn die politische Klasse eines Landes die EU st&auml;ndig madig macht, wei&szlig; man seit dem Brexit. F&uuml;r Italien w&auml;re der Austritt allerdings eine noch viel waghalsigere Operation als f&uuml;r das Vereinigte K&ouml;nigreich, weshalb man in Rom schon im eigenen Interesse mit dem Einpr&uuml;geln auf die EU aufh&ouml;ren sollte.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/solidaritaet-deutschland-kann-die-eu-nicht-allein-tragen-16741944.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/solidaritaet-deutschland-kann-die-eu-nicht-allein-tragen-16741944.html<\/a><\/div>\n<\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Screenshot der Teilnehmer der EU-Videokonferenz am Donnerstag Es ist gut, dass die EU sich endlich auf erste Hilfsma&szlig;nahmen in der Corona-Krise verst&auml;ndigt hat. Ihre Mitglieder leben in einem Binnenmarkt, deshalb kann keines davon die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie ausschlie&szlig;lich auf dem eigenen Staatsgebiet bek&auml;mpfen. Ein Einbruch, der aus der gleichzeitigen Drosselung von Angebot und Nachfrage entstanden ist, l&auml;sst sich mit Milliarden oder gar Billionen aus Br&uuml;ssel sicher nicht ungeschehen machen, aber doch ein wenig abfedern. In den schwierigen Finanzierungs- und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":66920,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[292,264,22426,581,5201,22872,5350],"class_list":["post-66916","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-politik","tag-berlin","tag-brussel","tag-coronavirus","tag-euro-krise","tag-europaische-union","tag-hilfsmassnahme","tag-italien"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/66916","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=66916"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/66916\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/66920"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=66916"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=66916"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=66916"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}