{"id":66850,"date":"2020-04-19T16:17:28","date_gmt":"2020-04-19T16:17:28","guid":{"rendered":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=66850"},"modified":"2020-04-21T08:53:53","modified_gmt":"2020-04-21T08:53:53","slug":"kiew-sieht-hinweise-wurden-die-braende-um-tschernobyl-absichtlich-gelegt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=66850","title":{"rendered":"Kiew sieht Hinweise: Wurden die Br\u00e4nde um Tschernobyl absichtlich gelegt?"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Der Rauch der Waldbr&auml;nde zog bis in die hundert Kilometer entfernte Hauptstadt Kiew.<\/div>\n<p class=\"post_description\">\n<p>Im Norden der Ukraine k&auml;mpfen die Beh&ouml;rden seit Donnerstag gegen neue <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"30853d9f50652c8bc9e6c64a9fdb598aa31a4a9a\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/thema\/waldbrand\">Waldbr&auml;nde<\/a> in dem radioaktiv belasteten Gebiet um das fr&uuml;here Atomkraftwerk Tschernobyl. Zugleich wird nach m&ouml;glichen Schuldigen gesucht. Innenminister Arsen Awakow nannte am Samstagnachmittag nach einer Sitzung des Krisenstabes zwei wahrscheinliche Ursachen f&uuml;r die Feuer: Brandstiftung und den Suchowej, einen warmen, trockenen Fallwind. Laut Internetseite des Ministeriums sagte Awakow: &bdquo;In erster Linie sind die Br&auml;nde aufgrund eines starken Suchowejs ausgebrochen, der Stromleitungen gekappt hat.&ldquo; Doch es gebe &bdquo;gewisse Tatsachen, die darauf schlie&szlig;en lassen, dass jemand mit Absicht Feuer gelegt hat&ldquo;.<\/p>\n<p>Eine Expertengruppe unter Leitung seines neuen Beraters General Wladyslaw Bucharew sei in der Region an der Arbeit, es werde ermittelt. Bucharew war zuletzt ein ranghoher Geheimdienstmann gewesen. Der Krisenstab traf sich in Owrutsch nahe der Grenze zu Wei&szlig;russland- an der Sitzung nahmen auch die Chefs des Pr&auml;sidialamts und des Nationalen Sicherheitsrats der Ukraine teil. &bdquo;Auch eine sorglose Einstellung zur Natur kann man nicht ausschlie&szlig;en&ldquo;, fuhr der Minister fort. Trotz extremer Trockenheit w&uuml;rden junge Leute aus Spa&szlig; Grasfeuer entfachen. In den letzten drei Tagen habe man &bdquo;einige Personen festgenommen, die beim Anz&uuml;nden von Gras oder Abf&auml;llen in der N&auml;he von W&auml;ldern erwischt wurden&ldquo;.<\/p>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">&bdquo;Geplante Sabotage&ldquo; nicht ausgeschlossen<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Auch ein weiterer Berater des Ministers, Sorjan Schkyrjak, schrieb auf Facebook, dass im Innenministerium als Ursache der seit zwei Wochen auftretenden <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"23dad7eedfbe9b0a823af1b4944f38f128e645dd\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/thema\/brand\">Br&auml;nde<\/a> &bdquo;geplante Sabotage&ldquo; nicht ausgeschlossen werde. &bdquo;Bisher weist alles darauf hin, dass das eine im Voraus durchdachte Kampagne war, bei der die Windrichtung einberechnet wurde.&ldquo; Das Ziel der mutma&szlig;lichen Auftraggeber sei klar: Das sei in Zeiten der Quarant&auml;ne wegen des Coronavirus &bdquo;ein Versuch, die Lage zu destabilisieren, Hysterie und Panikstimmung zu erzeugen&ldquo;. Man rufe die B&uuml;rger auf, die Beh&ouml;rden &uuml;ber &bdquo;m&ouml;gliche Brandstifter&ldquo; zu informieren.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Winde aus westlicher bis n&ouml;rdlicher Richtung trieben Rauch und Staub bis in die knapp 100 Kilometer entfernte ukrainische Hauptstadt Kiew. Zun&auml;chst brannten etwa 3000 Hektar in der weiteren Umgebung des stillgelegten Atomkraftwerks. Am Dienstag voriger Woche hatte der Katastrophenschutz die Br&auml;nde um Tschernobyl f&uuml;r weitgehend besiegt erkl&auml;rt. Am Wochenende sagte Awakow in einer Videobotschaft, das neue Problem seien Br&auml;nde im Gebiet Schytomyr nordwestlich der Hauptstadt. Insgesamt seien es 15- sechs Br&auml;nde seien gel&ouml;scht, f&uuml;nf einged&auml;mmt worden. 38 H&auml;user wurden zerst&ouml;rt.<\/p>\n<aside id=\"cna-P4\" class=\"js-cna cna-P4 js-cna-P4 cna-Is-displayed\"><\/aside>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">Keine Gefahr wegen Radioaktivit&auml;t<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Soweit auf der Landkarte im Video ersichtlich, waren die Feuer alle im Norden des Gebiets, die meisten nur wenige Kilometer von der Grenze zu Wei&szlig;russland entfernt. Drei Flugzeuge und 100 Fahrzeuge seien dort &bdquo;pausenlos&ldquo; im L&ouml;scheinsatz, so Awakow. Die B&uuml;rger in Kiew und Umgebung sollten sich &bdquo;ein bisschen sch&uuml;tzen und nicht hinausgehen&ldquo;. Bei Tschernobyl gebe es jetzt nur noch zwei kleine Brandherde, wo 700 Mann im Einsatz seien. &bdquo;Es gibt keine Gefahr hinsichtlich des Strahlungsniveaus&ldquo;, sagte der Minister. Man hoffe, &bdquo;in zwei, h&ouml;chstens drei Tagen die Lage bew&auml;ltigt zu haben&ldquo;.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/kiew-sieht-hinweise-auf-planung-der-braende-bei-tschernobyl-16732389.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/kiew-sieht-hinweise-auf-planung-der-braende-bei-tschernobyl-16732389.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Rauch der Waldbr&auml;nde zog bis in die hundert Kilometer entfernte Hauptstadt Kiew. Im Norden der Ukraine k&auml;mpfen die Beh&ouml;rden seit Donnerstag gegen neue Waldbr&auml;nde in dem radioaktiv belasteten Gebiet um das fr&uuml;here Atomkraftwerk Tschernobyl. Zugleich wird nach m&ouml;glichen Schuldigen gesucht. Innenminister Arsen Awakow nannte am Samstagnachmittag nach einer Sitzung des Krisenstabes zwei wahrscheinliche Ursachen f&uuml;r die Feuer: Brandstiftung und den Suchowej, einen warmen, trockenen Fallwind. 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