{"id":66695,"date":"2020-04-04T17:11:33","date_gmt":"2020-04-04T17:11:33","guid":{"rendered":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=66695"},"modified":"2020-04-07T11:39:43","modified_gmt":"2020-04-07T11:39:43","slug":"philanthropie-das-filmreife-leben-des-corona-app-maezens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=66695","title":{"rendered":"Philanthropie: Das filmreife Leben des Corona-App-M\u00e4zens"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Stifter-Paar: Marcela Botnar (geboren 1928) und Octav Botnar (1913&ndash;1998)<\/div>\n<p class=\"post_description\">\n<p>Eine Smartphone-App soll helfen, bald einen Weg aus der Corona-Krise zu finden. Wissenschaftler aus ganz Europa haben sich zusammengetan, um die Grundlagen f&uuml;r eine Software-Anwendung zu schaffen, die Infektionsketten schneller nachverfolgbar und damit das Ansteckungsrisiko drastisch senken soll.<\/p>\n<p>Aus Deutschland macht mit, was Rang und Namen hat: das <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"9076c3148b9008d1eeb5e2356353ba5a995c4aa2\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/thema\/rki\">Robert-Koch-Institut<\/a>, die Leibniz-Gemeinschaft, verschiedene Fraunhofer-Institute und Technische Hochschulen.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Aber wer tr&auml;gt die Kosten f&uuml;r das Projekt, das sich den reichlich sperrigen Namen &bdquo;Pan-European Privacy-Preserving Proximity Tracing Initiative&ldquo; gegeben hat? Wichtigster Geldgeber ist eine Stiftung mit Sitz in Basel, hinter der das abenteuerliche Leben eines au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Gesch&auml;ftsmanns steht.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Octave Botnar, geboren 1913 in der Stadt Czernowitz in der Bukowina, die damals noch zum Kaiserreich &Ouml;sterreich-Ungarn geh&ouml;rte, nach dem Ersten Weltkrieg Rum&auml;nien zugeschlagen wurde und heute ukrainisch ist, machte sein Verm&ouml;gen in der zweiten H&auml;lfte seines Lebens in Gro&szlig;britannien. Als Alleinimporteur der japanischen Automarke Datsun wurde er zum Milliard&auml;r, geriet in einen Konflikt mit der Steuerbeh&ouml;rde und setzte sich auch deshalb schlie&szlig;lich in der Schweiz zur Ruhe.<\/p>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">Er sa&szlig; jahrelang in Haft<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Als junger Mann war Botnar, Spross einer j&uuml;dischen Familie, indes eher dem Sozialismus als dem Kapitalismus zugeneigt. Wegen seines politischen Engagements sa&szlig; er jahrelang in Haft, zog sp&auml;ter nach Frankreich und schloss sich im Zweiten Weltkrieg dem Widerstand gegen die deutsche Besatzungsmacht an, geriet in Kriegsgefangenschaft und floh in seine Heimat, wo er 1951 seine Frau Marcela heiratete, um dann, frustriert von der real existierenden Planwirtschaft, ein neues Leben in Gro&szlig;britannien aufzubauen.<\/p>\n<aside id=\"cna-P4\" class=\"js-cna cna-P4 js-cna-P4 cna-Is-displayed\"><\/aside>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Zu M&auml;zenen machte die Botnars ein pers&ouml;nlicher Schicksalsschlag: 1972 kam ihre 20 Jahre alte Tochter w&auml;hrend eines Autounfall ums Leben. Octav Botnar starb im Jahr 1998.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/octav-botnar-nazi-gegner-auto-milliardaer-steuerfluechtling-16712047.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/octav-botnar-nazi-gegner-auto-milliardaer-steuerfluechtling-16712047.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stifter-Paar: Marcela Botnar (geboren 1928) und Octav Botnar (1913&ndash;1998) Eine Smartphone-App soll helfen, bald einen Weg aus der Corona-Krise zu finden. Wissenschaftler aus ganz Europa haben sich zusammengetan, um die Grundlagen f&uuml;r eine Software-Anwendung zu schaffen, die Infektionsketten schneller nachverfolgbar und damit das Ansteckungsrisiko drastisch senken soll. Aus Deutschland macht mit, was Rang und Namen hat: das Robert-Koch-Institut, die Leibniz-Gemeinschaft, verschiedene Fraunhofer-Institute und Technische Hochschulen. 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