{"id":66647,"date":"2020-04-03T14:35:49","date_gmt":"2020-04-03T14:35:49","guid":{"rendered":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=66647"},"modified":"2020-04-03T16:10:24","modified_gmt":"2020-04-03T16:10:24","slug":"gestrandet-in-neuseeland-erstes-flugzeug-nach-deutschland-gestartet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=66647","title":{"rendered":"Gestrandet in Neuseeland: Erstes Flugzeug nach Deutschland gestartet"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Eine Boeing 777-300 von Air New Zealand wird mit Gep&auml;ck beladen, um die ersten Deutschen zur&uuml;ck nach Frankfurt zu bringen.<\/div>\n<p class=\"post_description\">\n<p>F&uuml;r manche wurde es ein &uuml;berraschend langer Urlaub, f&uuml;r andere ein viel zu kurzer Auslandsaufenthalt. Viele Deutsche h&auml;ngen immer noch in Neuseeland fest und k&ouml;nnen sich, wie auch die Neuseel&auml;nder, wegen des <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"0490abb24fed4d8b953f4cc908df28ab258fa831\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/thema\/coronavirus\">Coronavirus<\/a> nur eingeschr&auml;nkt bewegen.<\/p>\n<p>Schon Anfang der Woche hatte die <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"6ce2210e9644b40d16fe355faf3787c9bd01d78c\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/bundesregierung\">Bundesregierung<\/a> sogenannte R&uuml;ckholfl&uuml;ge organisiert, um die rund 12.000 Gestrandeten zur&uuml;ck nach Deutschland zu bringen. Diese Flieger blieben dann aber doch am Boden. Seit dem 27. M&auml;rz ist es in Neuseeland nur noch denjenigen erlaubt, im Inland zu reisen, die in einem der sogenannten &bdquo;Kerndienstleistungssektoren&ldquo; arbeiten. Da sich viele Deutsche nicht daran hielten &ndash; unter anderem, um zum Flughafen zu gelangen &ndash;, sagte die neuseel&auml;ndische Regierung die R&uuml;ckholfl&uuml;ge wieder ab.<\/p>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">Deutsche d&uuml;rfen zur&uuml;ck<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Nun wurde eine Einigung gefunden. Die gestrandeten Deutschen wurden aufgefordert, ihren genauen Standort anzugeben und d&uuml;rfen nun mit einem Formular, das ihren R&uuml;ckflug best&auml;tigt, kurz vor dem Abflug zum Flughafen reisen. Eine Maschine der Air New Zealand verlie&szlig; Auckland am sp&auml;ten Freitagnachmittag (Ortszeit) in Richtung Vancouver, hie&szlig; es von der Fluggesellschaft. An Bord waren 342 Passagiere. Nach einem Halt in Vancouver sollte der Flieger Frankfurt am fr&uuml;hen Samstagmorgen erreichen. Weitere Evakuierungsfl&uuml;ge soll es in den kommenden Tagen aus Auckland und Christchurch geben.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">In Christchurch wartet Lucas Catalan, der mit zwei Freunden in einer Airbnbn-Wohnung untergekommen ist. Seit Oktober hatte er in Neuseeland gearbeitet, daran wollte er eine Reise nach Japan und auf die Fidschi-Inseln h&auml;ngen. Daraus wird nun nichts. Doch in Christchurch, sagt er, &bdquo;l&auml;sst es sich gut aushalten&ldquo; und immerhin haben er und seine Freunde auch wegen der eigentlich geplanten Weiterreise genug Geld, um die Wartezeit in Neuseeland zu &uuml;berbr&uuml;cken.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Nicht allen geht das so. Wer lange f&uuml;r eine Fernreise gespart hat oder gerade erst angekommen ist, um sich einen Job zu suchen, kann in finanzielle N&ouml;te geraten. Neuseeland ist nicht nur ein beliebtes Urlaubsland, viele junge Leute zieht es auch hierher, um wie Lucas Catalan zu arbeiten und herumzureisen. Doch da auch viele Neuseel&auml;nder wegen der Coronakrise ihren Job verloren haben, ist es f&uuml;r Ausl&auml;nder schwer, noch Geld zu verdienen. Erst recht jetzt, da man zwar noch spazieren gehen, sich aber eigentlich nicht mehr fortbewegen kann.<\/p>\n<aside id=\"cna-P4\" class=\"js-cna cna-P4 js-cna-P4 cna-Is-displayed\"><\/aside>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die Regeln seien streng, sagt Catalan. Die Polizei fahre viel umher, kontrolliere auch in Zivil. &bdquo;Sie nehmen das alles sehr ernst&ldquo;, sagt er. Catalan kann das verstehen. Auch &uuml;ber die Organisation der deutschen Regierung kann er nicht klagen: &bdquo;Alles geht sehr fix und wird schnell kommuniziert.&ldquo; Auf der Seite der Botschaft gebe es alle wichtigen Informationen. &bdquo;Jetzt hei&szlig;t es: warten.&ldquo;<\/p>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">Bleibende Ungewissheit<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Nicht alle teilen diese Ansicht. Zwei andere Deutsche berichten per E-Mail von ihrer Unzufriedenheit: Man wisse nicht, wann man zur&uuml;ckfliegen k&ouml;nne, auch zu den Kriterien der Reihenfolge gebe es keinerlei Informationen. Die Nachricht zur Abreise komme so spontan, dass es schwierig sei, rechtzeitig zum Flughafen zu gelangen. Doch wer zu sp&auml;t komme, fliege aus dem Programm und komme gar nicht mehr zur&uuml;ck. Die zwei bis vier Flieger, die die Regierung angek&uuml;ndigt hat, seien viel zu wenig, denn so k&ouml;nne es sein, dass einige erst in ein paar Wochen zur&uuml;ck k&ouml;nnten. Das Krisenmanagement der Deutschen Botschaft sei &bdquo;peinlich&ldquo;. Dass die Neuseel&auml;nder nicht wollten, dass Deutsche w&auml;hrend des Shutdowns durch das Land reisten, um zum Flughafen zu gelangen, finden die beiden dagegen verst&auml;ndlich.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/gesundheit\/coronavirus\/viele-deutsche-kommen-wegen-corona-nicht-aus-neuseeland-zurueck-16710975.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/gesundheit\/coronavirus\/viele-deutsche-kommen-wegen-corona-nicht-aus-neuseeland-zurueck-16710975.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Boeing 777-300 von Air New Zealand wird mit Gep&auml;ck beladen, um die ersten Deutschen zur&uuml;ck nach Frankfurt zu bringen. F&uuml;r manche wurde es ein &uuml;berraschend langer Urlaub, f&uuml;r andere ein viel zu kurzer Auslandsaufenthalt. 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