{"id":66244,"date":"2020-02-24T13:00:14","date_gmt":"2020-02-24T13:00:14","guid":{"rendered":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=66244"},"modified":"2020-02-24T13:15:28","modified_gmt":"2020-02-24T13:15:28","slug":"trump-in-indien-treffen-zweier-grosser-egos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=66244","title":{"rendered":"Trump in Indien: Treffen zweier gro\u00dfer Egos"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Zwei gro&szlig;e M&auml;nner unter sich: Donald Trump in Ahmedabad mit dem indischen Pr&auml;sidenten Narendra Modi<\/div>\n<p class=\"post_description\">\n<p>Das Motera-Stadion im indischen Ahmedabad ist das gr&ouml;&szlig;te Cricket-Stadion der Welt. Es war damit wohl gerade gro&szlig; genug f&uuml;r die Egos des indischen Ministerpr&auml;sidenten Narendra Modi und seines Gastes Donald <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"4c2d461052e4493568027a1f701a31d1ee4b8779\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/donald-trump\">Trump<\/a>. Modi hatte eine spektakul&auml;re Show versprochen und dieses Versprechen auch gehalten. &bdquo;Namaste Trump&ldquo; hie&szlig; die Veranstaltung, mit der der amerikanische Pr&auml;sident in Modis Heimatstaat Gujarat am Montag empfangen wurde. Es war die Retourkutsche f&uuml;r den Besuch Narendra Modis im texanischen Houston im vergangenen Jahr unter dem Titel &bdquo;Howdy Modi&ldquo;, als 50.000 Menschen der indischen Diaspora den beiden Politikern zugejubelt hatten. Am Montag war die Menschenmenge mit rund 125.000 Teilnehmern aber noch gr&ouml;&szlig;er. Nat&uuml;rlich wurde das Event auch landesweit und dar&uuml;ber hinaus live im Fernsehen und im Internet &uuml;bertragen.<\/p>\n<p><a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"c037875e20adb45313d25cb986f644c5b1e06ee8\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/narendra-modi\">Narendra Modi<\/a> hatte Trump in dem Stadion als &bdquo;meinen Freund, Indiens Freund&ldquo; vorgestellt. W&auml;hrend der nachfolgenden Rede schien der legend&auml;r breite Brustkorb des indischen Ministerpr&auml;sidenten dann noch einmal anzuschwellen angesichts der Lobeshymne, die Donald Trump auf die &bdquo;au&szlig;ergew&ouml;hnliche F&uuml;hrungsfigur&ldquo; hielt. Trump kam dabei auch auf die bescheidene Herkunft des Regierungschefs zu sprechen, der als kleiner Junge einst als &bdquo;Chaiwala&ldquo; Tee ausgeschenkt hatte. Es war der Moment, als Modi mitten in Trumps Rede noch einmal aufstand, um emphatisch dessen Hand zu sch&uuml;tteln. &bdquo;Alle lieben ihn, aber ich sage Euch eines, er ist sehr tough&ldquo;, sagte Trump daraufhin, offenbar vom Redetext abweichend. Dann erg&auml;nzte er, Modi sei der lebende Beweis, dass Inder mit harter Arbeit und Hingabe alles erreichen k&ouml;nnten.  <\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Es ist auch die sehr unterschiedliche Herkunft, die diese beiden Politiker, die in manchen Kommentaren gern miteinander verglichen werden, voneinander unterscheidet. Zwar stehen beide f&uuml;r eine nationalistische Politik und einen Populismus, zu dem auch eine Art von Ausgrenzung und Abschottung geh&ouml;rt- in Ahmedabad traf in gewisser Weise &bdquo;Amerika zuerst&ldquo; auf &bdquo;Indien zuerst&ldquo;. Aber wie am Montag deutlich wurde, benutzen die beiden einander vor allem, um sich vor dem Publikum ihrer eigenen Gr&ouml;&szlig;e zu vergewissern und ihre Anh&auml;nger zu Begeisterungsst&uuml;rmen zu animieren. Vor allem die &bdquo;Modi, Modi!&ldquo;-Rufe waren nicht zu &uuml;berh&ouml;ren.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Doch inhaltlich wird von diesem Besuch nur wenig erwartet. Zwar stellte Trump in seiner Rede auch den m&ouml;glichen Abschluss eines Handelsabkommens zwischen Indien und Amerika in Aussicht. Eigentlich hatten beide Seiten gehofft, sie k&ouml;nnten das Abkommen schon jetzt unterschreiben. Doch eine Einigung war im Vorfeld nicht erreicht worden. Auch sp&auml;ter in seiner Rede wies Trump deshalb noch einmal darauf hin, was f&uuml;r ein &bdquo;tougher&ldquo; Verhandlungspartner Modi sei. Dar&uuml;ber hinaus kam aber kein kritisches Wort &uuml;ber seine Lippen, und das, obwohl selbst einige Republikaner mittlerweile ihre Sorgen &uuml;ber die Politik der hindunationalistischen indischen Regierung gegen&uuml;ber Minderheiten &auml;u&szlig;ern.<\/p>\n<div class=\"ctn-PlaceholderContent ctn-PlaceholderContent-is-in-article-medium  \">Stattdessen umschmeichelte Trump seine Gastgeber, indem er Indien als &bdquo;Wunder der Demokratie&ldquo; bezeichnete. Modis Regierung lobte er f&uuml;r ihre Errungenschaften im Kampf gegen die Armut, nur um etwas sp&auml;ter auch die Wirtschaft seines eigenen Landes zu preisen, die unter seiner F&uuml;hrung ein &bdquo;Allzeithoch in der Geschichte unseres Landes&ldquo; erlebt habe. Dar&uuml;ber hinaus sagte er Indien Unterst&uuml;tzung gegen&uuml;ber China zu und k&uuml;ndigte Waffengesch&auml;fte mit Indien in H&ouml;he von mehr als drei Milliarden Dollar an. Und er kam zur Freude Modis auf den Kampf gegen den islamistischen Terrorismus zu sprechen, in dem beide L&auml;nder vereint seien.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/trump-in-indien-treffen-zweier-grosser-egos-16649211.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/trump-in-indien-treffen-zweier-grosser-egos-16649211.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwei gro&szlig;e M&auml;nner unter sich: Donald Trump in Ahmedabad mit dem indischen Pr&auml;sidenten Narendra Modi Das Motera-Stadion im indischen Ahmedabad ist das gr&ouml;&szlig;te Cricket-Stadion der Welt. Es war damit wohl gerade gro&szlig; genug f&uuml;r die Egos des indischen Ministerpr&auml;sidenten Narendra Modi und seines Gastes Donald Trump. 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