{"id":66148,"date":"2020-02-11T11:35:59","date_gmt":"2020-02-11T11:35:59","guid":{"rendered":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=66148"},"modified":"2020-02-12T14:10:02","modified_gmt":"2020-02-12T14:10:02","slug":"wohnungsmarkt-wer-ist-so-verrueckt-und-kauft-noch-in-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=66148","title":{"rendered":"Wohnungsmarkt: \u201eWer ist so verr\u00fcckt und kauft noch in Berlin?\u201c"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Altbau und neue Wohneinheiten in Berlin.<\/div>\n<p class=\"post_description\">\n<p>Zehn Jahre h&auml;lt er nun schon an, der gro&szlig;e Immobilienboom in Deutschland. Die Folgen sind bekannt: Die Mieten in neuen Vertr&auml;gen haben sich in den gro&szlig;en St&auml;dten teils fast verdoppelt, die Preise f&uuml;r Wohneigentum sind noch st&auml;rker gestiegen. Wer nicht unbedingt umziehen muss, bleibt besser, wo er ist. Und alle fragen sich: Geht das jetzt immer so weiter?<\/p>\n<p>Am Montag hat der Rat der Immobilienweisen sein neues Jahresgutachten ver&ouml;ffentlicht. Seine Antwort lautet kurz gesagt: F&uuml;r Mieter wird es tendenziell g&uuml;nstiger, f&uuml;r Kaufinteressenten dagegen nicht.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die Mieten in neuen Vertr&auml;gen sind 2019 weiter gestiegen, um durchschnittlich 3,5 Prozent. Das ist etwas weniger als im Vorjahr (3,8 Prozent) und vor allem: Die Mieten sind langsamer gestiegen als die Einkommen der Arbeitnehmer. Die Belastung f&uuml;r den Durchschnittsverdiener wird also geringer. Auch in den von der Wohnungsknappheit besonders betroffenen Gro&szlig;st&auml;dten hat sich die Lage zumindest leicht entspannt, was daran liegt, dass nicht mehr so viele Menschen dorthin ziehen, zugleich aber mehr Neubauten entstehen.<\/p>\n<div class=\"ctn-PlaceholderContent ctn-PlaceholderContent-is-in-article-medium  \">\n<figure class=\"con-Image\"><a class=\"con-Image_Link\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wohnungsmarkt-oekonomen-warnen-vor-immobilienblase-16628439\/infografik-16628374.html\"><\/p>\n<div class=\"con-Image_Container\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/de.newseurope.info\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/leer.jpg\" width=\"680\" data-retina-src=\"https:\/\/media0.faz.net\/ppmedia\/aktuell\/2870929992\/1.6628374\/media_in_article_medium_original\/hq\/infografik.jpg\" class=\"media con-Image_Image \" height=\"382\" onload=\"processRetinaDerivate(this)-\"><\/p>\n<div data-gdpr-embedding data-gdpr-id=\"11\" data-gdpr-embedding-no-placeholder><!----><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">&bdquo;2020 d&uuml;rfte das Angebot in allen A-St&auml;dten st&auml;rker wachsen als die Nachfrage&ldquo;, sagt Harald Simons, Vorstand des Analysehauses Empirica. &bdquo;Die Zeiten der starken Mietanstiege in den Gro&szlig;st&auml;dten scheinen vorbei. In Berlin kann man sogar einen kleinen R&uuml;ckgang der Angebotsmieten sehen.&ldquo; Vor allem die g&uuml;nstigeren Wohnungen, nicht so ausgestattet in schlechterer Lage, w&uuml;rden g&uuml;nstiger. Unter den sogenannten A-St&auml;dten fasst die Immobilienwirtschaft die sieben wichtigen M&auml;rkte Berlin, Hamburg, M&uuml;nchen, K&ouml;ln, D&uuml;sseldorf, Frankfurt und Stuttgart zusammen.<\/p>\n<div class=\"ctn-PlaceholderContent ctn-PlaceholderContent-is-in-article-medium ctn-PlaceholderContent-has-centered-content\">\n<div data-gdpr-embedding data-gdpr-id=\"16\"> <!--\n\n<div class=\"con-Opinary\">\n\n<div id='opinary-div' width='100%' height='400' style='overflow: hidden-' scrolling='no'>\n\n<div class=\"opinary-widget-embed\" data-poll=\"glauben-sie-dass-die-mieten-in-deutschen-B0Pp\" data-customer=\"faz\">--><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Verglichen mit 2010 sind die Steigerungen in den St&auml;dten aber immens. Am st&auml;rksten stiegen die Angebotsmieten seitdem in Berlin (+60 Prozent), gefolgt von M&uuml;nchen (+53 Prozent) und Stuttgart (+51 Prozent). M&uuml;nchen ist mit 16,40 Euro\/Quadratmeter weiter die teuerste deutsche Metropole, gefolgt von Frankfurt (13,10 Euro\/Quadratmeter) und Stuttgart (12,60 Euro\/Quadratmeter). Hamburg, K&ouml;ln und D&uuml;sseldorf liegen um die 10,50 Euro\/Quadratmeter und Berlin ist trotz des gro&szlig;en Anstiegs der vergangenen Jahre weiter am g&uuml;nstigsten mit weniger als 10 Euro\/Quadratmeter.<\/p>\n<div class=\"ctn-PlaceholderContent ctn-PlaceholderContent-is-in-article-medium  \">\n<figure class=\"con-Image\"><a class=\"con-Image_Link\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wohnungsmarkt-oekonomen-warnen-vor-immobilienblase-16628439\/infografik-16628386.html\"><\/p>\n<div class=\"con-Image_Container\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/de.newseurope.info\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/leer.jpg\" width=\"680\" data-retina-src=\"https:\/\/media0.faz.net\/ppmedia\/aktuell\/338580521\/1.6628386\/media_in_article_medium_original\/hq\/infografik.jpg\" class=\"media con-Image_Image \" height=\"382\" onload=\"processRetinaDerivate(this)-\"><\/p>\n<div data-gdpr-embedding data-gdpr-id=\"11\" data-gdpr-embedding-no-placeholder><!----><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Was den Rat der Immobilienweisen, der die <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"6ce2210e9644b40d16fe355faf3787c9bd01d78c\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/bundesregierung\">Bundesregierung<\/a> in der Wohnungspolitik ber&auml;t, mehr besorgt als der Anstieg der Mieten, ist der ungebremste Aufw&auml;rtstrend bei den Kaufpreisen. Der lag 2019 in ganz Deutschland mit 9,7 Prozent ein weiteres Mal deutlich &uuml;ber der Wachstumsrate der Neuvertragsmieten. Durchschnittlich kostet die Eigentumswohnung in Deutschland rund 2660 Euro\/Quadratmeter, in Gro&szlig;st&auml;dten wie M&uuml;nchen und Frankfurt aber auch schnell mal das Dreifache. Die Niedrigzinspolitik der EZB, die Anleger verzweifelt nach attraktiven Anlagem&ouml;glichkeiten suchen l&auml;sst, hat daran einen entscheidenden Anteil. &bdquo;Die zuk&uuml;nftige Preisentwicklung auf dem Wohnimmobilienmarkt ist damit vollst&auml;ndig abh&auml;ngig von der weiteren Zinsentwicklung&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Gutachten.<\/p>\n<div class=\"ctn-PlaceholderContent ctn-PlaceholderContent-is-in-article-medium  \">\n<figure class=\"con-Image\"><a class=\"con-Image_Link\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wohnungsmarkt-oekonomen-warnen-vor-immobilienblase-16628439\/infografik-16628382.html\"><\/p>\n<div class=\"con-Image_Container\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/de.newseurope.info\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/leer.jpg\" width=\"680\" data-retina-src=\"https:\/\/media0.faz.net\/ppmedia\/aktuell\/693009817\/1.6628382\/media_in_article_medium_original\/hq\/infografik.jpg\" class=\"media con-Image_Image \" height=\"382\" onload=\"processRetinaDerivate(this)-\"><\/p>\n<div data-gdpr-embedding data-gdpr-id=\"11\" data-gdpr-embedding-no-placeholder><!----><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Seit dem Jahr 2009, dem unteren Wendepunkt in Deutschland, haben sich die Kaufpreise um 93 Prozent erh&ouml;ht, also fast verdoppelt. Damit sind sie 2,6 Mal so stark gestiegen wie die Neuvertragsmieten. &bdquo;Es ist eine Zeit f&uuml;r Schuldner&ldquo;, sagt Lars Feld, Mitglied des Sachverst&auml;ndigenrats. Die Auseinanderentwicklung von Mieten und Kaufpreisen wirft aus seiner Sicht &bdquo;Fragen der Finanzstabilit&auml;t&ldquo; auf. &Auml;hnlich sieht es Simons: &bdquo;Wir hoffen, dass die Bundesbank das genau beobachtet, sonst k&ouml;nnten wir in ernsthafte Schwierigkeiten geraten.&ldquo; Mitunter w&uuml;rden Anleger bei Immobilien sogar Negativrenditen in Kauf nehmen, Immobilien w&uuml;rden zu einer Art &bdquo;Schwundgeld&ldquo;. &bdquo;Ich frage mich schon seit langem, wer noch so verr&uuml;ckt ist, sich in Berlin eine Wohnung kaufen&ldquo;, sagt Simons. Sorge bereitet dem Rat der Immobilienweisen auch, dass in l&auml;ndlichen Regionen trotz sinkender Bev&ouml;lkerungszahlen weiter eifrig Ein- und Zweifamilienh&auml;user gebaut werden.<\/p>\n<div class=\"ctn-PlaceholderContent ctn-PlaceholderContent-is-in-article-medium  \">\n<figure class=\"con-Image\"><a class=\"con-Image_Link\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wohnungsmarkt-oekonomen-warnen-vor-immobilienblase-16628439\/infografik-16628369.html\"><\/p>\n<div class=\"con-Image_Container\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/de.newseurope.info\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/leer.jpg\" width=\"680\" data-retina-src=\"https:\/\/media1.faz.net\/ppmedia\/aktuell\/3971911832\/1.6628369\/media_in_article_medium_original\/hq\/infografik.jpg\" class=\"media con-Image_Image \" height=\"382\" onload=\"processRetinaDerivate(this)-\"><\/p>\n<div data-gdpr-embedding data-gdpr-id=\"11\" data-gdpr-embedding-no-placeholder><!----><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die Zahl der neugebauten Wohnungen lag zuletzt bei knapp unter 300.000 und damit unter dem politisch gew&uuml;nschten Wert von 375.000. Aus der Sicht von Empirica-Vorstand Simons ist dies aber &bdquo;v&ouml;llig okay&ldquo;. Angebot und Nachfrage w&uuml;rden sich in etwa gleich entwickeln. Proportional zur Einwohnerzahl wurden zuletzt in M&uuml;nchen mit mehr als 6,4 Wohnungen je 1000 Einwohner die meisten Wohnungen errichtet, gefolgt von Hamburg (5,8). Frankfurt folgt mit 5,0 auf Rang drei. Auf die Wohnungspolitik der Bundesregierung ist der Rat der Immobilienweisen nicht gut zu sprechen. Das Baukindergeld h&auml;tte aus Sicht von Andreas Mattner, Chef des Zentralen Immobilienausschusses, besser in ein (noch) h&ouml;heres Wohngeld investiert werden sollen. Den Berliner Mietendeckel bezeichnet er als &bdquo;B&auml;rendienst an den Mietern, weil Wohnungen dann verrotten&ldquo;.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/wohnungsmarkt-oekonomen-warnen-vor-immobilienblase-16628439.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/wohnungsmarkt-oekonomen-warnen-vor-immobilienblase-16628439.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Altbau und neue Wohneinheiten in Berlin. Zehn Jahre h&auml;lt er nun schon an, der gro&szlig;e Immobilienboom in Deutschland. Die Folgen sind bekannt: Die Mieten in neuen Vertr&auml;gen haben sich in den gro&szlig;en St&auml;dten teils fast verdoppelt, die Preise f&uuml;r Wohneigentum sind noch st&auml;rker gestiegen. Wer nicht unbedingt umziehen muss, bleibt besser, wo er ist. Und alle fragen sich: Geht das jetzt immer so weiter? Am Montag hat der Rat der Immobilienweisen sein neues Jahresgutachten ver&ouml;ffentlicht. 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