{"id":65927,"date":"2019-12-15T20:39:29","date_gmt":"2019-12-15T20:39:29","guid":{"rendered":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=65927"},"modified":"2019-12-16T12:35:34","modified_gmt":"2019-12-16T12:35:34","slug":"bewegung-in-italien-sardinen-wollen-es-mit-salvini-aufnehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=65927","title":{"rendered":"Bewegung in Italien: Sardinen wollen es mit Salvini aufnehmen"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Massenproteste gegen Rechtspopulismus: die Sardinen-Bewegung am Samstag in Rom<\/div>\n<p class=\"post_description\">Eine Gro&szlig;kundgebung in Rom ist der vorl&auml;ufige H&ouml;hepunkt der Sardinen-Bewegung. Die italienischen Linken wollen den &ouml;ffentlichen Raum und politischen Diskurs zur&uuml;ck. Lega-Chef Salvini hat die Herausforderung angenommen.<\/p>\n<p class=\"First atc-TextParagraph\" id=\"pageIndex_1\"><span class=\"atc-TextFirstLetter\">D<\/span>as Wochenendwetter meinte es gut mit den Sardinen von Rom. Noch am Freitag war ein w&uuml;ster Wintersturm &uuml;ber die Hauptstadt gezogen. Am Samstag lachte dann aber die Sonne vom wolkenlosen Himmel, obschon bei k&uuml;hlen Temperaturen. Genau einen Monat zuvor, am 14. November, hatte die Bewegung der Sardinen als Flashmob auf der Piazza Maggiore in Bologna das Licht der politischen Welt Italiens erblickt. Die Gro&szlig;demonstration vom Samstag auf der Piazza San Giovanni in Rom war zugleich H&ouml;hepunkt und Zwischenstation f&uuml;r ein politisch-soziales Ph&auml;nomen, &uuml;ber dessen Bedeutung und Zukunftsaussichten Uneinigkeit besteht.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">So wie zum Beispiel schon &uuml;ber die Zahl der Teilnehmer an der Kundgebung vom Samstag. Waren es gut 100.000, wie die Veranstalter gez&auml;hlt haben wollten? Oder doch eher 35.000, wie das Polizeipr&auml;sidium von Rom wissen lie&szlig;? Oder irgendein Wert dazwischen? In jedem Fall war es ein Erfolg f&uuml;r die Sardinen-Bewegung, die gro&szlig;e Piazza vor der Papstbasilika San Giovanni mit einer stattlichen Menschenmenge zu f&uuml;llen. An gleicher Stelle hatten die rechten Parteien unter F&uuml;hrung von <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"8e61a7f206225a85cc710560cd1703f940072bcd\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/matteo-salvini\">Matteo Salvinis<\/a> Lega am 19. Oktober demonstriert und daf&uuml;r aus allen Landesteilen Zehntausende mit Bussen in die Hauptstadt bringen lassen. Eine Woche sp&auml;ter triumphierte das Rechtsb&uuml;ndnis unter F&uuml;hrung der Lega dann bei der Regionalwahl in Umbrien, wo die Linke zuvor seit Jahrzehnten regiert hatte.<\/p>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">Ein &bdquo;Volksschrei&ldquo; gegen Intoleranz<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Mit der Kundgebung der Sardinen vom Samstag hat die italienische Linke &bdquo;ihre&ldquo; Piazza San Giovanni in Rom, wo seit Jahr und Tag Kommunisten, Sozialisten und Gewerkschafter zu demonstrieren pflegen, von der Rechten gleichsam zur&uuml;ckerobert. Denn darum geht es der Bewegung der Sardinen: der Rechten unter Lega-F&uuml;hrer Salvini die Hoheit &uuml;ber den &ouml;ffentlichen Raum und den politischen Diskurs in ganz Italien zu entrei&szlig;en sowie vorab einen weiteren Wahlsieg in der Region Emilia-Romagna im Nordosten des Landes zu verhindern.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Dieser Antrieb war die Geburtsstunde der Sardinen-Bewegung vom 14. November, die sich als &bdquo;Volksschrei&ldquo; gegen Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit versteht. F&uuml;r denselben Tag hatte Salvini seine Anh&auml;nger zum Wahlkampfauftakt in der traditionell &bdquo;roten&ldquo; Emilia-Romagna, wo am 26. Januar der Pr&auml;sident und das Parlament der Region neu bestimmt werden, in eine Sportarena mit knapp 5600 Sitzpl&auml;tzen in der Hauptstadt Bologna eingeladen. Vier junge Leute Anfang Drei&szlig;ig &uuml;berlegten, was sie der Lega-Welle entgegensetzen k&ouml;nnten, und riefen &uuml;ber eine Facebook-Seite zur Gegenkundgebung auf der Piazza Maggiore auf.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Der Erfolg &uuml;berraschte nicht nur die vier Bewegungsgr&uuml;nder Mattia Santori, Andrea Garreffa, Giulia Trappoloni und Roberto Morotti, die sich aus gemeinsamen Studientagen kennen, sondern buchst&auml;blich das ganze Land. Gut und gerne doppelt so viele Salvini-Gegner kamen unter freiem Himmel unter dem Zeichen der Sardine zusammen, wie der Lega-Chef Anh&auml;nger in der Sportarena PalaDozza versammeln konnte. Den bescheidenen Fisch als Symbol der Kundgebung hatten die vier Initiatoren gew&auml;hlt, weil sie eng wie Sardinen gemeinsam gegen Salvini zusammenstehen wollten. Auch der Umstand, dass ein Schwarm kleiner Sardinen einen viel gr&ouml;&szlig;eren Raubfisch &ndash; sprich: den Polit-Hai Salvini &ndash; narren kann, hatte gewiss eine Rolle gespielt.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/so-will-es-die-sardinen-bewegung-mit-salvini-aufnehmen-16537535.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/so-will-es-die-sardinen-bewegung-mit-salvini-aufnehmen-16537535.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Gro\u00dfkundgebung in Rom ist der vorl\u00e4ufige H\u00f6hepunkt der Sardinen-Bewegung. 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