{"id":65891,"date":"2019-12-08T17:39:27","date_gmt":"2019-12-08T17:39:27","guid":{"rendered":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=65891"},"modified":"2019-12-09T10:02:56","modified_gmt":"2019-12-09T10:02:56","slug":"junge-klimaaktivisten-wir-sind-doch-viele","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=65891","title":{"rendered":"Junge Klimaaktivisten: \u201eWir sind doch viele\u201c"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Greta Thunberg inmitten von Gleichgesinnten: Bei der 25. UN-Klimakonferenz in Madrid nahm die Klimaaktivistin am Abend des 6. Dezembers 2019 auch am Protestmarsch teil.<\/div>\n<p class=\"post_description\">Alle schauen auf Greta Thunberg. Doch es gibt inzwischen &uuml;berall junge Klimaaktivistinnen, die ihr folgen. Sie alle sind des Lobes leid &ndash; und wollen endlich Taten sehen.<\/p>\n<p class=\"First atc-TextParagraph\" id=\"pageIndex_1\"><span class=\"atc-TextFirstLetter\">G<\/span>reta Thunberg ist 1,62 Meter gro&szlig;. Licypriya Kangujam ist fast noch einen Kopf kleiner &ndash; und mit acht Jahren auch nur halb so alt wie die schwedische Klimaaktivistin. Gemeinsam mit der Inderin machte die Schwedin ihren ersten Rundgang durch die Hallen der UN-Klimakonferenz COP25 in Madrid. Die gro&szlig;e Aufmerksamkeit, die sie bei Thunbergs &Uuml;berraschungsbesuch erregte, nutzte Kangujam: Sie hielt ein Schild in die Kameras, auf dem sie den indischen Premierminister <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"c037875e20adb45313d25cb986f644c5b1e06ee8\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/narendra-modi\">Narendra Modi<\/a> auffordert, ein Gesetz zum Kampf gegen den Klimawandel endlich im Parlament zu verabschieden. &bdquo;Handeln Sie jetzt!&ldquo;, steht gleich zweimal darauf.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\"><a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"f5cb1d10d9b9151647d863ed3f00e487c86a1413\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/greta-thunberg\">Greta Thunberg<\/a> ist auch in Madrid der Star der &bdquo;Fridays for Future&ldquo;-Bewegung, die sie mit ihrem Schulstreik in Gang gesetzt hatte. Alles fing in Europa an, wo bisher auch die wichtigsten Klimakonferenzen stattfanden. Aber Thunberg hat vor allem auf der s&uuml;dlichen Halbkugel der Erde M&auml;dchen und junge Frauen inspiriert, die ihrem Beispiel folgen und in ihren L&auml;ndern Pionierinnen wurden. Bei ihrer bisher einzigen Pressekonferenz in Madrid lie&szlig; sich beobachten, wie Thunberg zornig wurde. Obwohl sie mit zwei spanischen Aktivisten und der Uganderin Vanessa Nakate auf dem Podium sa&szlig;, stellten die mehr als 400 Journalisten nur ihr Fragen. Professionell reichte sie die Fragen weiter: &bdquo;Wie seht ihr das?&ldquo;<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Sie sei &bdquo;nur ein kleiner Teil einer sehr gro&szlig;en Bewegung. Wir brauchen mehr Klimaaktivisten&ldquo;, sagte Thunberg auf der Pressekonferenz. In einem Interview mit der schwedischen Zeitung &bdquo;Aftonbladet&ldquo; bezeichnete sie den Rummel um sie &bdquo;absurd&ldquo;- sie versuche, dar&uuml;ber zu lachen und ihn f&uuml;r ihre Ziele zu nutzen. &bdquo;Ich mag es nicht, die ganze Zeit im Mittelpunkt zu stehen, aber es ist eine gute Sache. Sobald die Medien &uuml;ber mich schreiben, m&uuml;ssen sie auch &uuml;ber die Klimakrise schreiben.&ldquo; Egal, wo sie auftritt, alles dreht sich um sie. Den Klimamarsch am Freitagabend musste sie verlassen, weil die Menschentraube um sie herum zu gro&szlig; war und verhinderte, dass sich der Zug in Bewegung setzen konnte. Stolz verk&uuml;ndete Thunberg bei der Abschlusskundgebung, dass eine halbe Million Menschen mitmarschiert sei. Die Polizei z&auml;hlte nur 15.000 Teilnehmer. Die Zeitung &bdquo;El Pa&iacute;s&ldquo; sprach von h&ouml;chstens 35.000 Demonstranten.<\/p>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">Sie sprechen f&uuml;r die ganze Welt<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">In ihren Reden in Madrid stellen die Politiker die jungen Aktivisten als Vorbild und Ansporn dar. &bdquo;Wir sind dieses Lobes leid. Wir wollen, dass ihr endlich handelt&ldquo;, sagt die Uganderin Nakate. Im Internet war sie auf Thunbergs Schulstreik aufmerksam geworden. So begann sie in Uganda an einem Sonntag allein zu streiken und zu demonstrieren &ndash; weil sie nicht bis zum Freitag warten wollte, dem Aktionstag von &bdquo;Fridays for Future&ldquo;. &bdquo;Ich spreche f&uuml;r Afrika, ich spreche f&uuml;r die Welt&ldquo;, sagt sie selbstbewusst &uuml;ber sich. Dabei liegt das Gespr&auml;ch mit einem ihrer Onkel, das sie wachger&uuml;ttelt hat, noch nicht lange zur&uuml;ck: Er erz&auml;hlte ihr, dass es in Uganda fr&uuml;her viel h&auml;ufiger geregnet habe. Zu Beginn des Jahres, wenn der meiste Regen fallen sollte, war es sehr hei&szlig;. Sie beunruhigt, dass sich einst fruchtbare Felder in W&uuml;stenlandschaften verwandeln.<\/p>\n<p>&#8211;&gt;<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">&bdquo;Wir sollten nicht nur &uuml;ber die Zukunft sprechen, sondern auch &uuml;ber die Gegenwart&ldquo;, ermahnte Nakate Greta Thunberg. Viele junge Afrikaner h&auml;tten bisher nicht gewusst, dass die aktuellen Ver&auml;nderungen in ihrer Umwelt mit dem Klimawandel zu tun haben. &bdquo;Sie waren schockiert, das zu h&ouml;ren.&ldquo; Mittlerweile hat die &bdquo;Fridays for Future&ldquo;-Bewegung auch in Uganda Fu&szlig; gefasst und organisiert sich mit Slogans wie &bdquo;Keep Mama Africa Green&ldquo;.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Licypriya Kangujam, die aus Manipur kommt, hat ihren Schulstreik begonnen, als sie sieben Jahre alt war. Sie k&ouml;nne nicht weiterlernen, sondern m&uuml;sse ihre Stimme erheben, um die Zukunft zu retten, bevor es zu sp&auml;t sei. &bdquo;Mein Leben f&auml;ngt an, w&auml;hrend die Welt ihrem Ende entgegengeht.&ldquo; Kangujam hat viele Anh&auml;nger und organisiert mit ihnen Demonstrationen im ganzen Land. &bdquo;Viele Leute untersch&auml;tzen mich, weil ich gerade einmal acht Jahre alt bin. Aber das Alter spielt keine Rolle&ldquo;, sagt das M&auml;dchen, das im September mit dem World Children Peace Prize ausgezeichnet worden ist.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Bei ihren Aktionen ist sie kreativ. Vor einigen Wochen stellte sie zu Hause einen Rucksack vor, der den Tr&auml;ger mit Sauerstoff versorgt, wenn die Luft zu schlecht ist, wie das in Indien oft der Fall ist. Im durchsichtigen Rucksack befindet sich eine Pflanze. Von dort leitet ein Schlauch die &bdquo;saubere&ldquo; Luft in eine Gesichtsmaske.<\/p>\n<div data-gdpr-embedding data-gdpr-id=\"11\" data-gdpr-embedding-no-placeholder><!----><\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/menschen\/junge-klimaaktivisten-wir-sind-doch-viele-16525504.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/menschen\/junge-klimaaktivisten-wir-sind-doch-viele-16525504.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alle schauen auf Greta Thunberg. Doch es gibt inzwischen \u00fcberall junge Klimaaktivistinnen, die ihr folgen. 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