{"id":65682,"date":"2019-10-28T05:27:37","date_gmt":"2019-10-28T05:27:37","guid":{"rendered":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=65682"},"modified":"2019-10-28T10:53:06","modified_gmt":"2019-10-28T10:53:06","slug":"nach-mitgliederbefragung-roth-sieht-spd-vor-zerreisprobe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=65682","title":{"rendered":"Nach Mitgliederbefragung: Roth sieht SPD vor Zerrei\u00dfprobe"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Dritte: Christina Kampmann und Michael Roth<\/div>\n<p class=\"post_description\">Im Kampf um den SPD-Parteivorsitz ist der nordhessische Bundestagsabgeordnete Michael Roth mit seiner Partnerin ausgeschieden. Nun f&uuml;rchtet er eine Zuspitzung &ndash; und appelliert an die beiden verbliebenen Bewerber-Teams.<\/p>\n<style type=\"text\/css\">#tile4adlabel:after{content:\"\"} #tile4adlabel:before{content:\"anzeige\"}<\/style>\n<p class=\"First atc-TextParagraph\" id=\"pageIndex_1\"><span class=\"atc-TextFirstLetter\">D<\/span>er nordhessische Bundestagsabgeordnete und Staatsminister f&uuml;r Europa, <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"bb3a06d2bea6aa2814f9a3c12c0b8a409ee2db55\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/thema\/michael-roth\">Michael Roth<\/a>, sieht die SPD bei der anstehenden Stichwahl um den Parteivorsitz vor einer Zerrei&szlig;probe. &bdquo;Wir d&uuml;rfen uns nicht weiter zerstreiten&ldquo;, mahnt der im Rennen um die Parteif&uuml;hrung ausgeschiedene Sozialdemokrat. Bei der Stichwahl drohe eine gef&auml;hrliche Zuspitzung: Im zweiten Wahlgang treten Bundesfinanzminister Olaf Scholz und die Brandenburgerin Klara Geywitz gegen Nordrhein-Westfalens fr&uuml;heren Finanzminister Norbert Walter-Borjans und die Bundestagsabgeordnete Saskia Esken aus Baden-W&uuml;rttemberg an. Das Team Walter-Borjans\/Esken wird von den Jungsozialisten unterst&uuml;tzt und steht der gro&szlig;en Koalition in Berlin kritisch gegen&uuml;ber. Scholz und Geywitz hingegen wollen das B&uuml;ndnis mit der CDU\/CSU auf Bundesebene fortsetzen. &bdquo;Probleme kann man am besten in der Regierung l&ouml;sen&ldquo;, lautet ihr Motto.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">&bdquo;Wir haben jetzt wieder eine stark polarisierende Aufstellung&ldquo;, sagt Roth. Er hoffe daher, dass der Streit um die Regierungsbeteiligung in Berlin nicht auf die Spitze getrieben werde. &bdquo;Die beiden verbleibenden Bewerberteams m&uuml;ssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, den Laden zusammenzuhalten&ldquo;, sagte Roth dieser Zeitung. Nur wenn das gelinge, werde sich die Mitgliederbefragung zum Parteivorsitz als Erfolg erweisen. Einen klaren Favoriten im Rennen um den Parteivorsitz sieht Roth bei der entstandenen Konstellation nicht, und zu seiner pers&ouml;nlichen Pr&auml;ferenz will er sich nicht &auml;u&szlig;ern. Nachdem er in den vergangenen Wochen mehrfach sein Unverst&auml;ndnis &uuml;ber Wahlempfehlungen einzelner Parteigremien ge&auml;u&szlig;ert habe, wolle er mit gutem Beispiel vorangehen und Zur&uuml;ckhaltung &uuml;ben.<\/p>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">Letztlich w&auml;hlt der Parteitag<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Roth hatte sich gemeinsam mit der fr&uuml;heren nordrhein-westf&auml;lischen Familienministerin Christina Kampmann um den SPD-Vorsitz beworben. Die beiden kamen beim Mitgliederentscheid, dessen Ergebnis am Samstagabend ver&ouml;ffentlicht wurde, auf den dritten Platz. Sie erhielten 16,3 Prozent der Stimmen, w&auml;hrend <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"5d252f088930a1788f675fdd7a4f64e1d16eb398\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/olaf-scholz\">Scholz<\/a>\/Geywitz auf 22,7 Prozent und Walter-Borjans\/Esken auf 21 Prozent kamen. Das erst- und zweitplatzierte Team treten in einer Stichwahl bei einer zweiten SPD-Mitgliederbefragung an. Das Ergebnis soll am 30. November vorliegen. F&ouml;rmlich gew&auml;hlt wird die Doppelspitze auf einem Bundesparteitag von 6. bis 8. Dezember.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Dass es f&uuml;r ihn und Kampmann nicht f&uuml;r die <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"430f2a0b6d57bf13c4fd3c23018acc23dfe7b134\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/stichwahl\">Stichwahl<\/a> gereicht habe, sei eine Entt&auml;uschung, sagte Roth. &bdquo;Wir hatten uns ernsthaft Chancen ausgerechnet.&ldquo; Er habe aber den Eindruck, dass das Team Kampmann\/Roth den 23SPD-Regionalkonferenzen, bei denen sich die Kandidaten der Basis vorgestellt hatten, in Inhalt und Stil einen Stempel aufgedr&uuml;ckt habe.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Der 49 Jahre alte Roth und die zehn Jahre j&uuml;ngere Kampmann waren das j&uuml;ngste Team und die ersten, die ins Rennen um den Parteivorsitz gingen. Sie pr&auml;sentierten ein Programm f&uuml;r eine Parteireform, versprachen, der <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"c2d4fa5cdfe3231ed958e72fcd36d6afd3774812\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/spd\">SPD<\/a> wieder mehr Zuversicht zu geben, und warnten davor, sich auf eine Rolle in der Opposition festzulegen. Bei ihren Auftritten gaben Roth und Kampmann sich betont jugendlich und locker, was von vielen Zuh&ouml;rern als Alleinstellungsmerkmal und erfrischend, von manchen aber auch als einstudiert empfunden wurde.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/spd-vorsitz-michael-roth-sieht-partei-vor-zerreissprobe-16453908.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/spd-vorsitz-michael-roth-sieht-partei-vor-zerreissprobe-16453908.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Kampf um den SPD-Parteivorsitz ist der nordhessische Bundestagsabgeordnete Michael Roth mit seiner Partnerin ausgeschieden. 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