{"id":65353,"date":"2019-09-30T04:18:46","date_gmt":"2019-09-30T04:18:46","guid":{"rendered":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=65353"},"modified":"2019-09-30T13:29:40","modified_gmt":"2019-09-30T13:29:40","slug":"rustungsindustrie-australien-wird-zweitgroster-waffenimporteur-der-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=65353","title":{"rendered":"R\u00fcstungsindustrie: Australien wird zweitgr\u00f6\u00dfter Waffenimporteur der Welt"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Scott Morrison ist seit August 2018 Premierminister Australiens.<\/div>\n<p class=\"post_description\">Milliardenschwere Gro&szlig;auftr&auml;ge haben das Land fast an die Spitze der R&uuml;stungsimporteure gef&uuml;hrt. Die Aufr&uuml;stung ist eine Reaktion auf Chinas Aufstieg. Auch deutsche Unternehmen profitieren.<\/p>\n<p class=\"First atc-TextParagraph\" id=\"pageIndex_1\"><span class=\"atc-TextFirstLetter\">D<\/span>er F&uuml;nfte Kontinent liegt weit weg von den Krisenherden der Welt. Dennoch ist Australien im vergangenen Jahr einem Bericht zufolge zum zweitgr&ouml;&szlig;ten Importeur von R&uuml;stungsg&uuml;tern aufgestiegen. Wie der australische Nachrichtensender ABC am Montag berichtete, findet sich &bdquo;Down Under&ldquo; in der Tabelle der gr&ouml;&szlig;ten Waffenk&auml;ufer mittlerweile direkt hinter dem erstplatzierten Saudi Arabien wieder. Noch vor einem Jahr hatte Australien auf der gleichen Liste den vierten Platz belegt. Doch seitdem seien auch Gro&szlig;bestellungen von amerikanischen Kampfflugzeugen und  franz&ouml;sischen U-Booten dazugekommen. In der Tabelle liegt Australien damit nun vor L&auml;ndern wie China und Indien, die seit einigen Jahren mit Nachdruck ihr Milit&auml;r modernisieren.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">In Canberra wurden einige Zahlen, die auf den Daten des <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"0c82bfea6147f400d7cd841eb0a2f70b98938355\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/sipri\">Stockholm International Peace Research Institute<\/a> (SIPRI) beruhen, mit Verwunderung aufgenommen. Die Zweifel bestanden aber an den Angaben des Instituts zu den australischen Waffenexporten. Diese fallen aus australischer Sicht entt&auml;uschend aus. Im vorigen Jahr hatte die Regierung das Ziel ausgegeben, Australien binnen einer Dekade in die Riege der zehn gr&ouml;&szlig;ten Waffenexportnationen der Welt zu f&uuml;hren. Damit sollen auch Arbeitspl&auml;tze geschaffen werden. Stattdessen hat das Land in diesem Bereich sogar an Bedeutung verloren. Dem Bericht zufolge rangiert Australien nur auf Platz 25. Die Ministerin f&uuml;r Verteidigungsindustrie, Melissa Price, kritisierte die Methodik des Instituts. Einige Nischenexporte, die f&uuml;r Australien besonders wichtig seien, seien gar nicht ber&uuml;cksichtigt worden.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die australischen R&uuml;stungsimporte sind nicht zuletzt der ver&auml;nderten geopolitischen Lage in der Region Asien-Pazifik geschuldet: Chinas wachsende milit&auml;rische St&auml;rke, die Territorialstreitigkeiten in Asien und die zunehmende Einflussnahme auf die s&uuml;dpazifischen Inselstaaten, die Australien zu seiner nat&uuml;rlichen Einflusszone z&auml;hlt. Als enger Verb&uuml;ndeter unterst&uuml;tzt Australien au&szlig;erdem weltweit amerikanische Milit&auml;rinventionen. Als eines der ersten L&auml;nder hatte es zuletzt seine Beteiligung an dem Einsatz der amerikanischen Marine in der Stra&szlig;e von Hormuz angek&uuml;ndigt. Im strategischen Wettbewerb in Asien findet sich Australien zwischen seinem engsten Verb&uuml;ndeten Amerika und China wieder, seinem wichtigsten Handelspartner.<\/p>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">Auch deutsche R&uuml;stungsunternehmen profitieren<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die Beziehungen Canberras zu Peking haben gelitten, seitdem sich Australien verst&auml;rkt gegen  Versuche politischer Einflussnahme Chinas auf seinem Territorium wehrt. Bei seinem j&uuml;ngsten sechst&auml;gigen Amerika-Besuch hat Premier Scott Morrison die enge Bindung an Amerika gest&auml;rkt. Er rief dazu auf, China aufgrund seiner wachsenden Wirtschaftsmacht nicht mehr als Entwicklungsland zu bezeichnen. Am Rande der UN-Generalversammlung in New York hatten sich in der vergangenen Wochen auch erstmals die Au&szlig;enminister der sogenannten Quad getroffen. Der Begriff bezeichnet ein loses Sicherheitsb&uuml;ndnis Amerikas, Australiens, Indiens und Japans. Es wurde im Zuge der Indo-Pazifik-Strategie wiederbelebt, mit der die Trump-Regierung auf die Herausforderung Chinas reagiert.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Von den australischen R&uuml;stungsimporten profitieren auch deutsche Unternehmen. So hatte der D&uuml;sseldorfer Industriekonzern Rheinmetall im vergangenen Jahr Auftr&auml;ge im Gesamtwert von 3,2  Milliarden Euro zur Lieferung von Milit&auml;r-Lastwagen und Radpanzern bekommen. Die L&uuml;rssen-Werft in Bremen wurde 2017 mit dem Bau von Patrouillenbooten beauftragt. Dar&uuml;ber hinaus hatte Canberra einen Auftrag f&uuml;r den Bau von U-Booten an einen franz&ouml;sischen Konzern vergeben. In dem Wettstreit um dem Gro&szlig;auftrag hatte Thyssen-Krupp den K&uuml;rzeren gezogen. <\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/australien-wird-zweitgroesster-waffenimporteur-der-welt-16409786.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/australien-wird-zweitgroesster-waffenimporteur-der-welt-16409786.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Milliardenschwere Gro\u00dfauftr\u00e4ge haben das Land fast an die Spitze der R\u00fcstungsimporteure gef\u00fchrt. Die Aufr\u00fcstung ist eine Reaktion auf Chinas Aufstieg. 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