{"id":63958,"date":"2019-08-08T10:32:43","date_gmt":"2019-08-08T10:32:43","guid":{"rendered":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=63958"},"modified":"2019-08-12T08:45:18","modified_gmt":"2019-08-12T08:45:18","slug":"zollkrieg-chinas-importe-aus-amerika-fallen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=63958","title":{"rendered":"Zollkrieg: Chinas Importe aus Amerika fallen"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Globaler Handelshafen in Schanghai<\/div>\n<p class=\"post_description\">Der Handel Chinas mit seinem wirtschaftspolitischen Gegner schrumpft. Die Drohung, wegen des Handelsstreits weniger seltene Erden zu liefern, hat Peking nicht wahr gemacht &ndash; noch nicht.<\/p>\n<p class=\"First atc-TextParagraph\" id=\"pageIndex_1\"><span class=\"atc-TextFirstLetter\">C<\/span>hinas Exporte haben im Juli ungeachtet des Handelskriegs mit den Vereinigten Staaten zugelegt. Wie die chinesische Zollbeh&ouml;rde am Donnerstag mitteilte, stiegen die Ausfuhren aus der Volksrepublik im Vergleich mit dem Vorjahresmonat um 3,3 Prozent. Analysten hatten angesichts des sich abschw&auml;chenden Wirtschaftswachstums mit niedrigeren Zahlen gerechnet. Im Juni waren die Exporte im Jahresvergleich noch um 1,3 Prozent gesunken.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Einen deutlichen R&uuml;ckgang gab es hingegen bei den Importen: Sie sanken um 5,6 Prozent. Damit wurden den dritten Monat in Folge weniger Waren nach China eingef&uuml;hrt als ein Jahr zuvor. Allerdings hatten Beobachter bei den Importen mit einem noch st&auml;rkeren R&uuml;ckgang gerechnet. Denn Chinas Wirtschaft war im zweiten Quartal mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 6,2 Prozent so wenig gewachsen wie seit fast drei Jahrzehnten nicht mehr.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Belastet wird die chinesische Wirtschaft vor allem durch den Handelsstreit mit den Vereinigten Staaten. Amerikas Pr&auml;sident Donald <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"4c2d461052e4493568027a1f701a31d1ee4b8779\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/donald-trump\">Trump<\/a> wirft China unfaire Handelspraktiken zulasten von amerikanischen Unternehmen und den Diebstahl geistigen Eigentums vor. Er hat deshalb eine Strafzollspirale in Gang gesetzt, die inzwischen einen gro&szlig;en Teil aller amerikanischen Importe aus China betrifft.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die chinesischen Exporte nach Amerika sanken im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,5 Prozent. Noch deutlicher gingen die Importe aus den Vereinigten Staaten zur&uuml;ck: Sie sackten um 19,1 Prozent ab. Der &Uuml;berschuss Chinas im Au&szlig;enhandel mit Amerika, den Trump immer wieder scharf kritisiert, schrumpfte damit auf rund 28 Milliarden Dollar (25 Milliarden Euro), nach knapp 30 Milliarden Dollar im Juni.<\/p>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">Begehrte Rohstoffe<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">China hat zwar mit Ausfuhrbeschr&auml;nkungen auf besonders teure Rohstoffe gedroht, verkaufte stattdessen aber deutlich mehr Seltene Erden ins Ausland. Im Juli schnellten die Exporte um 32,2 Prozent zum Vormonat nach oben, wie aus den am Donnerstag ver&ouml;ffentlichten Daten der Zollbeh&ouml;rde in Peking hervorgeht. Das war nicht nur der zweite Anstieg in Folge, sondern zugleich der gr&ouml;&szlig;te Wert seit Ende 2018. In den ersten sieben Monaten schrumpften die Exporte hingegen insgesamt um 7,3 Prozent auf 28.476 Tonnen.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Bei den Seltenen Erden handelt es sich um 17 chemische Elemente, die f&uuml;r zahlreiche Technologieprodukte wie Smartphones und auch in der R&uuml;stungsindustrie unverzichtbar sind. Die Vereinigten Staaten decken etwa 80 Prozent ihres Bedarfs aus der Volksrepublik.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Chinas Staatsmedien hatten Ende Mai wegen des Handelskonflikts &uuml;ber eine Begrenzung des Exportes spekuliert. Die Regierung in Peking war 2010 nach einem diplomatischen Streit so gegen Japan vorgegangen.<\/p>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">Essentiell f&uuml;r Deutschland<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">F&uuml;r viele Rohstoffprodukte bestehen einer Marktstudie zufolge erh&ouml;hte Lieferrisiken f&uuml;r Deutschland. Das treffe auf 42 Prozent der 217 untersuchten Produkte zu, hatte die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt f&uuml;r Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) am Mittwoch mitgeteilt.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Ein Grund daf&uuml;r sei die dominante Rolle Chinas: So beherrsche die Volksrepublik bei 23 von 26 untersuchten Raffinadeprodukten den Markt, auch bei vielen Bergwerksprodukten sei sie weltweit das gr&ouml;&szlig;te F&ouml;rderland. Bei den Seltenen Erden sei Chinas Vorsprung dagegen seit 2016 ein wenig geschmolzen, weil Australien und Malaysia ihre Produktion aufgestockt haben. Mineralische Rohstoffe sind laut des DERA-Berichts eine essenzielle Voraussetzung f&uuml;r die Wettbewerbsf&auml;higkeit des Industrie- und Technologiestandortes Deutschland.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/konjunktur\/zollkrieg-chinas-importe-aus-amerika-fallen-16323525.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/konjunktur\/zollkrieg-chinas-importe-aus-amerika-fallen-16323525.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Handel Chinas mit seinem wirtschaftspolitischen Gegner schrumpft. 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