{"id":63540,"date":"2019-07-20T15:05:25","date_gmt":"2019-07-20T15:05:25","guid":{"rendered":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=63540"},"modified":"2019-07-30T07:30:30","modified_gmt":"2019-07-30T07:30:30","slug":"astronauten-und-raumfahrt-der-exklusivste-klub-der-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=63540","title":{"rendered":"Astronauten und Raumfahrt: Der exklusivste Klub der Welt"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Von links nach rechts: Neil A. Armstrong, Michael Collins, Edwin E. &bdquo;Buzz&ldquo; Aldrin<\/div>\n<p class=\"post_description\">Zw&ouml;lf Menschen waren bisher auf dem Mond, ausschlie&szlig;lich M&auml;nner wei&szlig;er Hautfarbe. Das wird nicht so bleiben, denn auch die Vereinigten Staaten haben sich in den vergangenen 50 Jahren ver&auml;ndert.<\/p>\n<p class=\"First atc-TextParagraph\" id=\"pageIndex_1\"><span class=\"atc-TextFirstLetter\">E<\/span>s ist zweifellos die exklusivste Gemeinschaft der Welt. Nur zw&ouml;lf Menschen haben je diesem Klub angeh&ouml;rt, acht von ihnen sind mittlerweile verstorben. Als die Gruppe noch vollst&auml;ndig war, h&auml;tten ihre Mitglieder kaum homogener sein k&ouml;nnen. Alle waren Amerikaner wei&szlig;er Hautfarbe, alle waren m&auml;nnlich, und bis auf einen handelte es sich um ranghohe Offiziere der amerikanischen Luftwaffe oder der Marineflieger, unter ihnen ein Brigadegeneral. Die Rede ist von jenem Dutzend M&auml;nner, die im Rahmen des Apollo-Programms zwischen 1969 und 1972 als erste Menschen einen fremden Himmelsk&ouml;rper betraten. Neil Armstrong machte mit Apollo 11 den Anfang, <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"1d283db7a5432968b37282df89bc9d64d241bce5\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/thema\/eugene-cernan\">Eugene Cernan<\/a> verlie&szlig; Ende 1972 als bis heute letzter irdischer Besucher an Bord von Apollo 17 den Mond.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die m&auml;nnliche Dominanz und die ethnische Zusammensetzung dieses exklusiven Klubs waren damals typisch f&uuml;r die amerikanische Weltraumbeh&ouml;rde (<a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"997cb39f1d837ba2e13c2966183e3c8580dade26\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/thema\/nasa\">Nasa<\/a>). Ein Blick auf die zeitgen&ouml;ssischen Fotos aus dem Apollo-Kontrollzentrum Houston best&auml;tigt das Bild: Vor den Konsolen sitzen ausschlie&szlig;lich wei&szlig;e M&auml;nner. Frauen, Amerikaner afrikanischer oder asiatischer Abstammung und Latinos sind nirgendwo zu sehen. Die Mondfahrt war ein Projekt der wei&szlig;en Mehrheit in Amerika. Daran k&ouml;nnen auch die Erinnerungen an jene schwarzen Mathematikerinnen nichts &auml;ndern, die damals als &bdquo;menschliche Computer&ldquo; im Hintergrund komplizierteste Umlaufbahnen und orbitale Rendezvousman&ouml;ver berechneten und damit die Reise zum Mond und die sichere R&uuml;ckkehr der Astronauten &uuml;berhaupt erst m&ouml;glich machten. Ihre Geschichte wurde k&uuml;rzlich im Film &bdquo;Hidden Figures&ldquo; erz&auml;hlt.<\/p>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">Mit grenzenlosem Vertrauen in die Ingenieurskunst<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Der eigentliche Beginn des Apollo-Programms war der Aufruf Pr&auml;sident <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"9d1f3a918100f1acb5da4ed726d366a0c4288653\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/john-f.-kennedy\">John F. Kennedys<\/a> vor dem amerikanischen Kongress 1961, innerhalb von weniger als zehn Jahren &bdquo;einen Menschen auf dem Mond zu landen und sicher zur Erde zur&uuml;ckzubringen&ldquo;. Trotz anf&auml;nglicher Skepsis und einem Kostenvoranschlag von 22 Milliarden Dollar &ndash; mehr als einem F&uuml;nftel des Staatshaushalts in Washington im Jahr 1961 &ndash; begann das Mondprogramm die ganze Nation zu faszinieren.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Seit dem f&uuml;r die Vereinigten Staaten triumphalen Ende des <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"affc14679eec7bfac0ce6f1e589c0936f2124f54\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/thema\/zweiter-weltkrieg\">Zweiten Weltkriegs<\/a> waren weniger als 20 Jahre vergangen, das Land befand sich in wirtschaftlicher Aufbruchstimmung, und die Menschen waren durchweg optimistisch. Man f&uuml;rchtete sich nicht vor riesigen, vom Staat gesteuerten Projekten mit ungewissem Ausgang. So hatte man w&auml;hrend des Kriegs in zwei unabh&auml;ngigen Geheimprojekten in jeweils nur vier Jahren die Atombombe und das Radar entwickelt und damit den Kriegsausgang entscheidend beeinflusst.<\/p>\n<p>&#8211;&gt;<\/p>\n<div data-gdpr-embedding data-gdpr-id=\"11\" data-gdpr-embedding-no-placeholder><!----><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Mit dem wirtschaftlichen und sozialen Optimismus ging ein nahezu grenzenloses Vertrauen in die Ingenieurkunst einher. Technische L&ouml;sungen, so dachte man, werden uns eine bessere Zukunft bescheren und das Leben leichter und einfacher machen. Dieser Glaube an die technische Vorherrschaft Amerikas hatte durch die Erfolge der damaligen Sowjetunion in der Raumfahrt einen D&auml;mpfer bekommen. Nach Sputnik und Juri Gagarin, dem ersten Menschen im Orbit, hatte der Angstgegner Moskau bei der &bdquo;Eroberung des Weltraums&ldquo; klar die Nase vorn. Darauf beruhte der politische Wille Kennedys &ndash; und nach seiner Ermordung der seines Nachfolgers <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"7f35ded4bb771b7548ec57d13e9f0bf592eb0db3\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/lyndon-b.-johnson\">Lyndon B. Johnson<\/a> &ndash;, das Apollo-Projekt durchzuziehen. Das allgemeine Vertrauen der Gesellschaft in die Technik half der Nasa bei der Bew&auml;ltigung dieser nahezu unm&ouml;glich scheinenden Aufgabe.<\/p>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">Amerika als multikultureller Staat &ndash; ohne gro&szlig;e, wei&szlig;e Mehrheit<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Zudem war die noch extrem junge Raumfahrttechnik damals der Inbegriff von Hightech. Computer gab es nicht, die Entwicklung von Mikroprozessoren steckte noch in den Kinderschuhen, und von Software oder Programmiersprachen redeten nur esoterische Kybernetiker. Das Wort Biotechnologie war nicht einmal erfunden. F&uuml;r Jugendliche, die sich f&uuml;r Wissenschaft und Technik interessierten, waren die Raumfahrt, die Entwicklung von Raketen und Raumkapseln das Nonplusultra.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/weltraum\/weisse-maenner-im-all-der-exklusivste-klub-der-welt-16293311.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/weltraum\/weisse-maenner-im-all-der-exklusivste-klub-der-welt-16293311.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zw\u00f6lf Menschen waren bisher auf dem Mond, ausschlie\u00dflich M\u00e4nner wei\u00dfer Hautfarbe. 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