{"id":62781,"date":"2019-07-08T08:44:19","date_gmt":"2019-07-08T08:44:19","guid":{"rendered":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=62781"},"modified":"2019-07-08T09:34:44","modified_gmt":"2019-07-08T09:34:44","slug":"eu-spitzenkandidaten-ein-gescheitertes-modell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=62781","title":{"rendered":"EU-Spitzenkandidaten: Ein gescheitertes Modell"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Als Spitzenkandidat gescheitert: Manfred Weber (CSU, links) mit Ursula von der Leyen (CDU)<\/div>\n<p class=\"post_description\">Der B&uuml;rger wird in der EU doppelt vertreten: im Rat durch seine Regierung, im Parlament durch seine Abgeordneten. Das ist auch dann eine ausreichende demokratische Legitimierung, wenn das Spitzenkandidaten-Modell nun Geschichte ist. Ein Kommentar.<\/p>\n<p class=\"First atc-TextParagraph\" id=\"pageIndex_1\"><span class=\"atc-TextFirstLetter\">J<\/span>ede ehrliche Diskussion &uuml;ber die europ&auml;ischen Spitzenkandidaten sollte mit der Feststellung beginnen, dass es sie verfassungsrechtlich gar nicht gibt. Im Vertrag von Lissabon werden sie nicht erw&auml;hnt. Dort steht nur, dass der Europ&auml;ische Rat (die Versammlung der Staats- und Regierungschefs) dem <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"fcafcd2f1d120bf27c8567f711ed2264fc0301d1\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/europaeisches-parlament\">Europaparlament<\/a> &bdquo;nach entsprechenden Konsultationen&ldquo; einen Kandidaten f&uuml;r das Amt des Kommissionspr&auml;sidenten vorschl&auml;gt. &bdquo;Dabei ber&uuml;cksichtigt er das Ergebnis der Wahlen zum Europ&auml;ischen Parlament&ldquo;, hei&szlig;t es in Artikel 17.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Aus dieser vagen Formulierung haben ein paar ehrgeizige Europapolitiker, allen voran Martin Schulz, den Anspruch hergeleitet, dass nur jemand, der bei der Wahl angetreten ist und sich als Bewerber um das h&ouml;chste Amt in Br&uuml;ssel pr&auml;sentiert hat, Kommissionspr&auml;sident werden kann. Man sollte diesen Leuten nicht absprechen, dass sie die <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"9fc100f4f3574fbb952072eb333eee33a582a1ed\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/europaeische-union\">EU<\/a> tats&auml;chlich b&uuml;rgern&auml;her machen wollen. Aber eine Rolle spielt auch, dass die alten Haudegen des Parlaments es leid sind, dass sie selten Zugang zu den exekutiven Posten in der EU bekommen. Den &uuml;blichen Karriereweg &ndash; Abgeordneter, Minister, Regierungschef &ndash; gab es in der EU nie. Au&szlig;erdem werden sie von ihrer ewigen Rivalit&auml;t mit dem Rat getrieben, einem institutionellen Ringen, das au&szlig;erhalb Br&uuml;ssels niemanden interessiert, aber von allen Beteiligten mit erbittertem Ernst gef&uuml;hrt wird.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/eu-spitzenkandidaten-ein-gescheitertes-modell-16273075.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/eu-spitzenkandidaten-ein-gescheitertes-modell-16273075.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der B\u00fcrger wird in der EU doppelt vertreten: im Rat durch seine Regierung, im Parlament durch seine Abgeordneten. Das ist auch dann eine ausreichende demokratische Legitimierung, wenn das Spitzenkandidaten-Modell nun Geschichte ist. 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