{"id":62385,"date":"2019-06-11T10:47:02","date_gmt":"2019-06-11T10:47:02","guid":{"rendered":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=62385"},"modified":"2019-06-24T10:29:23","modified_gmt":"2019-06-24T10:29:23","slug":"sieben-tipps-fur-die-eissaison-das-gelato-geheimnis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=62385","title":{"rendered":"Sieben Tipps f\u00fcr die Eissaison: Das Gelato-Geheimnis"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Ist die Farbe zu kr&auml;ftig? Oder wurden zu viele Geschmacksrichtungen gemischt? Dieses Eis aus dem Becher k&ouml;nnte ganz gut abschneiden.<\/div>\n<p class=\"post_description\">Beim Eisessen kann man aus Sicht von Italienern ziemlich viel falsch machen. Hier erkl&auml;ren sie, welches Eis man in Italien vergeblich sucht und welche Merkmale am Eis verraten, dass man besser direkt die Eisdiele wechseln sollte.<\/p>\n<p class=\"First atc-TextParagraph\" id=\"pageIndex_1\"><span class=\"atc-TextFirstLetter\">E<\/span>is und Italien geh&ouml;ren zusammen wie die dicksten Freunde. Doch Eis ist nicht gleich Eis. Preisgekr&ouml;nte italienische Eismacher, darunter einer aus Mittelfranken, erz&auml;hlen von deutschen Sitten, schlechten Zutaten und einem Klassiker. Ihre sieben goldenen Regeln f&uuml;r ein gutes &bdquo;gelato&ldquo;:<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\"><strong>1. Weniger ist mehr<\/strong><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">&bdquo;Als erstes die Zutatenliste lesen &ndash; das ist der Personalausweis vom Eis&ldquo;, r&auml;t Eugenio Morrone. Der 35-J&auml;hrige betreibt in Rom die Eisdiele &bdquo;Cannolo Siciliano&ldquo;, die mehrere Preise gewonnen hat. Morrone tr&auml;gt den Titel &bdquo;Eisbotschafter Italiens in der Welt&ldquo;. Er muss es also wissen. Je weniger auf der Liste steht, desto besser. &bdquo;Ein gutes Eis hat nicht so viele Zutaten: Milch, Sahne, Zucker, Pistazien oder Haseln&uuml;sse oder frisches Obst f&uuml;r ein Sorbet.&ldquo; Auch in der Waffel oder im Becher sollten sich seiner Meinung nicht zu viele Geschm&auml;cker t&uuml;rmen. &bdquo;Du solltest nicht in eine Eisdiele gehen und vier bis f&uuml;nf verschiedene Geschm&auml;cker nehmen.&ldquo; Das verwirre nur.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\"><strong>2. Keine Erdbeere im Januar!<\/strong><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Erdbeer- oder Meloneneis im Winter ist ein absolutes Tabu. Denn die Fr&uuml;chte m&uuml;ssen frisch und saisonal sein. Schokolade, Haselnuss, Pistazie, Zabaione, Stracciatella hingegen sind das ganze Jahr &uuml;ber erlaubt. Sind die Fr&uuml;chte richtig s&uuml;&szlig;, brauche es weniger Zucker, erkl&auml;rt Luca De Rocco. Er stammt aus dem Zoldo-Tal in den Dolomiten &ndash; so etwas wie die Wiege der italienischen Eismacher. Von hier sind unz&auml;hlige &bdquo;gelatieri&ldquo; nach Deutschland und in alle Welt ausgewandert. De Rocco arbeitet bei seinem Vater Guido, der in Schwabach bei N&uuml;rnberg ein preisgekr&ouml;ntes Eiscaf&eacute; hat. Sie setzen neben Fr&uuml;chten der Saison auf Bio-Zutaten und auf &bdquo;Kilometer Zero&ldquo;, also Zutaten aus der Region.<\/p>\n<div data-gdpr-embedding data-gdpr-id=\"11\" data-gdpr-embedding-no-placeholder><!----><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\"><strong>3. Von Farben und Keksen<\/strong><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">&bdquo;Ein gutes Eis erkennt man auf den ersten Blick. Wenn die Farben zu stark sind, zu gr&uuml;n, zu blau, w&uuml;rde ich gleich die Eisdiele wechseln&ldquo;, sagt De Rocco. Denn das bedeutet starken Zusatz von Farbstoffen. Auch auf Geschmacksrichtungen wie &bdquo;Cookies&ldquo;, &bdquo;Nutella&ldquo; oder &bdquo;Oreo&ldquo; w&uuml;rde er verzichten. Das seien industriell hergestellte Produkte, die nichts mit selbstgemachtem Eis zu tun h&auml;tten. &bdquo;Eismachen ist ein Handwerk&ldquo;, so De Rocco.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\"><strong>4. Schaufeln statt Kugeln<\/strong><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">F&uuml;r deutsche Urlauber in Italien lauern viele Stolpersteine. Wer in einer Eisdiele in Italien zum Beispiel eine Kugel Eis bestellt, wird komisch angeschaut. Vom Gardasee bis in Sizilien wird Eis in &bdquo;gusti&ldquo; bestellt, also in Geschmacksrichtungen, die dann mit einem Spachtel &ndash; gern in gro&szlig;en Mengen &ndash; auf die Waffel oder in einen Becher geschaufelt werden. Morrone ist gar der Meinung, dass mit Kugeln schlechte Qualit&auml;t beim Eis versteckt werden kann. Denn nur cremiges Eis mit weniger Wassergehalt lasse sich perfekt spachteln.<\/p>\n<div data-gdpr-embedding data-gdpr-id=\"11\" data-gdpr-embedding-no-placeholder><!----><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\"><strong>5. Wo ist Vanille?<\/strong><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Vanille ist ein Verkaufsschlager in Deutschland. Doch in Italien sucht man &bdquo;Vaniglia&ldquo; in der Eisdiele meist vergebens. Auch wer meint, mit der Geschmacksrichtung &bdquo;Crema&ldquo; Vanille getroffen zu haben, irrt. &bdquo;Da sind viel mehr Sahne und Eier drin, es ist weniger leicht als Vanille&ldquo;, sagt De Rocco. Auch wer ein Spaghetti-Eis will, geht s&uuml;dlich der Alpen leer aus: Das Eis mit der roten So&szlig;e hat der Sohn eines italienischen Einwanderers, Dario Fontanella, in Mannheim erfunden.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\"><strong>6. Gelato Carbonara<\/strong><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Beim Essen h&auml;ngen die meisten Italiener an Traditionen und an Rezepten wie sie &bdquo;Mamma&ldquo; schon zubereitete. Beim Eis wird allerdings durchaus gerne experimentiert. Morrone kreiert zum Beispiel &bdquo;Gelato Carbonara&ldquo; &ndash; nach dem ber&uuml;hmten Pastarezept mit Eiern und Speck &ndash; oder B&uuml;ffelmozzarella-Eis, Eis mit getrockneten Tomaten oder mit Steinpilzen. Auch f&uuml;r De Rocco sind neue Kreationen ein Qualit&auml;tsmerkmal. &bdquo;Die Deutschen m&ouml;gen gerne Neues ausprobieren.&ldquo; Es brauche neben Tradition also auch Leidenschaft und Neugierde.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\"><strong>7. Cappuccino oder Cola? Beides nicht<\/strong><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Der in Deutschland so beliebte Cappuccino oder Milchkaffee zusammen mit einem Eis? &bdquo;Ich wei&szlig;, die Deutschen lieben Cappuccino&#8230; Aber zum Eis w&uuml;rde ich &ndash; wenn &uuml;berhaupt etwas &ndash; ein Wasser w&auml;hlen&ldquo;, sagt De Rocco. Auch der r&ouml;mische Eisk&ouml;nig Morrone findet die Auswahl der Getr&auml;nke wichtig. &bdquo;Ich habe Leute gesehen, die ein Eis essen und Coca Cola trinken&ldquo;, sagt er und signalisiert wenig Verst&auml;ndnis. &bdquo;Ich habe Dinge gesehen, die etwas speziell sind &ndash; aber jeder hat ja seinen eigenen Geschmack.&ldquo;<\/p>\n<p>&#8211;&gt;<\/p>\n<div data-gdpr-embedding data-gdpr-id=\"11\" data-gdpr-embedding-no-placeholder><!----><\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/stil\/essen-trinken\/eisprofis-erklaeren-woran-ein-gutes-eis-zu-erkennen-ist-16231145.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/stil\/essen-trinken\/eisprofis-erklaeren-woran-ein-gutes-eis-zu-erkennen-ist-16231145.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim Eisessen kann man aus Sicht von Italienern ziemlich viel falsch machen. 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