{"id":62268,"date":"2019-06-20T15:43:55","date_gmt":"2019-06-20T15:43:55","guid":{"rendered":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=62268"},"modified":"2019-06-24T10:25:10","modified_gmt":"2019-06-24T10:25:10","slug":"nach-vietnam-oder-indien-warum-apple-seine-produktion-aus-china-abziehen-konnte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=62268","title":{"rendered":"Nach Vietnam oder Indien: Warum Apple seine Produktion aus China abziehen k\u00f6nnte"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Ein Apple-Store in Schanghai<\/div>\n<p class=\"post_description\">Ein Teil der Apple-Ger&auml;te k&ouml;nnte k&uuml;nftig nicht mehr in dem f&uuml;r den Konzern so wichtigen Land China hergestellt werden. Der Handelskrieg ist daf&uuml;r wom&ouml;glich nicht der einzige Grund.<\/p>\n<p class=\"First atc-TextParagraph\" id=\"pageIndex_1\"><span class=\"atc-TextFirstLetter\">D<\/span>er amerikanische iPhone-Hersteller Apple pr&uuml;ft angeblich, einen Teil seiner Produktion aus China abzuziehen und m&ouml;glicherweise in L&auml;nder S&uuml;dostasiens wie Vietnam oder Indien zu verlagern. Das berichten die japanische Zeitung &bdquo;Asia Nikkei&ldquo; und das &bdquo;Wall Street Journal&ldquo;. Apple soll demnach seine gr&ouml;&szlig;eren Zulieferer angewiesen haben, zu pr&uuml;fen, inwiefern eine Verlagerung von Kapazit&auml;ten machbar w&auml;re und was sie kosten w&uuml;rde.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Nikkei schreibt, es gehe um 15 bis 30 Prozent der Produktion in China. Diese &Uuml;berlegungen kommen zu einer Zeit, in der Apple immer st&auml;rker in den Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und China hineingezogen wird. Der amerikanische Pr&auml;sident Donald <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"4c2d461052e4493568027a1f701a31d1ee4b8779\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/donald-trump\">Trump<\/a> erw&auml;gt, Z&ouml;lle von bis zu 25 Prozent auf weitere chinesische Importe im Warenwert von 300 Milliarden Dollar zu verh&auml;ngen. Von diesen Z&ouml;llen w&auml;ren auch Smartphones und PCs betroffen, wie sie Apple in China fertigen l&auml;sst.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Apple schrieb in dieser Woche in einem Brief an den amerikanischen Handelsbeauftragten Robert Lighthizer, die vorgeschlagenen Z&ouml;lle w&uuml;rden fast alle Produkte des Unternehmens treffen, darunter das iPhone-Handy, den Tabletcomputer iPad und Mac-Computer. Der Konzern warnte, die Z&ouml;lle w&uuml;rden seinen Beitrag zur amerikanischen Wirtschaft reduzieren und seine globale Wettbewerbsf&auml;higkeit beeintr&auml;chtigen. Der Vorstandsvorsitzende <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"a9af795a04687f1c0c0dffccd1f19ecc82125528\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/tim-cook\">Tim Cook<\/a> war auch erst in der vergangenen Woche zu Gespr&auml;chen mit Trump im Wei&szlig;en Haus.<\/p>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">China ist f&uuml;r Apple extrem wichtig<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Apple l&auml;sst heute einen &uuml;berwiegenden Teil seiner Produkte in China fertigen und setzt dabei auf Auftragsfertiger wie <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"948998302039c6deb28e277c8c698909d1c92e53\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/foxconn\">Foxconn<\/a>. Trump dr&auml;ngt den Konzern schon seit einiger Zeit dazu, auch in den Vereinigten Staaten Fertigungsst&auml;tten zu errichten. Bislang l&auml;sst Apple hier aber nur in kleiner Zahl Mac-Computer herstellen. Der Konzern hat aber andere Investitionen in Amerika angek&uuml;ndigt. Beispielsweise will f&uuml;r eine Milliarde Dollar einen neuen Campus in Austin, Texas, bauen, wo unter anderem Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung und im Kundendienst untergebracht werden sollen.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Was die Produktion der Apple-Ger&auml;te betrifft, hat Vorstandschef Cook in der Vergangenheit Spekulationen &uuml;ber einen Abzug aus China stets zur&uuml;ckgewiesen. Er verwies darauf, dass es in keinem anderen Land ein hinreichend gro&szlig;es Angebot an Arbeitskr&auml;ften und eine derartige N&auml;he zu Zulieferern gebe. Allerdings hat der s&uuml;dkoreanische Samsung-Konzern, der gr&ouml;&szlig;te Smartphone-Hersteller der Welt, diese Aussage j&uuml;ngst widerlegt, indem er seine letzte Telefonfabrik in China geschlossen hat.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Apple ger&auml;t immer st&auml;rker in den Handelskrieg zwischen Amerika und China, und das nicht nur direkt wegen m&ouml;glicher Z&ouml;lle auf seine Ger&auml;te. So thematisieren chinesische Staatsmedien immer wieder, dass die Regierung in Peking den Konzern aus Kalifornien als Ziel f&uuml;r eine Racheaktion ausw&auml;hlen k&ouml;nnte. Trumps Regierung hatte den s&uuml;dchinesischen Huawei-Konzern, den nach <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"d84bb34ce7c221628aabb8f9dd3da6cb5bdbddeb\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/samsung\">Samsung<\/a> und vor Apple zweitgr&ouml;&szlig;ten Smartphone-Hersteller der Welt, j&uuml;ngst auf eine schwarze Liste gesetzt. Seitdem haben zahlreiche amerikanische Zulieferer wie Qualcomm und der Lieferant der Betriebssoftware Android, Google-Mutterkonzern Alphabet, die Zusammenarbeit mit den Chinesen aufgek&uuml;ndigt, um nicht gegen das Gesetz in den Vereinigten Staaten zu versto&szlig;en.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">China ist f&uuml;r Apple extrem wichtig, sowohl als Produktionsstandort als auch als Absatzmarkt. Der Auftragsfertiger Foxconn hat k&uuml;rzlich gesagt, er habe Kapazit&auml;ten, um die Produktion von Apple-Ger&auml;ten von China in andere L&auml;nder zu verlagern. Analysten von Wedbush Securities haben gesagt, im besten Falle k&ouml;nnte Apple in der Lage sein, innerhalb von zw&ouml;lf bis achtzehn Monaten zwischen 5 und 7 Prozent seiner iPhone-Produktion nach Indien zu bringen. Wie &bdquo;Nikkei&ldquo; schreibt, w&auml;re eine m&ouml;gliche Verlagerung nicht vom Ausgang des Handelskonflikts abh&auml;ngig.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">In der Tat gibt es auch andere Gr&uuml;nde, eine Verlagerung zu erw&auml;gen. Dazu z&auml;hlen vor allem die Lohnkosten, die in China in den vergangenen f&uuml;nf Jahren um das Doppelte gestiegen sind. Auch k&ouml;nnten dem Land aufgrund der demographischen Entwicklung bald gen&uuml;gend junge Arbeitskr&auml;fte fehlen.<\/p>\n<p>&#8211;&gt;<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/warum-apple-seine-produktion-aus-china-abziehen-koennte-16246215.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/warum-apple-seine-produktion-aus-china-abziehen-koennte-16246215.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Teil der Apple-Ger\u00e4te k\u00f6nnte k\u00fcnftig nicht mehr in dem f\u00fcr den Konzern so wichtigen Land China hergestellt werden. 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