{"id":62049,"date":"2019-06-11T09:35:35","date_gmt":"2019-06-11T09:35:35","guid":{"rendered":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=62049"},"modified":"2019-06-18T08:27:09","modified_gmt":"2019-06-18T08:27:09","slug":"umsatzvergleich-deutsche-unternehmen-hinken-deutlich-hinterher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=62049","title":{"rendered":"Umsatzvergleich: Deutsche Unternehmen hinken deutlich hinterher"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Mitarbeiter bei VW in Wolfsburg monstieren einen Kotfl&uuml;gel an einen Golf. Die deutsche Autoindustrie hat immer noch mit ihrer selbstverschuldeten Krise zu k&auml;mpfen.<\/div>\n<p class=\"post_description\">W&auml;hrend amerikanische und asiatische Konzerne stetig mehr Geld verdienen, bleiben deutsche Wettbewerber zur&uuml;ck. Das liegt nicht nur daran, dass es in Deutschland keine gro&szlig;en Tech-Unternehmen gibt.<\/p>\n<p class=\"First atc-TextParagraph\" id=\"pageIndex_1\"><span class=\"atc-TextFirstLetter\">D<\/span>eutschlands Konzerne haben den Anschluss an die Weltspitze verloren, wenn es um das Wachstum von Gewinnen und Ums&auml;tzen geht. Das geht aus einer Analyse des Beratungsunternehmens EY hervor. Demnach schafften es 44 deutsche Unternehmen in das Ranking der 1000 umsatzst&auml;rksten b&ouml;rsennotierten Konzerne der Welt. Ihr Umsatz stieg im Schnitt nur um 1,2 Prozent gegen&uuml;ber dem Vorjahr, der operative Gewinn (Ebit) sank sogar um 10 Prozent, rechnen die Berater vor.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die gr&ouml;&szlig;ten nordamerikanischen Unternehmen steigerten ihren Umsatz im vergangenen Jahr den Angaben zufolge hingegen im Schnitt um 10,5 Prozent. Asiens Spitzenunternehmen erzielten ein Plus von 10,1 Prozent. Europ&auml;ische Gro&szlig;unternehmen verbuchten einen Zuwachs von 7,7 Prozent. Banken und Versicherer wurden in der Auswertung nicht ber&uuml;cksichtigt. &bdquo;Nach einigen sehr guten Jahren mussten deutsche Top-Unternehmen im vergangenen Jahr zahlreiche R&uuml;ckschl&auml;ge hinnehmen &ndash; auch weil sie so internationalisiert sind und damit &uuml;berdurchschnittlich stark unter den internationalen Handelsspannungen leiden&ldquo;, erl&auml;uterte Alexander Kron, Mitglied der EY-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Spitzenreiter im Gewinnranking war der iPhone-Hersteller Apple mit umgerechnet 60 Milliarden Euro. Platz zwei belegte den Angaben zufolge der s&uuml;dkoreanische Elektronikkonzern <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"d84bb34ce7c221628aabb8f9dd3da6cb5bdbddeb\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/samsung\">Samsung<\/a> mit gut 45 Milliarden Euro, gefolgt vom amerikanischen Softwarekonzern Microsoft (knapp 30 Milliarden Euro). Das gewinnst&auml;rkste europ&auml;ische Unternehmen war der &Ouml;lkonzern <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/royal-dutch-shell\" title=\"Royal Dutch Shell\">Royal Dutch Shell<\/a> auf Rang vier (rund 27 Milliarden). Volkswagen kam als bester deutscher Konzern mit knapp 14 Milliarden Euro auf Platz 25. Insgesamt hatten sieben der Top-Ten ihren Sitz in Amerika.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">&bdquo;Die Top-US-Konzerne sind derzeit in vielen Branchen das Ma&szlig; der Dinge. Sie profitieren vom gro&szlig;en und prosperierenden Heimatmarkt und von der hervorragenden Entwicklung der US-Technologie-Konzerne&ldquo;, argumentierte Kron. Dem habe Europa zurzeit wenig entgegenzusetzen. Das Wirtschaftswachstum schw&auml;chele, zudem litten viele europ&auml;ische Unternehmen unter dem Handelsstreit zwischen Amerika und China.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Den operativen Gewinn steigerten die nordamerikanischen und asiatischen Konzerne im Schnitt um 12,8 Prozent beziehungsweise 12,2 Prozent. Europas Topunternehmen verbuchten ein Wachstum von 11,6 Prozent.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die schlechten Wachstumszahlen und der eskalierende Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China schl&auml;gt auch auf die Stimmung der Investoren. Sie sch&auml;tzen die deutsche Konjunktur so negativ ein wie seit &uuml;ber neun Jahren nicht mehr. Das entsprechende Barometer fiel im Juni um 8,6 auf minus 0,7 Punkte, wie die Investment-Beratungsfirma Sentix an diesem Dienstag zu ihrer monatlichen Umfrage unter mehr als 900 Anlegern mitteilte. Das ist der schlechteste Wert seit M&auml;rz des Jahres 2010. &bdquo;Eine Rezession steht damit unmittelbar vor der T&uuml;r&ldquo;, sagte Sentix-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Manfred H&uuml;bner voraus.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">F&uuml;r die deutsche Wirtschaft komme es derzeit kn&uuml;ppeldick. &bdquo;Einerseits belastet der USA-China-Handelsstreit die stark exportlastige Wirtschaft in hohem Ma&szlig;e&ldquo;, so H&uuml;bner. &bdquo;Andererseits wird nirgendwo in Europa mehr &uuml;ber den Klimawandel gesprochen und die eigene Industrie so sehr in Frage gestellt.&ldquo; Zudem befinde sich mit der Autoindustrie eine Schl&uuml;sselbranche noch immer in einer selbstverschuldeten Krise.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Auch die Konjunktur der W&auml;hrungsunion wird deutlich schlechter bewertet. Dieses Barometer fiel im Juni um 8,0 auf minus 3,3 Punkte. &bdquo;Sp&auml;testens seit die amerikanische Regierung es amerikanischen Unternehmen verbietet, mit dem chinesischen Telekom-Ausr&uuml;ster <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/thema\/huawei\" title=\"Huawei\">Huawei<\/a> Gesch&auml;fte zu machen, ist klar, dass aus einem &rsquo;kalten&rsquo; Handelskrieg ein &rsquo;hei&szlig;er&rsquo; zu werden droht&ldquo;, sagte H&uuml;bner. &bdquo;Auch f&uuml;r die Euro-Zone stellt die Eskalation im USA-China-Handelsstreit ein erhebliches Risiko dar.&ldquo; <\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/konjunktur\/umsatzvergleich-apple-samsung-und-co-bei-wachstum-vorne-16231023.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/konjunktur\/umsatzvergleich-apple-samsung-und-co-bei-wachstum-vorne-16231023.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend amerikanische und asiatische Konzerne stetig mehr Geld verdienen, bleiben deutsche Wettbewerber zur\u00fcck. 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