{"id":62020,"date":"2019-06-17T14:24:56","date_gmt":"2019-06-17T14:24:56","guid":{"rendered":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=62020"},"modified":"2019-06-18T08:26:12","modified_gmt":"2019-06-18T08:26:12","slug":"gipfel-in-berlin-autoindustrie-bringt-spannung-ins-kanzleramt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=62020","title":{"rendered":"Gipfel in Berlin: Autoindustrie bringt Spannung ins Kanzleramt"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">&bdquo;Kaufanreize f&uuml;r Elektrofahrzeuge und steuerliche Anreize, die den elektrisch gefahrenen Kilometer verg&uuml;nstigen, m&uuml;ssen ausgeweitet werden&ldquo;, fordert BMW unter anderem von der Bundeskanzlerin<\/div>\n<p class=\"post_description\">Der Wandel zur Elektromobilit&auml;t schreckt die Branche auf. Ist das der einzige und richtige Weg? Es besteht Redebedarf. Am Montag treffen sich Politik und Industrie bei der Bundeskanzlerin.<\/p>\n<p class=\"First atc-TextParagraph\" id=\"pageIndex_1\"><span class=\"atc-TextFirstLetter\">A<\/span>m kommenden Montagabend werden sich die Vorsitzenden der deutschen Automobilkonzerne im Kanzleramt mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, den zust&auml;ndigen Ministern, den Spitzen von CDU und SPD und der Gewerkschaften treffen, um &uuml;ber den Wandel in der Branche und die Auswirkungen auf das Arbeitsleben und die Gesellschaft zu beraten. Das Treffen ist nur auf zwei Stunden angesetzt, dabei hat die Industrie offenbar jede Menge Diskussionsbedarf. Zwischen Volkswagen, Daimler und <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"f9d9cb0e499bc90503f6331853093808955648e2\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/thema\/bmw\">BMW<\/a> herrschen nicht gerade spannungsfreie Zeiten, was auch damit zu tun hat, dass der VW-Konzern unter seinem Vorstandsvorsitzenden Herbert Diess stark auf Elektromobilit&auml;t setzt und die Entwicklung dorthin gern von staatlicher Seite flankiert haben m&ouml;chte. Die beiden anderen gro&szlig;en Hersteller wollen offener an die Zukunft herangehen.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Wie komplex die Sachlage ist, beweist ein f&uuml;nfzehn Seiten langes Positionspapier von BMW, das an die Entscheidungstr&auml;ger in Berlin gerichtet ist. Darin hei&szlig;t es unter anderem, &bdquo;Technologieoffenheit ist f&uuml;r die zuk&uuml;nftige Mobilit&auml;t entscheidend&ldquo;. Es gebe nicht die eine L&ouml;sung, die alle Fragen beantworte, und schlie&szlig;lich sei Deutschland nicht allein, nicht in der <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"9fc100f4f3574fbb952072eb333eee33a582a1ed\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/europaeische-union\">EU<\/a> und in der Welt schon &uuml;berhaupt nicht. BMW setze deshalb nicht nur auf batterieelektrisches Fahren, sondern investiere auch in weitere Technologien, um auf andere politische Weichenstellungen in anderen M&auml;rkten vorbereitet zu sein.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Dringend gefordert seien einheitliche regulatorische Rahmenbedingungen f&uuml;r Elektromobilit&auml;t in Europa, die stark unterschiedliche Unterst&uuml;tzung in einzelnen Mitgliedstaaten f&uuml;hre zu einem deutlichen Nord-S&uuml;d- und West-Ost-Gef&auml;lle in den Marktanteilen von Elektrofahrzeugen. &bdquo;Eine weitere Zersplitterung des Binnenmarkts durch einseitige Technologiebegrenzung muss vermieden werden. Ank&uuml;ndigungen einzelner Mitgliedstaaten zum Verbot von Verbrennungsmotoren r&uuml;tteln am Kern des Binnenmarkts&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Papier. Die Elektromobilit&auml;t indes werde in Deutschland nur in Fahrt kommen, wenn die Rahmenbedingungen verbessert w&uuml;rden. &bdquo;Kaufanreize f&uuml;r Elektrofahrzeuge und steuerliche Anreize, die den elektrisch gefahrenen Kilometer verg&uuml;nstigen, m&uuml;ssen ausgeweitet werden&ldquo;, fordert BMW.<\/p>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">Allenfalls 10 Prozent seien m&ouml;glich<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die technischen Verbesserungen am Verbrennungsmotoren werden nicht ausreichen, um das von der EU beschlossene CO2-Minderungsziel von 37,5 Prozent bis zum Jahr 2030 zu erreichen, stellt der bayerische Hersteller fest. Allenfalls 10 Prozent seien m&ouml;glich. &bdquo;Das bedeutet, dass im Durchschnitt der EU &uuml;ber 55 Prozent der BMW-Flotte im Jahr 2030 mit einem vollelektrischen oder teilelektrifizierten (Plug-in-Hybrid) Antrieb ausgestattet sein m&uuml;ssen.&ldquo; Gelinge es nicht, den Marktanteil des Dieselmotors mit seinem Verbrauchsvorteil zu stabilisieren, werde die Zielerreichung noch schwieriger.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">BMW spricht sich daf&uuml;r aus, auch der Brennstoffzelle eine Chance als sinnvoller Erg&auml;nzung zu geben, auch wenn die erst in zehn oder zwanzig Jahren massentauglich werde. Oder strombasierten synthetischen Kraftstoffen, die freilich den schlechtesten Gesamtwirkungsgrad h&auml;tten. Als hohe H&uuml;rde f&uuml;r den batterieelektrischen Antrieb sieht BMW die Stromkosten in Deutschland, die machten den Einsatz eines Elektroautos trotz &uuml;ber die Lebensdauer positiver CO2-Bilanz f&uuml;r viele B&uuml;rger unattraktiv.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">BMW fordert von der Politik einen klaren Rahmen f&uuml;r Elektroautos, der folgendes sicherstellt: Eine verl&auml;ssliche Infrastruktur an jedem Ort, an dem ein Auto l&auml;nger geparkt wird. Sp&uuml;rbare finanzielle Vorteile beim Kauf und w&auml;hrend der Nutzung, als da etwa w&auml;re die Beibehaltung der Umweltpr&auml;mie f&uuml;r K&auml;ufer von Elektrofahrzeugen bis zum Jahr 2025. Die st&auml;rkere Ber&uuml;cksichtigung von Plug-in-Hybriden. Fortsetzung der steuerlichen Vorteile f&uuml;r elektrifizierte Dienstwagen. Der bayerische Hersteller m&ouml;chte f&uuml;r die F&ouml;rderung allein technische Leistungskriterien gewertet wissen, die Grenze des niedrigsten Netto-Listenpreises solle gestrichen werden.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Letzteres mag man im Zusammenhang mit der gehobenen Modellpalette verstehen. Offen zeigt sich BMW daf&uuml;r, die Kraftfahrzeugsteuer durch eine Erh&ouml;hung des je Gramm CO2 anfallenden Steuersatzes als Anreizinstrument wirksamer zu machen, sofern dies, wiederum herausgestellt, technologieneutral geschieht. Zudem wollen die Bayern das Recht dort ge&auml;ndert wissen, wo es die Installation von Ladeeinrichtungen an Mehrfamilienh&auml;usern behindert. Und sie w&uuml;nschen sich, dass f&uuml;r den Bau &ouml;ffentlicher Parkh&auml;user eine Mindestzahl an elektrifizierten Parkpl&auml;tzen vorgeschrieben wird.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/gipfel-in-berlin-autoindustrie-bringt-spannung-ins-kanzleramt-16240987.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/gipfel-in-berlin-autoindustrie-bringt-spannung-ins-kanzleramt-16240987.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Wandel zur Elektromobilit\u00e4t schreckt die Branche auf. Ist das der einzige und richtige Weg? Es besteht Redebedarf. 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