{"id":61953,"date":"2019-06-16T18:03:28","date_gmt":"2019-06-16T18:03:28","guid":{"rendered":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=61953"},"modified":"2019-06-18T08:23:57","modified_gmt":"2019-06-18T08:23:57","slug":"angriffe-auf-tanker-im-golf-saudi-arabien-fordert-verstarkten-druck-auf-iran","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=61953","title":{"rendered":"Angriffe auf Tanker im Golf: Saudi-Arabien fordert verst\u00e4rkten Druck auf Iran"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Einer der am Donnerstag besch&auml;digten Tanker in der Stra&szlig;e von Hormus<\/div>\n<p class=\"post_description\">Nach den Angriffen auf zwei Tankschiffe im Golf von Oman ruft der saudische Energieminister zu &bdquo;schnellem und entschiedenem Handeln&ldquo; auf. Und der Kronprinz droht Iran.<\/p>\n<p class=\"First atc-TextParagraph\" id=\"pageIndex_1\"><span class=\"atc-TextFirstLetter\">S<\/span>audi-Arabien erh&ouml;ht den Druck auf seinen Rivalen Iran und verlangt nach den Angriffen auf zwei Tanker im Golf von Oman &bdquo;schnelles und entschiedenes&ldquo; Handeln zur Sicherung des Erd&ouml;lexportes aus der Golfregion. Energieminister Khalid al Falih erkl&auml;rte am Samstag, Energieversorgung, Stabilit&auml;t des Marktes und Verbrauchervertrauen seien bedroht. Riad hat zuletzt immer energischer darauf gedrungen, dass die internationale Gemeinschaft einschreitet, um das f&uuml;r das K&ouml;nigreich &uuml;berlebenswichtige &Ouml;lgesch&auml;ft zu sichern.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die Spannungen in der Region haben deutlich zugenommen, seit sich in den vergangenen Monaten der Konflikt zwischen Iran und den Vereinigten Staaten sowie deren arabischen Alliierten versch&auml;rft hat. Saudi-Arabien geh&ouml;rt zu den engsten Verb&uuml;ndeten der Regierung in Washington. Der Angriff auf die Tanker vom Donnerstag ist der zweite Vorfall binnen weniger Wochen. Mitte Mai waren vier Tankschiffe vor der K&uuml;ste der Vereinigten Arabischen Emirate Ziel von Sabotageakten geworden. Beide Angriffe ereigneten sich in der N&auml;he der Stra&szlig;e von Hormuz. Etwa ein Drittel des Roh&ouml;ls wird durch die schmale Wasserstra&szlig;e verschifft.<\/p>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">&bdquo;Tod und Zerst&ouml;rung auf der ganzen Welt verbreitet&ldquo;<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Was die j&uuml;ngsten Angriffe betrifft, herrscht noch immer Unklarheit dar&uuml;ber, was im Golf von Oman geschehen ist. Teheran bestreitet die Vorw&uuml;rfe, hinter dem Angriff zu stecken, und wirft den Vereinigten Staaten Kriegstreiberei vor. Washington hat ein grobk&ouml;rniges Video verbreitet, das allerdings kein Beweis f&uuml;r eine T&auml;terschaft Irans ist. Es soll Revolutionsgardisten auf einem Schnellboot zeigen, die kurze Zeit nach dem Angriff eine nicht explodierte Haftmine von der Bordwand des Tankers &bdquo;Kokuka Courageous&ldquo; entfernen. Der Pr&auml;sident der japanischen Firma, welcher der Tanker geh&ouml;rt, hat einen Angriff mit Minen oder Torpedos bestritten und bekr&auml;ftigt, das Schiff sei &bdquo;weit oberhalb der Wasserlinie&ldquo; von einem &bdquo;fliegenden Objekt&ldquo; getroffen worden. Der zweite Tanker, die &bdquo;Front Altair&ldquo;, wurde am Wochenende aus iranischen Gew&auml;ssern geschleppt. Am Samstag trafen die 23 Mitglieder der Schiffsbesatzung aus Iran in Dubai ein.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Am Sonntag meldete sich nach langer Zeit der saudische Kronprinz Muhammad Bin <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"bdb9cd12628937eb78aa01e2e59a0b2ca6ceeae3\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/salman-bin-abdul-asis-al-saud\">Salman<\/a> wieder in der &Ouml;ffentlichkeit zu Wort. In der arabischen Zeitung &bdquo;Al Sharq al Awsat&ldquo; erneuerte er die amerikanisch-saudischen Anschuldigungen an die Adresse Irans, hinter den Angriffen zu stecken. Er drohte, sein Land werde, auch wenn es &bdquo;keinen Krieg in der Region&ldquo; wolle, &bdquo;nicht z&ouml;gern&ldquo;, gegen &bdquo;jedwede Bedrohung unseres Volkes, unserer Souver&auml;nit&auml;t, unserer territorialen Unversehrtheit und unserer zentralen Interessen&ldquo; vorzugehen. Die Angriffe auf &Ouml;ltankschiffe im Golf, auf &Ouml;leinrichtungen im K&ouml;nigreich und auf den saudischen Flughafen in Abha w&uuml;rden &bdquo;die Bedeutung unserer Forderung unterstreichen, dass die internationale Gemeinschaft entschlossen gegen ein expansionistisches Regime vorgeht, das den Terrorismus unterst&uuml;tzt und in den vergangenen Jahrzehnten Tod und Zerst&ouml;rung nicht nur in der Region, sondern auf der ganzen Welt verbreitet hat&ldquo;.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die Person Muhammad Bin Salmans ist einer der Gr&uuml;nde, weshalb in westlichen Regierungen Sorge vor einer ungewollten Eskalation in der Region herrscht. Der Kronprinz, der als De-facto-Herrscher des K&ouml;nigreichs gilt, ist weitaus weniger zur&uuml;ckhaltend, vorsichtig und umsichtig als K&ouml;nig Salman oder seine Vorg&auml;nger. Unter seiner F&uuml;hrung begann Saudi-Arabien 2015 eine kostspielige Milit&auml;rkampagne im Jemen gegen die von Iran unterst&uuml;tzten Houthi-Rebellen, die auch nach Jahren kaum Erfolge gezeitigt hat.<\/p>\n<div data-gdpr-embedding data-gdpr-id=\"11\" data-gdpr-embedding-no-placeholder><!----><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">In den vergangenen Wochen haben die <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"98be617ee98a500462d1c7664fa7abf02c2bb218\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/huthi\">Houthi<\/a> ihre Angriffe auf Ziele in Saudi-Arabien verst&auml;rkt- sie verf&uuml;gen nach Erkenntnissen westlicher Geheimdienste dank iranischer Hilfe sowohl &uuml;ber Raketen als auch unbemannte Drohnen. Am Samstag teilte das saudische Milit&auml;r mit, abermals eine Drohne abgefangen zu haben. Zuvor waren am Freitag nach saudischen Angaben f&uuml;nf Houthi-Drohnen abgefangen worden, die unter anderem auf den im S&uuml;den des Landes gelegenen Flughafen von Abha zugesteuert seien. Am Mittwoch waren dort bei einem Raketenangriff mindestens 26 Zivilisten verletzt worden. Ein Houthi-Sprecher hat gedroht, Saudi-Arabien st&uuml;nden &bdquo;schmerzhafte Tage&ldquo; bevor, brachte dies aber nicht in Zusammenhang mit der Konfrontation mit Iran, sondern mit dem saudischen Jemen-Feldzug.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Unterdessen wurde bekannt, dass die Bundesregierung auch 2019 zahlreiche R&uuml;stungsexporte an Saudi-Arabien sowie andere am Jemen-Krieg beteiligte L&auml;nder genehmigt hat. Ende M&auml;rz hatte die gro&szlig;e Koalition den Exportstopp f&uuml;r R&uuml;stungsg&uuml;ter nach Saudi-Arabien verl&auml;ngert. Laut einer Antwort auf eine Anfrage der Gr&uuml;nen-Fraktion hat die Bundesregierung zwischen dem 1. Januar und dem 5. Juni jedoch Exporte im Volumen von 1,1 Milliarden Euro an sieben L&auml;nder, die der saudisch gef&uuml;hrten Kriegsallianz angeh&ouml;ren, genehmigt- darunter &bdquo;sondergesch&uuml;tzte Gel&auml;ndewagen&ldquo; f&uuml;r Saudi-Arabien im Wert von rund 800.000 Euro.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/saudi-arabien-fordert-nach-tanker-angriffen-verstaerkten-druck-auf-iran-16239749.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/saudi-arabien-fordert-nach-tanker-angriffen-verstaerkten-druck-auf-iran-16239749.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach den Angriffen auf zwei Tankschiffe im Golf von Oman ruft der saudische Energieminister zu \u201eschnellem und entschiedenem Handeln\u201c auf. 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