{"id":61621,"date":"2019-05-27T13:31:00","date_gmt":"2019-05-27T13:31:00","guid":{"rendered":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=61621"},"modified":"2019-06-03T08:50:12","modified_gmt":"2019-06-03T08:50:12","slug":"fahrbericht-mercedes-benz-eqc-dabei-sein-ist-erst-mal-alles","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=61621","title":{"rendered":"Fahrbericht Mercedes-Benz EQC: Dabei sein ist erst mal alles"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Mercedes setzt den GLC unter Strom und nennt ihn EQC.<\/div>\n<p class=\"post_description\">Mercedes-Benz will ein elektrisches Kapitel aufschlagen. Doch der EQC riecht nach Kompromiss. Abzuraten ist vom Blick unter die Motorhaube.<\/p>\n<p class=\"First atc-TextParagraph\" id=\"pageIndex_1\"><span class=\"atc-TextFirstLetter\">D<\/span>ie Entwicklung eines Elektroautos setzt eine Grundsatzentscheidung voraus: Soll ein eigenst&auml;ndiges Fahrzeug entstehen oder ein vorhandenes angepasst werden? F&uuml;r beides spricht etwas, Kosten, Charakter, Umsetzungsgeschwindigkeit, solche Dinge. In der Zentrale von <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"6988faa18ee9177044ae91b4438e9399c303166f\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/thema\/mercedes-benz\">Mercedes-Benz<\/a> d&uuml;rfte noch der Gedanke hinzugekommen sein, ob das batterieelektrische Vehikel &uuml;berhaupt der richtige Weg ist. Man mag sich die Debatten vorstellen, bis zur letzten Schraube durchdenkend jedenfalls, ein wenig endlos vielleicht, und dann ist der Beschluss gefasst worden: Wir fangen mal an und nehmen den GLC, den adretten Gel&auml;ndewagen, der sich nicht nur gl&auml;nzend verkauft, sondern auch als Allzweckwaffe dient.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Es gibt ihn mit Benzinmotor, mit Diesel, mit Brennstoffzelle und jetzt auch mit Batterie. EQC hei&szlig;t er, weil die ganze Reihe k&uuml;nftig EQ hei&szlig;t, gefolgt von der Typisierung. Und er soll also, das trostlose Zwischenspiel mit der B-Klasse vergessen wir mal, ein neues Kapitel in der Geschichte des Erfinders des Automobils aufschlagen. Mercedes hat als Ort erster intimerer Kontaktaufnahme Oslo gew&auml;hlt. Wer am Flughafen das Parkdeck betritt, wei&szlig; sogleich, warum. Alles voll mit <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"a1f3f2e697345040494e58acdbe6b10667276ea3\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/elektroauto\">Elektroautos<\/a>. Die werden in Norwegen kr&auml;ftig subventioniert, der zumeist aus Wasserkraft gewonnene Strom kostet nichts oder wenig, und auf der Autobahn sind h&ouml;chstens 110 km\/h erlaubt.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Im Land der klimaneutralen Entschleunigung ist der 4,76 Meter lange EQC also bestens aufgehoben, und die Solidit&auml;t, mit der auch dieser Mercedes aufwartet, &uuml;berzeugt. Das Abrollverhalten ist vorbildlich, innen herrscht Stille vor. Freilich l&auml;sst sich nicht verbergen, dass ein Kompromiss offeriert wird. Wegen der im Boden kauernden Akkus sitzt der Fahrer arg hoch, wer mehr als 1,85 Meter misst, pl&auml;ttet die F&ouml;hnfrisur. An den Seitenfenstern mussten die Designer einen schwarzen Streifen implantieren, um die entstandene Stufe zu kaschieren. Im Innenraum bewirkt der aus dem Armaturenbrett ragende Ringanker im ohnehin nicht luftigen GLC ein Gef&uuml;hl der Enge, das gegen die Idee des Elektroautos l&auml;uft, n&auml;mlich die nie gekannter Weite.<\/p>\n<div data-gdpr-embedding data-gdpr-id=\"11\" data-gdpr-embedding-no-placeholder><!----><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Abzuraten ist vom Blick unter die Motorhaube, wo verdeckt von einer Plastikhaube das Elektrizit&auml;tswerk haust. Es schaut aus wie aus dem Kosmos-Easy-Starterset und wird gest&uuml;tzt von einem schillernden Hilfsrahmen, den unser Heizungsbauer nicht schn&ouml;der h&auml;tte hinkriegen k&ouml;nnen. Das Teil soll Vibrationen und L&auml;rm eliminieren. Das tut es in der Tat, und zwar beeindruckend. Der EQC f&auml;hrt souver&auml;n, die beiden Asynchronmotoren sind quicklebendig und leise. Die Rekuperation ist via Lenkradpaddel einstellbar. 408 PS treffen auf 2,5 Tonnen Leergewicht, davon 650 Kilogramm Batterie. Bei 180 km\/h wird zum Schutze der Reichweite abgeregelt.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Der Akku hat 80 kWh Energiegehalt, was nach WLTP-Norm f&uuml;r 390 Kilometer gen&uuml;gen soll. Zum Laden ist eine Wallbox zu Hause unumg&auml;nglich, an ihr dauert es von Leer zu Voll etwa 11 Stunden. An der Haushaltssteckdose vergehen mehr als 30 Stunden. Mercedes sorgt sich um die Ausdauer der Batterie, f&uuml;r ein langes Leben soll sie m&ouml;glichst selten ausgereizt werden, die Kundschaft bekommt eine separate Anleitung an die Hand.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Unser Exemplar wies bewegt nach Art pensionierter Wikinger 27 kWh Durchschnittsverbrauch aus, das l&auml;sst unter deutschen Verh&auml;ltnissen Unerfreuliches bef&uuml;rchten. Der Basispreis liegt an der F&ouml;rderschwelle, ergibt 71.281 Euro inklusive Steuer. F&uuml;r die Einf&uuml;hrungsedition fordert Mercedes freilich 85.000 Euro. Im Handel ist der EQC von Oktober an. Und zur Orientierung: Ein souver&auml;ner GLC Diesel kostet 20.000 Euro weniger. Der Hochlauf in der Fabrik ist sachter als &uuml;blich, und weil die Norweger schon 2000 St&uuml;ck geordert haben, werden deutsche Interessenten in diesem Jahr weitgehend leer ausgehen.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Wom&ouml;glich lohnt es ohnehin, zwei Jahre zu warten. Dann kommt der EQS, die elektrische S-Klasse. Die ist von Anfang an auf spannende Zeiten eingestellt.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/motor\/fahrbericht-mercedes-benz-eqc-alles-zum-elektroauto-16196040.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/motor\/fahrbericht-mercedes-benz-eqc-alles-zum-elektroauto-16196040.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mercedes-Benz will ein elektrisches Kapitel aufschlagen. Doch der EQC riecht nach Kompromiss. 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