{"id":60407,"date":"2019-04-28T07:59:12","date_gmt":"2019-04-28T07:59:12","guid":{"rendered":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=60407"},"modified":"2019-05-06T10:11:09","modified_gmt":"2019-05-06T10:11:09","slug":"schutzmasnahmen-seltene-wildbienen-nisten-in-offenbach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=60407","title":{"rendered":"Schutzma\u00dfnahmen: Seltene Wildbienen nisten in Offenbach"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Harte Zeiten: Wildbienen fehlt es an Nahrung und Nistpl&auml;tzen.<\/div>\n<p class=\"post_description\">In Offenbach nisten seltene Wildbienen. Zum Schutz sperrt das Umweltamt die Gr&uuml;nfl&auml;chen am Friedrichsweiher ab. Experten haben Tipps, wie man die gef&auml;hrdete Art unterst&uuml;tzen kann.<\/p>\n<p class=\"First atc-TextParagraph\" id=\"pageIndex_1\"><span class=\"atc-TextFirstLetter\">D<\/span>ie vom Aussterben bedrohten Wildbienen sind an den Offenbacher Friedrichsweiher zur&uuml;ckgekehrt. Sie haben offenbar auf den Gr&uuml;nfl&auml;chen rund um das Gew&auml;sser geeignete Nistpl&auml;tze gefunden. Inzwischen sind dort zahlreiche verschiedene Wildbienenarten wie Mauerbienen und Sandbienen zu beobachten, wie das Offenbacher Amt f&uuml;r Umwelt, Energie und Klimaschutz meldet.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Um die Bienen ungest&ouml;rt dem Brutgesch&auml;ft nachgehen zu lassen, wird daher die Fl&auml;che, auf der sich die Insekten angesiedelt haben, vor&uuml;bergehend gesperrt. Denn anders als die sogenannten staatenbildenden Bienen, meistens als Honigbienen bezeichnet, nisten Wildbienen in unterirdischen Brutr&ouml;hren, nicht in St&ouml;cken oder in Nestern, die in B&auml;umen h&auml;ngen. Auch auf der Partnersuche fliegen sie meistens nah &uuml;ber dem Boden. Daher laufen sie Gefahr, durch unachtsame Spazierg&auml;nger Schaden zu nehmen, wie das Umweltamt weiter wissen l&auml;sst.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Sind die Bienen auf ihrer Suche erfolgreich, verschwinden sie in einer der Brutr&ouml;hren. In diese Hohlr&auml;ume werden Bl&uuml;tenpollen transportiert, um darauf ein Ei abzulegen. Anschlie&szlig;end wird jede einzelne Kammer mit Lehm verschlossen. Dort entwickeln sich Larven und Puppen, die bis zum Fr&uuml;hjahr &uuml;berdauern.<\/p>\n<p>&#8211;&gt;<\/p>\n<div data-gdpr-embedding data-gdpr-id=\"11\" data-gdpr-embedding-no-placeholder><!----><\/p>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">Harmlos, n&uuml;tzlich und bedroht<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Wildbienen &auml;hneln den Angaben zufolge zwar den verwandten Honigbienen, Wespen und Hornissen, sie leben aber allein und bilden keine Staaten, die sie zu verteidigen h&auml;tten. Sie fl&uuml;chten eher, wenn sie sich bedroht f&uuml;hlen, wie die Fachleute des Umweltamtes berichten. Von ihrem Stachel machen sie allenfalls dann Gebrauch, wenn sie festgehalten werden. Bei vielen Wildbienen, wie der Sandbiene, ist der Stachel zu schwach, um die menschliche Haut &uuml;berhaupt zu durchdringen. Heike Hollerbach, Leiterin des Offenbacher Umweltamtes, versichert denn auch: &bdquo;Diese Tiere sind absolut harmlose, n&uuml;tzliche Bl&uuml;tenbesucher, die wegen der Zerst&ouml;rung ihrer nat&uuml;rlichen Lebensr&auml;ume neue Nistst&auml;tten in der Stadt suchen und hoffentlich finden.&ldquo;<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Hollerbach weist darauf hin, dass die Wildbienen unter besonderem Schutz stehen. Sie seien auch deshalb so wertvoll f&uuml;r das &Ouml;kosystem, weil sie viele Pflanzenarten best&auml;ubten, die zum Teil von der Honigbiene gemieden w&uuml;rden. In wenigen Wochen, wenn die Bienen ihre Eier abgelegt haben und die Brutr&ouml;hren wieder verschlossen sind, werden die Fl&auml;chen wieder f&uuml;r die B&uuml;rger freigegeben. Das Umweltamt bittet ausdr&uuml;cklich darum, auch dann R&uuml;cksicht auf die Wildbienen zu nehmen und das Treiben der Tiere nur aus angemessener Entfernung zu beobachten.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">&bdquo;Wer die N&uuml;tzlinge unterst&uuml;tzen und ihnen bessere Lebensbedingungen erm&ouml;glichen m&ouml;chte, kann ihnen k&uuml;nstliche Nistpl&auml;tze bauen&ldquo;, erl&auml;utert Laura Popp, Biologin der Unteren Naturschutzbeh&ouml;rde. Acht bis zehn Zentimeter dicke Holzscheite, in die L&ouml;cher von sechs bis acht Millimeter Durchmesser gebohrt werden, k&ouml;nnen zu diesem Zweck im Garten aufgestellt oder aufgeh&auml;ngt werden. &bdquo;Stechattacken&ldquo; seien in keinem Fall zu bef&uuml;rchten.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/leben-gene\/schutzmassnahmen-seltene-wildbienen-nisten-in-offenbach-16159551.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/leben-gene\/schutzmassnahmen-seltene-wildbienen-nisten-in-offenbach-16159551.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Offenbach nisten seltene Wildbienen. Zum Schutz sperrt das Umweltamt die Gr\u00fcnfl\u00e4chen am Friedrichsweiher ab. 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