{"id":59818,"date":"2019-04-10T13:15:04","date_gmt":"2019-04-10T13:15:04","guid":{"rendered":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=59818"},"modified":"2019-04-15T17:00:05","modified_gmt":"2019-04-15T17:00:05","slug":"kosmische-entdeckung-das-erste-bild-eines-schwarzen-lochs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=59818","title":{"rendered":"Kosmische Entdeckung: Das erste Bild eines Schwarzen Lochs"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Das Schwarze Loch befindet sich im Zentrum der Galaxie Messier 87<\/div>\n<p class=\"post_description\">Dem Event Horizon Telescope ist die erste Aufnahme des &bdquo;Schattens&ldquo; eines Schwarzen Lochs gelungen. Das abgebildete Objekt im Zentrum der Galaxie M87 entspricht in verbl&uuml;ffendem Ma&szlig; den Erwartungen.<\/p>\n<p class=\"First atc-TextParagraph\" id=\"pageIndex_1\"><span class=\"atc-TextFirstLetter\">D<\/span>as &bdquo;Event Horizon Telescope&rdquo; (EHT) hat das erste Bild des &bdquo;Schattens&rdquo; eines Schwarzen Lochs pr&auml;sentiert: es zeigt das supermassereiche Schwarze Loch im Zentrum der elliptischen Galaxie M87, die sich in einer Entfernung von rund 54 Millionen Lichtjahren im Virgo-Galaxienhaufen befindet. Auf dem Bild, das im spektralen Radiobereich bei einer Wellenl&auml;nge von 1,3 Millimetern von acht Observatorien in Nord- und S&uuml;damerika, Europa und der Antarktis aufgenommen wurde, ist um den dunklen &bdquo;Schatten&ldquo; herum eine ringf&ouml;rmige Struktur zu sehen, die im S&uuml;den heller erscheint als im Norden, und in verbl&uuml;ffendem Ma&szlig; den theoretischen Erwartungen entspricht. Der Vergleich der Beobachtung mit Modellen legt nahe, dass das <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/thema\/schwarzes-loch\" title=\"Schwarzes Loch\">Schwarze Loch<\/a> von der Erde aus gesehen im Uhrzeigersinn rotiert und eine Masse von rund 6,5 Milliarden Sonnenmassen besitzt.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die vom EHT aufgenommene Strahlung stammt von Elektronen, die sich im hei&szlig;en Plasma um das Schwarze Loch bewegen und Synchrotronstrahlung, insbesondere bei Wellenl&auml;ngen vom Radiobereich bis ins ferne Infrarot, aussenden. Um das Bild des EHT zu verstehen, muss man sich vor Augen f&uuml;hren, dass sich das Licht in der N&auml;he eines Schwarzen Lochs auf gekr&uuml;mmten Bahnen bewegt. Bei einem gewissen Abstand vom Schwarzen Loch ist die Kr&uuml;mmung der Lichtpfade so gro&szlig;, dass sich das Licht auf einer geschlossenen Sph&auml;re bewegt. Dieser Abstand wird als &bdquo;Photoneneinfangradius&ldquo; bezeichnet und ist im einfachsten Fall eines nicht-rotierenden und ungeladenen Schwarzen Lochs etwa f&uuml;nfmal so gro&szlig; wie der Ereignishorizont. Innerhalb dieses Radius sieht ein entfernter Beobachter Dunkelheit.<\/p>\n<div data-gdpr-embedding data-gdpr-id=\"11\" data-gdpr-embedding-no-placeholder><!----><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die Projektion dieses dunklen Bereiches wird als &bdquo;Schatten&ldquo; bezeichnet, wobei die Projektion selbst wiederum dem Einfluss des Schwarzen Lochs unterworfen ist, das gem&auml;&szlig; der Relativit&auml;tstheorie wie eine optische Linse fungiert. Genauso wird die Strahlung des Gases der Akkretionsscheibe &ndash; des in das Schwarze Loch hinein strudelnden Gases &ndash; vom Gravitationsfeld beeinflusst. So ist Gas, das sich hinter dem Schwarzen Loch befindet, oberhalb und unterhalb des Schattens sichtbar, &auml;hnlich wie man es animiert im Film &bdquo;Interstellar&ldquo; sehen konnte. Bei rotierenden Schwarzen L&ouml;chern wie dem in M87 hat der Schatten eine kompliziertere Struktur und ist nicht l&auml;nger kreisf&ouml;rmig, sondern erinnert eher an &bdquo;D&ldquo;.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die angewandte Beobachtungstechnik wird &bdquo;Interferometrie mit langen Basisl&auml;ngen&ldquo; genannt und z&auml;hlt zu den kompliziertesten der Astronomie. Die Bearbeitung der Daten hat seit ihrer Aufnahme zwei Jahre in Anspruch genommen. In Europa waren an der Entdeckung unter anderem das Max-Planck-Institut f&uuml;r Radioastronomie in Bonn, die Goethe-Universit&auml;t Frankfurt, das Institut f&uuml;r Radioastronomie im Millimeterbereich (Iram) und die Radboud Universit&auml;t Nijmegen beteiligt.<\/p>\n<p>&#8211;&gt;<\/p>\n<div data-gdpr-embedding data-gdpr-id=\"11\" data-gdpr-embedding-no-placeholder><!----><\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/weltraum\/das-eht-hat-das-erste-bild-eines-schwarzen-lochs-veroeffentlicht-16133990.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/weltraum\/das-eht-hat-das-erste-bild-eines-schwarzen-lochs-veroeffentlicht-16133990.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dem Event Horizon Telescope ist die erste Aufnahme des \u201eSchattens\u201c eines Schwarzen Lochs gelungen. 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