{"id":59207,"date":"2019-03-27T16:07:00","date_gmt":"2019-03-27T16:07:00","guid":{"rendered":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=59207"},"modified":"2019-04-01T10:53:45","modified_gmt":"2019-04-01T10:53:45","slug":"experiment-biomex-kleinorganismen-uberleben-stresstest-im-all","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=59207","title":{"rendered":"Experiment Biomex: Kleinorganismen \u00fcberleben Stresstest im All"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Zwei Kosmonauten entfernen auf der ISS die Schutzabdeckung der Versuchsplattform &bdquo;Expose-R&ldquo;, zu der das Experiment &bdquo;Biomex&ldquo; geh&ouml;rt. Danach waren die Bioproben 18 Monate schutzlos den Bedingungen des Weltraums ausgesetzt.<\/div>\n<p class=\"post_description\">Bakterien, Algen, Flechten und Pilzsporen waren 18 Monate lang auf der Internationalen Raumstation den lebensfeindlichen Bedingungen des Weltraums ausgesetzt &#8211; und haben sich erstaunlich robust erwiesen.<\/p>\n<p class=\"First atc-TextParagraph\" id=\"pageIndex_1\"><span class=\"atc-TextFirstLetter\">E<\/span>infache Organismen, die auf der Erde extremen Umweltbedingungen trotzen, k&ouml;nnten prinzipiell auch auf anderen Himmelsk&ouml;rpern und Planeten wie dem Mars existieren. Das legen die Ergebnisse eines Experiments auf der Internationalen Raumstation <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"bc4c89f82eab57bc70028d06c338255b69e5dd4a\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/thema\/iss\">ISS<\/a> nahe, bei dem lebende Mikroben 18 Monate lang einem Stresstest im Weltraum unterzogen wurden.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Bei dem vom Deutschen Zentrum f&uuml;r Luft- und Raumfahrt koordinierten Experiment &bdquo;Biomex&ldquo; (Biology and Mars Experiment) waren zahlreiche Proben unterschiedlicher Organismen wie Bakterien, Algen, Flechten und Pilze auf einer Au&szlig;enplattform der ISS insgesamt 533 Tage lang intensiver Strahlung und extremen Temperaturunterschieden und dem Vakuum des erdnahen Weltraums ausgesetzt. Die Proben wurden 2016 mit einer Sojus-Kapsel wieder zur&uuml;ck zur Erde gebracht und anschlie&szlig;end in den Laboren der an dem Projekt beteiligten Partnerl&auml;nder untersucht. Nun haben die DLR-Wissenschaftler die Resultate der Analysen pr&auml;sentiert.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">&bdquo;Einige der Organismen und Biomolek&uuml;le haben im offenen Weltraum eine enorme Strahlungsresistenz gezeigt und kehrten tats&auml;chlich als &Uuml;berlebende aus dem All zur Erde zur&uuml;ck&ldquo;, erl&auml;uterte Jean-Pierre Paul de Vera vom DLR-Institut f&uuml;r Planetenforschung in Berlin-Adlershof.<\/p>\n<div data-gdpr-embedding data-gdpr-id=\"11\" data-gdpr-embedding-no-placeholder><!----><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die Forscher haben unter anderem Arch&auml;en untersucht, also einzellige Mikroorganismen, wie es sie auf der Erde seit &uuml;ber dreieinhalb Milliarden Jahren im salzigen Meerwasser gibt.  Solche Einzeller k&ouml;nnte sich der Astrobiologe  de Vera auch  auf dem Mars vorstellen.<\/p>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">Daten f&uuml;r den europ&auml;isch-russischen Marsrover<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">&bdquo;Das bedeutet freilich noch lange nicht, dass Leben auch wirklich auf dem Mars existiert&ldquo;, schr&auml;nkte de Vera ein. &bdquo;Aber die Suche danach ist nun mehr denn je die st&auml;rkste Triebfeder f&uuml;r die n&auml;chste Generation von Raumfahrtmissionen zum Mars.&ldquo; Bislang gibt es allerdings keinen Hinweis auf irgendwelche Lebensspuren auf unserem Nachbarplaneten. Zwar zeigten Raumsonden in der Umlaufbahn und mobile Labore auf der Marsoberfl&auml;che, dass wichtige Voraussetzungen f&uuml;r Leben auch noch heute auf dem Mars vorhanden sind &ndash; eine Atmosph&auml;re, die Existenz von Elementen wie Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Schwefel oder Phosphor. Und auch Wasser gebe es auf dem Roten Planten &ndash; zumindest in Form von Eis. Doch Organismen selbst oder deren Stoffwechselprodukte haben die Detektoren der Marssonden bisher nicht registrieren k&ouml;nnen.<\/p>\n<div data-gdpr-embedding data-gdpr-id=\"11\" data-gdpr-embedding-no-placeholder><!----><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\"><a href=\"https:\/\/www.liebertpub.com\/doi\/pdfplus\/10.1089\/ast.2018.1897\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Die &bdquo;Biomex&ldquo;-Ergebnisse <\/a>w&uuml;rden auch eine Hypothese st&auml;rken, die unter Wissenschaftlern seit Jahrzehnten diskutiert wird und bei der Frage eine Rolle spielt, wie das Leben vor 3,8 Milliarden Jahren auf die Erde gelangt sein k&ouml;nnte. Die sogenannte Panspermia-Theorie besagt, dass Organismen auf dem fr&uuml;hen Mars existierten und durch einen Asteroideneinschlag mit dem dabei weggeschleuderten Gestein von dem Planeten ins innere des Sonnensystems bef&ouml;rdert wurden. Dort kollidierten manche Gesteinsbrocken als Meteoriten mit unserer Erde, wo sich die Organismen schlie&szlig;lich weiterentwickelt haben.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die Resultate von Biomex sind zudem f&uuml;r k&uuml;nftige Marsmissionen von Bedeutung. Im kommenden Jahr will die europ&auml;ische Raumfahrtagentur Esa gemeinsam ihrem russischen Partner &bdquo;Roskosmos&ldquo; im Rahmen der ExoMars-Mission einen Rover auf den Weg bringen, der auf dem Roten Planeten gezielt nach Spuren von Leben suchen soll. Die Daten von Biomex k&ouml;nnten bei der Identifikation und Zuordnung der Signale helfen, die der Rover registrieren wird.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/weltraum\/astrobiologisches-experiment-biomex-mikroorganismen-ueberleben-den-stresstest-im-all-16110736.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/weltraum\/astrobiologisches-experiment-biomex-mikroorganismen-ueberleben-den-stresstest-im-all-16110736.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bakterien, Algen, Flechten und Pilzsporen waren 18 Monate lang auf der Internationalen Raumstation den lebensfeindlichen Bedingungen des Weltraums ausgesetzt &#8211; und haben sich erstaunlich robust erwiesen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":59225,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[430,429],"tags":[5846,1299,16791,16793,5432,10359,16792],"class_list":["post-59207","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-weltraum","category-wissen","tag-dlr","tag-iss","tag-jean-pierre-paul","tag-kleinorganismus","tag-mars","tag-mikroorganismus","tag-organismus"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/59207","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=59207"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/59207\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/59225"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=59207"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=59207"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=59207"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}