{"id":59202,"date":"2019-03-26T14:17:55","date_gmt":"2019-03-26T14:17:55","guid":{"rendered":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=59202"},"modified":"2019-04-01T10:52:58","modified_gmt":"2019-04-01T10:52:58","slug":"der-teuerste-kaffee-londons-mit-einem-hauch-von-traube-und-honig-waldbeeren-und-bergamotte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=59202","title":{"rendered":"Der teuerste Kaffee Londons: Mit einem Hauch von Traube und Honig, Waldbeeren und Bergamotte"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Alain Ducasse bringt Kaffeekultur nach London. Dass das seinen Preis hat, versteht sich von selbst.<\/div>\n<p class=\"post_description\">Im neuen Caf&eacute; von Alain Ducasse hinter King&rsquo;s Cross wird der teuerste Filterkaffee Londons serviert. Ist er sein Geld wert?<\/p>\n<p class=\"First atc-TextParagraph\" id=\"pageIndex_1\"><span class=\"atc-TextFirstLetter\">V<\/span>or nicht allzu langer Zeit musste man in dem sch&auml;bigen Gebiet um den Londoner Bahnhof Kings&rsquo;s Cross vor Kriminellen auf der Hut sein. Die Entscheidung, den Eurostar-Terminal in den benachbarten St.-Pancras-Bahnhof zu verlegen, f&uuml;hrte nicht nur dazu, dass die alte Pracht des in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts noch vom Abriss bedrohten neugotischen Bauwerks wiederhergestellt wurde.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Sie gab auch den Ansto&szlig; f&uuml;r die Sanierung des verkommenen viktorianischen Umschlag- und Industrieareals hinter King&rsquo;s Cross. Wo einst Drogen und Sex gehandelt wurden, k&ouml;nnen Besucher jetzt inmitten eines Komplexes mit Wohn- und B&uuml;roblocks, mit einer Kunsthochschule, mit Brunnenanlagen und einem gehobenen Einkaufzentrum in zwei von dem Stardesigner Thomas Heatherwick umgestalteten viktorianischen Kohlelagern f&uuml;r f&uuml;nfzehn Pfund die wohl teuerste Tasse Filterkaffee der Stadt genie&szlig;en.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Obwohl die elf Barhocker in dem engen Lokal unter den ehemaligen Eisenbahnb&ouml;gen nicht zum Verweilen einladen, ist der Genuss nichts f&uuml;r Passanten, die sich mit einem eiligen Koffeinstoss wachr&uuml;tteln wollen. Denn das j&uuml;ngst er&ouml;ffnete Boutique-Caf&eacute; des vielfach besternten franz&ouml;sischen Kochs Alain Ducasse unterzieht die in seiner eigenen R&ouml;sterei in Paris ger&ouml;steten Bohnen aus dem kriegsversehrten Jemen einem Ablauf, der wie eine Mischung aus Teezeremonie und Weinprobe anmutet. Mit der Pr&auml;zision eines Laboranten wiegt der Kaffeesommelier &ndash; oder &bdquo;Cafelier&ldquo;, wie er sich nennt &ndash; 16,5 Gramm der kostbaren Ernte und reicht sie nach dem Mahlen dem Kunden &uuml;ber die Theke, damit dieser die D&uuml;fte riechen kann: Traube und Honig, Waldbeeren und Bergamotte suggeriert der Cafelier. Dann gie&szlig;t er zweihundertf&uuml;nfzig Milliliter auf 91 Grad geheizten Wassers mit Kreisbewegungen nach und nach durch den Filter in eine Glaskaraffe.<\/p>\n<div data-gdpr-embedding data-gdpr-id=\"11\" data-gdpr-embedding-no-placeholder><!----><\/p>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">Gemessen am Spitzenangebot ein Schn&auml;ppchen<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Wie beim Wein entfaltet sich das Aromaspektrum beim Abk&uuml;hlen, weshalb der Cafelier empfiehlt, die teefarbene Fl&uuml;ssigkeit schl&uuml;ckchenweise und mit l&auml;ngeren Pausen zu trinken. Dazu werden ein Miniriegel dunkle Schokolade und eine Madeleine frisch aus dem Ofen gereicht. <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"0f34de9e95f827733918cacc35f025bb9958ce47\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/milch\">Milch<\/a> ist zum Filterkaffee tabu. Die aus der Normandie importierte biodynamische Milch gibt es nur zum Cappuccino oder zur hei&szlig;en Schokolade aus Madagaskar.<\/p>\n<p>&#8211;&gt;<\/p>\n<div data-gdpr-embedding data-gdpr-id=\"11\" data-gdpr-embedding-no-placeholder><!----><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Diese sind, ebenso wie ein Cascara, der Tee aus den Schalen der Kaffeekirsche, gemessen am Spitzenangebot ein Schn&auml;ppchen. Wer sich f&uuml;r eine Mischung aus &auml;thiopischen, costaricanischen und burundischen Bohnen entscheidet, kommt freilich schon f&uuml;r 3,50 Pfund in den Gourmet-Genuss, bevor er im Gesch&auml;ft nebenan der Verf&uuml;hrung des Schokoladenangebots erliegt.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Alain Ducasse hat vor einigen Jahren begonnen, sich mit Kaffee und Schokolade zu besch&auml;ftigen. Warum eigentlich, fragte er sich, erreichen ausgerechnet Kaffee und Nachtisch, die eine Mahlzeit abrunden sollen, fast nie das Niveau des vorausgehenden Men&uuml;s &ndash; obwohl sie sich als die letzten beiden gustatorischen Erfahrungen doch besonders nachhaltig in der Erinnerung einnisten. Im Coal Drop&rsquo;s Yard rei&szlig;en sie nun die ganze Aufmerksamkeit an sich.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/stil\/essen-trinken\/der-teuerste-kaffee-londons-im-cafe-von-alain-ducasse-16097587.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/stil\/essen-trinken\/der-teuerste-kaffee-londons-im-cafe-von-alain-ducasse-16097587.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im neuen Caf\u00e9 von Alain Ducasse hinter King\u2019s Cross wird der teuerste Filterkaffee Londons serviert. 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