{"id":58484,"date":"2019-03-14T15:20:52","date_gmt":"2019-03-14T15:20:52","guid":{"rendered":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=58484"},"modified":"2019-03-18T08:51:27","modified_gmt":"2019-03-18T08:51:27","slug":"zukunft-der-europaischen-union-das-haupthindernis-ist-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=58484","title":{"rendered":"Zukunft der Europ\u00e4ischen Union: Das Haupthindernis ist Deutschland"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Die Silhouette des Brandenburger Tors in Berlin<\/div>\n<p class=\"post_description\">Auf dem Weg zur Politischen Union sollte die EU nicht am deutschen, sondern am britischen Wesen genesen &ndash; und eine vollst&auml;ndige Parlaments-, Verteidigungs- und Fiskalunion schaffen. Ein Essay zur Einstimmung auf die &bdquo;Denk ich an Deutschland&ldquo;-Konferenz.<\/p>\n<p class=\"First atc-TextParagraph\" id=\"pageIndex_1\"><strong><em>Am 15. M&auml;rz 2019 veranstalten die F.A.Z. und die Alfred Herrhausen Gesellschaft die zehnte &bdquo;Denk ich an Deutschland&ldquo;-Konferenz zum Thema &bdquo;Was glauben wir eigentlich, wer wir sind? Das deutsche Selbstbewusstsein in einem bewegten Europa.&ldquo;<\/em><\/strong> <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/denk-ich-an-deutschland\/\"><strong><em>Weitere Informationen und das vollst&auml;ndige Programm finden Sie hier.<\/em><\/strong><\/a><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Auf den ersten Blick scheint die Stellung Deutschlands in der Welt st&auml;rker zu sein denn je. Trotz einiger Schwankungen in der j&uuml;ngsten Zeit dominiert die deutsche Wirtschaft Europa. Nach der Anerkennung der deutschen Fiskalregeln in der Eurozone wird nun, wie es in dem ber&uuml;hmten Ausspruch Volker Kauders, des langj&auml;hrigen Vorsitzenden der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion, hie&szlig;, &bdquo;in Europa Deutsch gesprochen&ldquo;, wenngleich zuweilen mit einem recht sonderbaren Akzent. <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"075578cc1efb7cc55f229a886d99c0cfd4bb8f88\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/angela-merkel\">Angela Merkel<\/a>, die vielfach als die &bdquo;F&uuml;hrerin der freien Welt&ldquo; gepriesen wird, seit diese Position aufgrund der Wahl Donald Trumps verwaist ist, wurde k&uuml;rzlich von ihrer &bdquo;Basis&ldquo;, der M&uuml;nchener Sicherheitskonferenz, ausgiebig mit Beifall bedacht. Deutschland sei, so behaupten manche, zur &bdquo;unentbehrlichen Nation&ldquo; in Europa geworden.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die anscheinend f&uuml;hrende Rolle Deutschlands steht in deutlichem Kontrast zu dem offensichtlich erb&auml;rmlichen Schauspiel, das Gro&szlig;britannien bei seinem Versuch bietet, aus der Europ&auml;ischen Union auszutreten. Die orientierungslose F&uuml;hrung, die Gefahr einer Abspaltung Nordirlands und Schottlands sowie die wachsenden wirtschaftlichen Probleme lassen das Land schlecht dastehen im Vergleich zur Bundesrepublik Deutschland. Diese hat es anscheinend geschafft, die Beziehungen zwischen den verschiedenen Regionen untereinander und das Verh&auml;ltnis zwischen dem Nationalstaat und der <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"9fc100f4f3574fbb952072eb333eee33a582a1ed\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/europaeische-union\">EU<\/a> weitaus besser zu gestalten. Die Briten, so k&ouml;nnte man meinen, bleiben in ihrer Geschichte gefangen, w&auml;hrend die Deutschen die ihre im Griff haben.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Es ist durchaus m&ouml;glich, wenngleich eher unwahrscheinlich, dass Gro&szlig;britannien nach dem Brexit stagnieren oder die EU gar nicht verlassen wird. Aber in Wirklichkeit ist nicht das Vereinigte K&ouml;nigreich, sondern die Bundesrepublik heute &uuml;berfl&uuml;ssig und das Haupthindernis f&uuml;r die politische Union, die das europ&auml;ische Festland so dringend ben&ouml;tigt. Um die Gr&uuml;nde zu verstehen, m&uuml;ssen wir uns an die vollkommen unterschiedlichen historischen Ausgangspunkte erinnern.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Deutschland war &ndash; um es mit einem von fr&uuml;heren Generationen h&auml;ufig benutzten Wort zu sagen &ndash; gelegentlich der Hammer Europas, aber in der Regel dessen Amboss. Das Land liegt an den Kreuzungspunkten des Kontinents und wurde immer wieder von feindlichen Armeen durchzogen und verw&uuml;stet. Reichtum und milit&auml;rische St&auml;rke machten Deutschland zu einer beliebten Beute und zugleich zu einem potentiellen Hegemon. In der fr&uuml;hen Neuzeit versuchten ausl&auml;ndische Akteure, das Gebiet an sich zu bringen oder wenigstens zu verhindern, dass es an andere fiel. Auch galt es als unumst&ouml;&szlig;licher Grundsatz, dass derjenige, der Deutschland kontrollierte, ob nun eine ausl&auml;ndische Macht oder die Deutschen selbst, der &bdquo;Universalherrscher&ldquo; Europas w&uuml;rde.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/die-gegenwart\/eu-deutschland-ist-haupthindernis-auf-weg-zu-politischer-union-16081615.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/die-gegenwart\/eu-deutschland-ist-haupthindernis-auf-weg-zu-politischer-union-16081615.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf dem Weg zur Politischen Union sollte die EU nicht am deutschen, sondern am britischen Wesen genesen \u2013 und eine vollst\u00e4ndige Parlaments-, Verteidigungs- und Fiskalunion schaffen. 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