{"id":58362,"date":"2016-03-08T15:59:19","date_gmt":"2016-03-08T15:59:19","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=58362"},"modified":"2019-03-11T10:15:54","modified_gmt":"2019-03-11T10:15:54","slug":"schatze-im-bernstein-giftige-schonheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=58362","title":{"rendered":"Sch\u00e4tze im Bernstein: Giftige Sch\u00f6nheit"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Strychnos electri, vor 20 bis 30 Millionen Jahren in trocknenden nPflanzenharz eingeschlossen.<\/div>\n<p class=\"post_description\">Ein Juwel nicht nur f&uuml;r Botaniker: Die Entdeckung einer Strichnin liefernden Bl&uuml;te in einem Klumpen ausgetrockneten Pflanzenharzes l&auml;sst weit in die Vergangenheit zur&uuml;ck blicken.<\/p>\n<p class=\"First atc-TextParagraph\" id=\"pageIndex_1\"><span class=\"atc-TextFirstLetter\">B<\/span>ernstein ist f&uuml;r Biologen ein einzigartiges Archiv der Natur. Viele Fundst&uuml;cke enthalten Einschl&uuml;sse, die Zeugnis von l&auml;ngst ausgestorbenen Lebensformen ablegen. In den ausgeh&auml;rteten Harzklumpen bestens gesch&uuml;tzt, k&ouml;nnen etwa Insekten oder Pflanzenteile mitunter viele Millionen Jahre verbl&uuml;ffend gut erhalten bleiben. Solche Inklusen liefern das Anschauungsmaterial f&uuml;r ganze Bildb&auml;nde auf Hochglanzpapier. K&uuml;nftige Auflagen d&uuml;rften schwer um Abbildungen jener Einschl&uuml;sse herumkommen, &uuml;ber die jetzt Biologen aus den Vereinigten Staaten in der Zeitschrift &bdquo;Nature Plants&ldquo; berichten.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Es handelt sich hierbei um zwei Bl&uuml;ten, konserviert in sch&auml;tzungsweise 20 bis 30 Millionen Jahre altem Bernstein aus der Dominikanischen Republik. Mit einer Kronenl&auml;nge von rund einem Zentimeter sind sie recht zierlich. Gleichwohl lassen sich die f&uuml;r eine Bl&uuml;te wesentlichen Teile wie Staubbl&auml;tter und Narbe klar erkennen. Sogar das Foto einzelner Pollenk&ouml;rner an einem Staubbeutel k&ouml;nnen George Poinar von der Oregon State University in Corvallis und Lena Struwe von der Rutgers University in New Brunswick (New Jersey) vorweisen. Die beiden Forscher sind sich sicher, dass die Bl&uuml;te zu einer Spezies aus der Gattung Strychnos, den Brechn&uuml;ssen, geh&ouml;rt. Als Lieferanten starker Gifte wie Strychnin und Curare sind Strychnos-Arten auch &uuml;ber Botanikerkreise hinaus bekannt bis ber&uuml;chtigt. Nicht von der Hand zu weisen ist daher die Vermutung von Poinar und Struwe, auch der nun entdeckte fossile Vertreter sei giftig gewesen. Bemerkenswert ist die als Strychnos electri (nach dem altgriechischen Wort f&uuml;r Bernstein) benannte Spezies nicht zuletzt deshalb, weil sie zu den astern&auml;hnlichen Pflanzen geh&ouml;rt. Diese Gruppe umfasst rund 80 000 Arten und somit etwa ein Drittel aller Pflanzenspezies, darunter wichtige Nutzpflanzen wie Kartoffeln, Tomaten und Kaffee. Fossile Belege sind aber ausgerechnet f&uuml;r Astern&auml;hnliche recht rar. So gesehen, ist die nun in Dominikanischen Bernstein entdeckte Sch&ouml;nheit ein besonderes Juwel f&uuml;r Botaniker.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/natur\/schaetze-im-bernstein-giftige-schoenheit-14098449.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/natur\/schaetze-im-bernstein-giftige-schoenheit-14098449.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Juwel nicht nur f\u00fcr Botaniker: Die Entdeckung einer Strichnin liefernden Bl\u00fcte in einem Klumpen ausgetrockneten Pflanzenharzes l\u00e4sst weit in die Vergangenheit zur\u00fcck blicken.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":58383,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[447,429],"tags":[16030,16032,16031],"class_list":["post-58362","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-natur","category-wissen","tag-george-poinar","tag-harzklumpen","tag-lena-struwe"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/58362","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=58362"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/58362\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/58383"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=58362"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=58362"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=58362"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}