{"id":57887,"date":"2017-03-02T16:10:52","date_gmt":"2017-03-02T16:10:52","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=57887"},"modified":"2019-03-04T10:00:03","modified_gmt":"2019-03-04T10:00:03","slug":"osmo-mobile-von-dji-im-test-gegen-das-zittern-hilft-ein-zauberstab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=57887","title":{"rendered":"Osmo Mobile von DJI im Test: Gegen das Zittern hilft ein Zauberstab"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Stabil: Smartphone mit Osmo Mobile<\/div>\n<p class=\"post_description\">Kameram&auml;nner und Drohnenpiloten kennen die Wunderwaffe gegen zitterige Aufnahmen schon seit Jahren. Das sogenannte Gimbal kommt nun auch bei Smartphones zum Einsatz.<\/p>\n<p class=\"First atc-TextParagraph\" id=\"pageIndex_1\"><span class=\"atc-TextFirstLetter\">D<\/span>rohnen fliegen mit hoher Geschwindigkeit durch die Luft und liefern trotzdem ruckelfreie Videos. M&ouml;glich macht das der Stabilisator, der sogenannte Gimbal, er tr&auml;gt die Kamera und gleicht Wackler stetig mit kleinen Motoren aus. Auch die Kamerahand zittert mitunter. Da liegt die Idee nahe, Technik aus der Drohnenwelt dem Kameramann auf der Erde zur Verf&uuml;gung zu stellen. Beim Drohnenhersteller DJI hei&szlig;t der Zauberstab Osmo. Statt wie bisher eine Kamera kann der Osmo Mobile jetzt ein Smartphone stabil halten. Das Smartphone darf allerdings nicht f&uuml;r die Halterung zu klein sein. Beim <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"a0de5b210e8c1bb61763b59746fb4de57208b18a\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/thema\/iphone\">iPhone<\/a> klappt es erst ab der f&uuml;nften Generation.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">In wenigen Schritten ist man startklar. Das Smartphone wird eingeklemmt und ins Gleichgewicht gebracht. Erforderlich ferner: die zugeh&ouml;rige App und Bluetooth. Sofort geht der Osmo Mobile nach dem Einschalten in Habachtstellung. Mit einem kurzen Ruck wird das Phone in die Startposition gedreht. Wir sp&uuml;ren in unserer Hand ein feines Vibrieren und bewegen vorsichtig den Gimbal nach links und rechts. Man merkt sofort, wie ausgereift die Technik des Zenmuse ist, so nennt DJI seinen Gimbal. Wir umkreisen unseren Kollegen am Nachbartisch und freuen uns &uuml;ber das stabile Bild. Ein Interview beim Spaziergang wurde zum ersten Test.<\/p>\n<div data-gdpr-embedding data-gdpr-id=\"11\" data-gdpr-embedding-no-placeholder><!----><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">F&uuml;r einen Journalisten keine ungew&ouml;hnliche Situation. Mit normaler Kamera h&auml;tten wir uns auf die ruhige Haltung konzentrieren m&uuml;ssen. Das nimmt uns der Gimbal ab, und wir k&ouml;nnen besser zuh&ouml;ren. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der Zuschauer glaubt, er schwebe neben dem Protagonisten. Nicht nur f&uuml;r Interviews eignet sich der Osmo Mobile. Auch bei Action-Aufnahmen bleibt die Smartphone-Kamera im Gleichgewicht. Neben einem Skateboard herzulaufen und die Fahrt ohne Zittern aufzunehmen ist kein Problem. Dreht man die Kamera auf den Kopf, erh&auml;lt man spannende Froschperspektiven. Der Kameraschwenk will allerdings ge&uuml;bt sein. Den Osmo Mobile muss man bestimmt und sanft f&uuml;hren, sonst schaut die Linse nicht zum Ziel.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Zum Ger&auml;t lieferte DJI eine Fahrradhalterung mit. Das h&auml;tten sie sich sparen k&ouml;nnen, denn die Aufnahmen auf einer glatten asphaltierten Stra&szlig;e sind katastrophal. Der D&auml;mpfer der Halterung ist nicht f&uuml;r das Gewicht des Osmo Mobile ausgelegt, und der Gimbal kann das stetige Auf und Ab nicht ausgleichen. Zu Hause angekommen, gelang es sofort, die Kinder beim Trampolinspringen ohne Wackler zu filmen. Der Preis von etwa 340 Euro ist aber ausschlie&szlig;lich f&uuml;r Familienaufnahmen hoch. Ernstzunehmende Konkurrenzger&auml;te kosten rund 100 Euro weniger.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Doch der Osmo Mobile hat den reinen Stabilisatoren der Mitbewerber eines voraus: die App mit ideenreichen Funktionen. Am beeindruckendsten ist der Verfolgungsmodus. Der Osmo Mobile kann Motive erkennen und folgt ihnen selbstt&auml;tig. Perfekt f&uuml;r Selfie-Videos: Man schraubt das Ger&auml;t auf ein Stativ, w&auml;hlt das eigene Gesicht im Bild aus, und die Kamera folgt automatisch. Der Youtuber muss nicht mehr vor der Linse sitzen bleiben, sondern kann sich frei im Raum bewegen. Wem solche Aufnahmen wichtig sind, muss f&uuml;r die n&ouml;tige Stativkombination weitere 120 Euro investieren. Der Verfolgungsmodus hat allerdings seine Grenzen. Wer sich zu schnell bewegt oder im Gegenlicht steht, wird vom Tracking verloren.<\/p>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">Panoramabilder wie von Geisterhand<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Bei Hobbyfotografen beliebt sind Panoramabilder, aber nicht immer gelingen solche Rundumaufnahmen auf Anhieb. Hier kann der Osmo Mobile ebenfalls helfen. Wie von Geisterhand bewegt sich das Smartphone in sieben verschiedene Positionen und errechnet daraus das Panoramabild mit 330 Grad Rundumblick. Auch eine k&uuml;nstliche Weitwinkelaufnahme ist m&ouml;glich. Bei dieser werden neun Bilder zu einem Gesamtbild addiert. Enge R&auml;ume oder Landschaftsaufnahmen mit ungewohnter Weite sind damit gut zu erfassen. Die App st&uuml;rzte uns indes beim Berechnen des Bildes etliche Male ab.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Zeitraffer-Aufnahmen geh&ouml;ren mittlerweile zur Trickkiste von Internetvideos. Die dramatische Entwicklung eines Gewitters am Himmel wirkt noch lebendiger, wenn sich die Kamera leicht bewegt. In der App von DJI kann man bis zu f&uuml;nf Positionen vorab festlegen, zwischen denen das Smartphone innerhalb einer bestimmten Zeit schwenkt. Dabei dunkelt sich der Bildschirm ab, damit der Akku geschont wird. Trotzdem wird er w&auml;hrend aller Eins&auml;tze stark beansprucht, das Ger&auml;t war stetig hei&szlig;, und nach drei Stunden musste es erst einmal ans Netz. Weil die Halterung den Stromanschluss des Smartphones verdeckt, kann leider w&auml;hrend der Aufnahmen nicht geladen werden. Das f&uuml;hrt beim iPhone der neuesten Generation zu einem weiteren Problem: Dort ist kein Klinkenanschluss mehr vorhanden, ein externes Mikrofon kann in der Halterung nicht angeschlossen werden.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Mit dem Stabilisator, der auf die Smartphone-Kamera setzt, bietet DJI ein Ger&auml;t f&uuml;r Filmer, die ihre Videos nicht an einem Computer bearbeiten, sondern in der Smartphone-Welt bleiben m&ouml;chten. Die Hardware ist ausgereift, die Videos haben kaum einen Ruckler, mit Ausnahme der zittrigen Aufnahmen am Fahrrad. Die App &uuml;berzeugt mit guten Ideen. Doch angesichts wiederholter Abst&uuml;rze und Abbr&uuml;che der Bluetooth-Verbindung wirkt sie noch nicht ausgereift.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/audio-video\/gimbal-osmo-mobile-von-dji-im-test-14899305.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/audio-video\/gimbal-osmo-mobile-von-dji-im-test-14899305.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kameram\u00e4nner und Drohnenpiloten kennen die Wunderwaffe gegen zitterige Aufnahmen schon seit Jahren. 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