{"id":57762,"date":"2019-01-30T17:42:23","date_gmt":"2019-01-30T17:42:23","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=57762"},"modified":"2019-03-04T09:57:28","modified_gmt":"2019-03-04T09:57:28","slug":"artensterben-und-klimawandel-blos-nicht-noch-mehr-mais","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=57762","title":{"rendered":"Artensterben und Klimawandel: Blo\u00df nicht noch mehr Mais"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Endstation Biogasanlage: Auf einem Silo in Niedersachsen t&uuml;rmen sich die Reste der Maisernte und warten auf die &bdquo;Energieernte&ldquo;.<\/div>\n<p class=\"post_description\">Die Natur ist  im W&uuml;rgegriff des Klimawandels. Ein junger Biodiversit&auml;tsforscher erl&auml;utert, warum &bdquo;klimafreundliche&ldquo; Energiepflanzen die dringend n&ouml;tigen Artenschutzma&szlig;nahmen torpedieren k&ouml;nnten.<\/p>\n<p class=\"First atc-TextParagraph\" id=\"pageIndex_1\"><span class=\"atc-TextFirstLetter\">D<\/span>ie Erde &auml;ndert sich. Kaum ein Ph&auml;nomen l&auml;sst uns dies so deutlich sp&uuml;ren wie der <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"e76f47bf18236f0d2277a96d6865fee8a2470569\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/thema\/klimawandel\">Klimawandel<\/a>, ganz besonders nach dem Rekordsommer 2018, in dem der im gleichen Jahr gepr&auml;gte Begriff &bdquo;Hei&szlig;zeit&ldquo; zum Wort des Jahres gek&uuml;rt wurde. Im Vordergrund der medialen Berichterstattung und der globalen politischen Debatte zur Erderw&auml;rmung stehen deren Konsequenzen f&uuml;r die Lebensumst&auml;nde des Menschen, von den letztj&auml;hrigen Ernteausf&auml;llen &uuml;ber die allgemein zunehmende Frequenz extremer Wetterereignisse bis hin zu den hierdurch ausgel&ouml;sten Migrationsstr&ouml;men.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Weitaus seltener in den Blick genommen werden die Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesamtheit der Biosph&auml;re mit ihrer Vielfalt der Arten und &Ouml;kosysteme &ndash; der Biodiversit&auml;t. Diese biologische Vielfalt ist von immenser Wichtigkeit f&uuml;r Boden- und Wasserhaushalt, Luftreinhaltung und nat&uuml;rliche Sch&auml;dlingsbek&auml;mpfung, Best&auml;ubung von Nutzpflanzen und nicht zuletzt f&uuml;r das gesundheitliche und &auml;sthetische Wohlbefinden des Menschen. Jeder Eingriff in diesen reichhaltigen und ungeheuer komplexen &ouml;kologischen Dienstleistungsapparat ist problematisch. Wenn der Mensch nun auf globaler Skala und noch dazu in atemberaubender Geschwindigkeit an den ganz gro&szlig;en klimatischen Stellschrauben des Gesamtsystems dreht, bleiben erhebliche Konsequenzen nicht aus.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die Auswirkungen der Klimaver&auml;nderung auf die Biodiversit&auml;t besser zu verstehen ist daher nicht nur aus wissenschaftlicher, sondern auch aus gesamtgesellschaftlicher Perspektive von &uuml;beraus gro&szlig;er Bedeutung. K&ouml;nnen Anpassungsprozesse der Tier- und Pflanzenarten mit dem Tempo der Erderw&auml;rmung mithalten? Haben weniger anpassungsf&auml;hige Arten die Chance, durch Ausbreitung in klimatisch g&uuml;nstigere Regionen auszuweichen? Und welche Konsequenzen erwachsen aus dem Zusammenwirken von Klima- und Landnutzungswandel &ndash; dem anderen, nach wie vor mindestens ebenso gro&szlig;en Treiber der Biodiversit&auml;tsver&auml;nderung? Diese und &auml;hnliche Fragen stehen im Fokus der aktuellen &ouml;kologischen Klimafolgenforschung.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Klimaver&auml;nderungen sind ein nat&uuml;rliches Ph&auml;nomen. Seit der Entstehung des Lebens sind die lebenden Organismen mit dem Wandel der klimatischen Bedingungen konfrontiert. Der zyklische Wechsel der Kalt- und Warmzeiten veranschaulicht dies exemplarisch f&uuml;r die letzten zwei Millionen Jahre &ndash; mit vielfach dokumentierten Auswirkungen auf Fauna und Flora.<\/p>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">Beispiellose Erw&auml;rmung<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Doch das Tempo der aktuellen Erw&auml;rmung stellt die eiszeitlichen Ver&auml;nderungen in den Schatten: Um etwa ein Grad Celsius hat sich die Erde im Mittel seit dem Beginn der Industrialisierung vor mehr als 150 Jahren erw&auml;rmt, und die j&uuml;ngsten Prognosen des Weltklimarats IPCC sagen bis zum Ende des aktuellen Jahrhunderts einen Temperaturanstieg voraus, der im Vergleich zur durchschnittlichen Geschwindigkeit vergangener Klima&auml;nderungen geradezu rasant erscheint. Die Reaktionen vieler biologischer Systeme sind bereits zu beobachten: Zugv&ouml;gel kehren zeitiger aus ihren Winterquartieren zur&uuml;ck, Fr&ouml;sche und Kr&ouml;ten beginnen eher mit ihren Laichwanderungen, Bl&uuml;tenpflanzen knospen, sprie&szlig;en, bl&uuml;hen fr&uuml;her. Andere Arten begeben sich dauerhaft auf den Weg in neue Gefilde: Sie verschieben ihre Verbreitungsgebiete, z.B. in Richtung h&ouml;herer geographischer Breiten oder in h&ouml;hergelegene Bergregionen.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/leben-gene\/bloss-nicht-noch-mehr-mais-16001208.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/leben-gene\/bloss-nicht-noch-mehr-mais-16001208.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Natur ist  im W\u00fcrgegriff des Klimawandels. 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