{"id":57757,"date":"2019-02-20T12:54:28","date_gmt":"2019-02-20T12:54:28","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=57757"},"modified":"2019-03-04T09:57:20","modified_gmt":"2019-03-04T09:57:20","slug":"intelligente-tiere-rechnende-bienen-und-selbstbewusste-fische","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=57757","title":{"rendered":"Intelligente Tiere: Rechnende Bienen und selbstbewusste Fische"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Erstaunliche F&auml;higkeiten: Honigbienen k&ouml;nnen offenbar einfache Rechnungen ausf&uuml;hren.<\/div>\n<p class=\"post_description\">Insekten und Fischen traut man gemeinhin kein besonders komplexes Denken zu. Zwei Studien haben jetzt aber erstaunliche Ergebnisse geliefert, die neues Licht auf deren kognitive F&auml;higkeiten werfen. Eine Glosse.<\/p>\n<style type=\"text\/css\">#tile4adlabel:after{content:\"\"} #tile4adlabel:before{content:\"anzeige\"}<\/style>\n<p class=\"First atc-TextParagraph\" id=\"pageIndex_1\"><span class=\"atc-TextFirstLetter\">D<\/span>er Spekulation &uuml;ber die Intelligenz der uns umgebenden Maschinen und Algorithmen widmen wir Menschen uns gerne. Ist <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"27385e7cd11727910744f6a71bcb1a63aa7df0db\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/thema\/siri\">Siri<\/a> wirklich so doof, wie sie scheint? Und wie lang wird es dauern, bis Alexa all das, was sie erlauscht, auch wirklich versteht? Bei all den Sensationen im Bereich der K&uuml;nstlichen Intelligenz kommt da leicht das Staunen &uuml;ber etwas viel Naheliegenderes zu kurz: das Wunder der nat&uuml;rlichen Intelligenz anderer &ndash; ganz analoger &ndash; Lebewesen.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Honigbienen zum Beispiel. Dass die kleinen Tierchen einfache Rechenaufgaben zu l&ouml;sen verm&ouml;gen, berichtet aktuell eine Gruppe australischer und franz&ouml;sischer Wissenschaftler<a href=\"http:\/\/advances.sciencemag.org\/content\/5\/2\/eaav0961\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"> in &bdquo;Science Advances&ldquo;<\/a>. Die Forscher lie&szlig;en die Bienen in ein Y-f&ouml;rmiges Labyrinth fliegen. Am Ende des einen Beines wartete eine zuckrige L&ouml;sung, am anderen ein ungenie&szlig;bares Pr&auml;parat. Wo sich die Belohnung befand, wurde in einer symbolisch ausgedr&uuml;ckten Rechenaufgabe am Eingang des Labyrinths angezeigt: Eine Abbildung von bis zu f&uuml;nf Quadraten in Blau oder Gelb. Blau stand f&uuml;r &bdquo;plus 1&ldquo;, Gelb f&uuml;r &bdquo;minus 1&ldquo;. Im Inneren des Y-Aufbaus waren an der Gabelung, wiederum anhand von Abbildungen einer bestimmten Anzahl von Quadraten, zwei m&ouml;gliche L&ouml;sungen der Aufgabe den beiden Wegen zugeordnet, hinter der richtigen wartete der Zucker.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Alle Bienen wurden zun&auml;chst individuell in je 100 Versuchen trainiert und steigerten ihre Erfolgsquote dabei schnell. In der anschlie&szlig;enden Testphase durften die Bienen ihr neues Wissen anhand einer vorher nie gezeigten Rechenoperation &ndash; die Zahl drei kam im Training am Eingang nie vor &ndash; demonstrieren. Das Ergebnis: Die Bienen performten signifikant besser, als wenn sie ihren Weg nur auf gut Gl&uuml;ck gew&auml;hlt h&auml;tten. Die Autoren werten dies als Anzeichen vorliegender numerischer Kognition. Beachtlich f&uuml;r ein winziges Bienenhirn.<\/p>\n<div data-gdpr-embedding data-gdpr-id=\"11\" data-gdpr-embedding-no-placeholder><!----><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Der Putzerlippfisch <em>Labroides dimidiatus<\/em> ist im Vergleich zwar etwas gr&ouml;&szlig;er, doch kognitive Hochleistungen h&auml;tte man auch von ihm nicht erwartet. Japanische, Schweizer und deutsche Forscher spekulieren nun aber<a href=\"https:\/\/journals.plos.org\/plosbiology\/article?id=10.1371\/journal.pbio.3000021\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"> in &bdquo;Plos Biology&ldquo;<\/a>, dass die einige Zentimeter gro&szlig;en Meeresbewohner Bewusstsein und Eigenwahrnehmung besitzen k&ouml;nnten. Zumindest wenn man den &bdquo;Spiegeltest&ldquo; als Grundlage einer solchen Zuschreibung w&auml;hlt: Die gezielte Interaktion mit dem eigenen Spiegelbild, die schlie&szlig;lich in dem Versuch gipfelt, eine nur per Spiegel sichtbare Markierung am eigenen K&ouml;rper zu entfernen. Dieser Test war urspr&uuml;nglich f&uuml;r Primaten entwickelt worden, konnte aber auch erfolgreich von anderen Tieren wie Elefanten, Delphinen und Rabenv&ouml;geln gemeistert werden.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die japanischen Fische scheinen in ihrem Experiment, so berichten zumindest die Forscher, nun ebenfalls die obligatorischen Phasen selbstbewussten Spiegelverhaltens durchlaufen zu haben. Selbst eine Markierung an ihrem Hals versuchten die Fische abzukratzen. Aber hei&szlig;t dies nun wirklich, dass diese Tiere Selbstbewusstsein besitzen? Handelt es sich zumindest um eine fr&uuml;he &Uuml;bergangsform hin zur Erkennung des Ichs? Oder ist ganz einfach der Test falsch konzipiert, und wir lernen daraus tats&auml;chlich gar nichts &uuml;ber die Intelligenz der Tiere? Es zeigt sich immer wieder: Der Versuch, fremde Intelligenz zu verstehen, f&uuml;hrt uns nicht selten zun&auml;chst auf die potentiellen Grenzen unserer eigenen.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/leben-gene\/intelligente-tiere-rechnende-bienen-und-eitle-fische-16036330.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/leben-gene\/intelligente-tiere-rechnende-bienen-und-eitle-fische-16036330.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Insekten und Fischen traut man gemeinhin kein besonders komplexes Denken zu. Zwei Studien haben jetzt aber erstaunliche Ergebnisse geliefert, die neues Licht auf deren kognitive F\u00e4higkeiten werfen. 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