{"id":57466,"date":"2017-03-23T16:22:31","date_gmt":"2017-03-23T16:22:31","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=57466"},"modified":"2019-02-26T10:58:59","modified_gmt":"2019-02-26T10:58:59","slug":"nach-3d-kino-kommt-4dx-spas-bis-auf-die-haut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=57466","title":{"rendered":"Nach 3D-Kino kommt 4DX: Spa\u00df bis auf die Haut"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">So stellen sich die Erfinder von 4DX das Kino-Erlebnis vor, etwas koreanisch &uuml;berzogen.<\/div>\n<p class=\"post_description\">3D war gestern. 4DX soll den Kinog&auml;nger jetzt noch tiefer ins Geschehen locken. Kernst&uuml;ck dieser Technik sind trickreiche Sitze.<\/p>\n<p class=\"First atc-TextParagraph\" id=\"pageIndex_1\"><span class=\"atc-TextFirstLetter\">C<\/span>rash, boom, bang. Totalschaden im Sekundentakt, Feuer, Panik, blaue Bohnen. Auf der Leinwand tobt eine Verfolgungsjagd nach allen Regeln der Kunst zwischen den &uuml;blichen Fraktionen &ndash; die Guten auf der Flucht, die B&ouml;sen hinterher. Der Zuschauer mit seiner 3D-Brille auf der Nase erlebt alles hautnah mit, sogar im direkten Sinne des Wortes. Wenn die Maschine im Fluchtauto r&ouml;hrt, rubbelt die Sitzfl&auml;che mit, jeder Gangwechsel l&auml;sst den Sessel kurz nach vorn kippen, um die Verz&ouml;gerung durch den Lastwechsel zu simulieren, in scharfen Kurven schleudert der Sitz den Betrachter in die passende Richtung. Was zischt da am Ohr vorbei? Richtig, die B&ouml;sen ballern ja aus allen Rohren, und ein scharfer Luftzug am rechten Ohr signalisiert: knapp vorbei, nochmal Gl&uuml;ck gehabt, aber der Puls steigt auf 180.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Diese Art des Miterlebens ist eigentlich gar nicht so ganz neu: In der Welt der Videospiele t&uuml;fteln Ingenieure schon seit einer Weile an Utensilien, die den Spieler nicht nur visuell ins Geschehen einbeziehen. Das Unternehmen <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"ae31902dbc86a539c825f738c8f0030f348f7517\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/thema\/philips\">Philips<\/a> etwa hatte vor ein paar Jahren eine Programmiersprache entwickelt, die Kommandos f&uuml;r eine passende Ger&auml;te-Peripherie transportiert. Mit ihr lie&szlig;en sich Umgebungslicht, Windmaschinen und anderes Zubeh&ouml;r steuern, um den Spa&szlig; am Bildschirm noch etwas n&auml;her an die Realit&auml;t zu r&uuml;cken. Daf&uuml;r gibt es sogar einen Fachterminus: Immersiv nennt sich eine Erlebnisqualit&auml;t, die mit Hilfe von Technik m&ouml;glichst alle Sinne einbezieht.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Jetzt h&auml;lt die Idee auch im Kino Einzug: 4DX hei&szlig;t die Technik, die der koreanische Mischkonzern CJ in den Lichtspielh&auml;usern der Welt installiert. In asiatischen L&auml;ndern hat sich das System fast schon zum Hype entwickelt, in Amerika hat es Fu&szlig; gefasst, in Europa ist das Angebot noch rar. Immerhin: In der vergangen Woche hat ein Kino-Multiplex in Paris die erste Installation in Frankreich in Betrieb genommen. Deutsche Kinos, das w&uuml;nschen sich die Koreaner, sollen bald folgen.<\/p>\n<div data-gdpr-embedding data-gdpr-id=\"11\" data-gdpr-embedding-no-placeholder><!----><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Wie funktioniert das immersive Kino? Kernst&uuml;ck des Systems sind trickreiche Sitze. Eine Anordnung aus sechs hydraulischen Zylindern kann sie blitzartig in jede Richtung kippen. Hinzu kommen Vibratoren unter der Sitzfl&auml;che und in der R&uuml;ckenlehne: Sie rumoren nach Motor-Art oder knuffen in St&ouml;&szlig;en, ganz nach den Action-Vorgaben auf der Leinwand. Steht ein Platzregen im Drehbuch, st&ouml;&szlig;t eine D&uuml;se in der Lehne des Vordermanns einen Spritzer aus. Der Zuschauer erlebt das feuchte Element dann auch auf seiner Haut. H&auml;lt das Leinwand-Wetter einen Windsto&szlig; parat, faucht aus einer anderen D&uuml;se ein kr&auml;ftiger Luftstrom &ndash; mitten in die Frisur des Betrachters.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Diese Art des Windmachens funktioniert nicht nur individuell. Gro&szlig;e D&uuml;sen am B&uuml;hnenrand blasen auf Kommando mit, entweder sanft und gleichm&auml;&szlig;ig oder in heftigen B&ouml;en. Auch andere Emissionen kommen aus Leinwandn&auml;he: Dampf, Nebel, Qualm, was das Herz begehrt. Sogar Schneeflocken kann das System ins Kino rieseln lassen. Zieht ein Gewitter auf oder explodiert ein Sprengsatz, hilft ein elektronisches Blitzlicht in der Kinodecke mit, die Illusion zu perfektionieren. Wird es gruselig im Leinwandgeschehen, weil niederes Getier durchs Unterholz schleicht, mischt ein flexibles St&auml;bchen knapp oberhalb der Fu&szlig;st&uuml;tzen mit: Es kitzelt den Zuschauer an den Kn&ouml;cheln und erh&ouml;ht somit das Schock-Potential. Und wenn es in der Filmhandlung duftet oder pestet, leistet das 4DX-System olfaktorische Unterst&uuml;tzung. Kleine D&uuml;sen am Sitz verteilen zu diesem Zweck in sparsamer Dosis m&ouml;glichst drehbuchnahe Aromen. Passen schlie&szlig;lich gro&szlig;e Seifenblasen zum Programm, l&auml;sst eine Bubble-Maschine sie durch den Kinosaal schweben.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/audio-video\/nach-3d-kino-kommt-4dx-spass-bis-auf-die-haut-14931591.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/audio-video\/nach-3d-kino-kommt-4dx-spass-bis-auf-die-haut-14931591.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>3D war gestern. 4DX soll den Kinog\u00e4nger jetzt noch tiefer ins Geschehen locken. 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