{"id":57223,"date":"2016-11-08T11:02:58","date_gmt":"2016-11-08T11:02:58","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=57223"},"modified":"2019-02-19T10:56:16","modified_gmt":"2019-02-19T10:56:16","slug":"trotz-festnahmen-eu-will-beitrittsverhandlungen-mit-der-turkei-vorerst-fortfuhren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=57223","title":{"rendered":"Trotz Festnahmen: EU will Beitrittsverhandlungen mit der T\u00fcrkei vorerst fortf\u00fchren"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Federica Mogherini, EU-Au&szlig;enbeauftragte<\/div>\n<p class=\"post_description\">Nach den Festnahmen von Journalisten und Oppositionspolitikern in der T&uuml;rkei haben Politiker aus der EU Pr&auml;sident Erdogan scharf kritisiert. Die offiziellen Beitrittsverhandlungen sollen dennoch weitergef&uuml;hrt werden.<\/p>\n<p class=\"First atc-TextParagraph\" id=\"pageIndex_1\"><span class=\"atc-TextFirstLetter\">D<\/span>ie EU-Staaten wollen an den Beitrittsverhandlungen mit der T&uuml;rkei vorerst festhalten, obwohl sie die Entwicklung dort als &auml;u&szlig;erst besorgniserregend bezeichnen. Man sei bereit, den politischen Dialog &bdquo;auf allen Ebenen und innerhalb des bestehenden Rahmens&ldquo; fortzuf&uuml;hren, hei&szlig;t es in einer ersten gemeinsamen Stellungnahme zu den Ereignissen der vergangenen Tage, die am Dienstag von der EU-Au&szlig;enbeauftragten <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"9acebe3ceec579b903971009338eeccafb356193\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/federica-mogherini\">Federica Mogherini<\/a> in Br&uuml;ssel ver&ouml;ffentlicht wurde. Die Situation werde allerdings weiter sehr aufmerksam verfolgt und bewertet werden.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Als Beispiele f&uuml;r &bdquo;&auml;u&szlig;erst besorgniserregende Entwicklungen&ldquo; nennen die EU-Staaten die Festnahme von &bdquo;Cumhuriyet&ldquo;-Journalisten und Politikern der Oppositionspartei HDP. Diese schw&auml;chten das Rechtsstaatsprinzip und beeintr&auml;chtigten die parlamentarische Demokratie in der T&uuml;rkei, hei&szlig;t es in der am Dienstag ver&ouml;ffentlichten Stellungnahme. Auch die neuerliche Diskussion &uuml;ber eine Wiedereinf&uuml;hrung der Todesstrafe und anhaltende Einschr&auml;nkungen der Meinungsfreiheit werden als extrem beunruhigend bezeichnet.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">&bdquo;Die EU und ihre Mitgliedstaaten (&#8230;) rufen die T&uuml;rkei auf, ihre parlamentarische Demokratie zu bewahren und die Menschenrechte, die Rechtsstaatlichkeit, die Grundfreiheiten und das Recht eines jeden auf ein faires Verfahren zu respektieren&ldquo;, wird unter Verweis auf die &bdquo;Verpflichtungen als Kandidatenland&ldquo; appelliert.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Gleichzeitig betonen Deutschland und die anderen 27 EU-L&auml;nder das Recht der T&uuml;rkei, gegen die auch in der Europ&auml;ischen Union als Terrororganisation eingestufte kurdische Arbeiterpartei PKK vorzugehen. Dabei m&uuml;sse aber das Prinzip der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit gewahrt werden.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die Erkl&auml;rung der EU-Staaten kann auch als Signal an die EU-Kommission gesehen werden, die an diesem Mittwoch ihren Jahresbericht zu den EU-Beitrittsverhandlungen mit der T&uuml;rkei ver&ouml;ffentlichen wird. Die Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde k&ouml;nnte n&auml;mlich theoretisch wegen ernster und anhaltender Verst&ouml;&szlig;e gegen die Grunds&auml;tze der <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"9fc100f4f3574fbb952072eb333eee33a582a1ed\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/europaeische-union\">EU<\/a> einen vorl&auml;ufigen Abbruch der Gespr&auml;che empfehlen.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Als Grund f&uuml;r den zur&uuml;ckhaltenden Kurs der EU gegen&uuml;ber der T&uuml;rkei gilt vor allem die Bedeutung der Landes f&uuml;r die europ&auml;ische Sicherheits- und Fl&uuml;chtlingspolitik. Die enge Zusammenarbeit mit dem Nato-Land ist neben der Abschottung der Balkanroute ein Grund daf&uuml;r, dass derzeit vergleichsweise wenige Menschen nach West- und Mitteleuropa kommen. Ein im M&auml;rz geschlossener Fl&uuml;chtlingspakt sieht unter anderem vor, dass die EU alle Migranten, die illegal &uuml;ber die T&uuml;rkei auf die griechischen Inseln kommen, zur&uuml;ckschicken darf. Diese Vereinbarung k&ouml;nnte die T&uuml;rkei bei einem einseitigen Abbruch der Beitrittsverhandlungen aufk&uuml;ndigen.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/europaeische-union\/eu-will-beitrittsverhandlungen-mit-tuerkei-fortsetzen-14518255.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/europaeische-union\/eu-will-beitrittsverhandlungen-mit-tuerkei-fortsetzen-14518255.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach den Festnahmen von Journalisten und Oppositionspolitikern in der T\u00fcrkei haben Politiker aus der EU Pr\u00e4sident Erdogan scharf kritisiert. 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