{"id":57031,"date":"2019-01-03T18:19:52","date_gmt":"2019-01-03T18:19:52","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=57031"},"modified":"2019-01-28T13:09:08","modified_gmt":"2019-01-28T13:09:08","slug":"mission-change-4-hinterm-mond-gehts-weiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=57031","title":{"rendered":"Mission Chang\u2019e 4: Hinterm Mond geht\u2019s weiter"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Die Sonde hat bereits ein Foto zur Erde geschickt.<\/div>\n<p class=\"post_description\">Erstmals landet eine Raumsonde auf der R&uuml;ckseite unseres Erdtrabanten. F&uuml;r China steht die Mission auch politisch f&uuml;r eine Zeitenwende.<\/p>\n<style type=\"text\/css\">#tile4adlabel:after{content:\"\"} #tile4adlabel:before{content:\"anzeige\"}<\/style>\n<p class=\"First atc-TextParagraph\" id=\"pageIndex_1\">&bdquo;Um es ganz offen zu sagen: Wir waren schon dort. Auch Buzz war dort. Es gibt sehr viel mehr Weltall zu erkunden.&ldquo; Mit diesen Worten hatte sich der amerikanische Pr&auml;sident Barack Obama im Jahr 2010 gegen weitere Mondmissionen ausgesprochen. Missionen zu unserem Erdbegleiter &uuml;ben allerdings nach wie vor eine gro&szlig;e Faszination aus, wie die Landung der chinesischen Mondsonde Chang&rsquo;e 4 auf der von der Erde abgewandten Seite des Mondes zeigt.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Am fr&uuml;hen Donnerstagmorgen um 3.26 Uhr war das anspruchsvolle Man&ouml;ver gelungen, das im Funkschatten zur Erde nur eine indirekte Kommunikation anhand eines &Uuml;bertragungssatelliten erlaubte. Der &Uuml;bertragungssatellit war eigens im Mai vergangenen Jahres ins All gebracht worden war. Er ist 65&#8198;000 Kilometer vom Mond entfernt und tr&auml;gt den Namen &bdquo;Br&uuml;cke der Elstern&ldquo;, die der Legende nach zwei durch die Milchstra&szlig;e getrennten Liebenden einmal im Jahr eine Zusammenkunft erm&ouml;glicht. Die unbemannte <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/thema\/raumsonde\" title=\"Raumsonde\">Raumsonde <\/a>Chang&rsquo;e 4, benannt nach einer Mondg&ouml;ttin der chinesischen Mythologie, war am 8. Dezember gestartet. Das komplizierte Landeman&ouml;ver begann nach Angaben der chinesischen Weltraumbeh&ouml;rde elf Minuten vor dem Aufsetzen in einer H&ouml;he von 15 Kilometern &uuml;ber der Mondoberfl&auml;che. Zuletzt habe das Raumfahrzeug eine Weile in 100 Metern H&ouml;he verharrt, um die Oberfl&auml;che nach Unebenheiten abzusuchen und eine Kollision zu vermeiden. Etwa 14 Minuten nach der Landung habe eine Kamera von der Raumsonde erstmals Nahaufnahmen der &bdquo;dunklen Seite&ldquo; des Mondes gemacht, die so genannt wird, obwohl es auch hier Sonneneinstrahlung gibt.<\/p>\n<div data-gdpr-embedding data-gdpr-id=\"11\" data-gdpr-embedding-no-placeholder><!----><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die 1,2 Tonnen schwere Raumsonde landete nach Angaben der chinesischen Raumfahrtbeh&ouml;rde im Von-Karman-Krater, benannt nach dem ungarisch-amerikanisch Raumfahrtingeneur Theodore von K&aacute;rm&aacute;n. Das war vermutlich kein Zufall, denn von K&aacute;rm&aacute;n war der Doktorvater von Qian Xuesen, dessen Arbeiten f&uuml;r das chinesische Atom-, Raketen- und Weltraumprogramm von gro&szlig;er Bedeutung waren. Der Krater befindet sich im S&uuml;dpol-Aitken-Becken, dem gr&ouml;&szlig;ten, tiefsten und &auml;ltesten Einschlagkrater auf dem Mond.<\/p>\n<p>&#8211;&gt;<\/p>\n<div data-gdpr-embedding data-gdpr-id=\"11\" data-gdpr-embedding-no-placeholder><!----><\/p>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">Sp&auml;te Erforschung der R&uuml;ckseite des Mondes<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Chang&rsquo;e 4 wird nun eine Region des Mondes erforschen, auf der &bdquo;wir&ldquo; tats&auml;chlich bislang nie waren. Die R&uuml;ckseite des Mondes, den die Gezeitenreibung in seiner Bewegung um die Erde so ausgerichtet hat, dass er uns immer die gleiche Seite zuwendet, war der Erforschung durch den Menschen lange grunds&auml;tzlich entzogen. Erst die sowjetische Lunik-3 Mission schickte 1959 erste Bilder von der erdabgewandten Seite, die, anders als die uns bekannte Seite, fast keine Maria aufweist. Diese dunklen Flecken sind Tiefebenen des Mondes, die als &bdquo;Mondgesicht&ldquo; die menschliche Phantasie seit jeher anregen. Stattdessen ist die R&uuml;ckseite von zahlreichen Einschlagskratern &uuml;berzogen, die aber die Mondkruste nicht durchbrechen konnten. Anders als die Maria konnten sie sich daher nicht mit fl&uuml;ssigem Gestein f&uuml;llen. Der Grund f&uuml;r diese Asymmetrie zwischen lunarer Vorder- und R&uuml;ckseite ist, dass die Kruste auf der erdnahen Seite wesentlich d&uuml;nner ist. Auch dies ist ein Effekt der zwischen Mond und Erde wirkenden Gezeitenkr&auml;fte.<\/p>\n<div data-gdpr-embedding data-gdpr-id=\"11\" data-gdpr-embedding-no-placeholder><!----><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Mit der gelungenen Landung hat China die technologische Leistungsf&auml;higkeit seines Raumfahrtprogramms unter Beweis gestellt. Chang&rsquo;e 4 konnte dabei sowohl technisch als auch hinsichtlich seiner wissenschaftlichen Ziele auf Erfahrungen und Studien seiner Vorg&auml;ngermission Chang&rsquo;e 3 zur&uuml;ckgreifen, die im Dezember 2013 im Mare Imbrium auf dem Mond gelandet war. Der Chefingenieur des chinesischen Mondprogramms sprach nun von einem &bdquo;wichtigen Meilenstein f&uuml;r Chinas Weltraumforschung&ldquo;, die &bdquo;Volkszeitung&ldquo; nannte es &bdquo;einen Beitrag des chinesischen Volkes f&uuml;r die Menschheit&ldquo;. Zahlreiche internationale Weltraumforscher begl&uuml;ckw&uuml;nschten China zu der erfolgreichen Landung, die ein weiterer Beleg f&uuml;r die rasch wachsende Leistungsf&auml;higkeit der chinesischen Raumfahrt sei. Im vergangenen Jahr gab es in China erstmals mehr Raketenstarts als in jedem anderen Land: acht mehr als in den Vereinigten Staaten und 19 mehr als in Russland. Im Jahr 2022 will China seine eigene bemannte internationale Raumstation pr&auml;sentieren.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/weltraum\/mission-chang-e-4-hinterm-mond-geht-s-weiter-15971095.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/weltraum\/mission-chang-e-4-hinterm-mond-geht-s-weiter-15971095.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erstmals landet eine Raumsonde auf der R\u00fcckseite unseres Erdtrabanten. 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