{"id":56689,"date":"2018-11-25T22:33:03","date_gmt":"2018-11-25T22:33:03","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=56689"},"modified":"2018-12-22T17:16:00","modified_gmt":"2018-12-22T17:16:00","slug":"insight-landung-auf-dem-mars-wie-gros-ist-der-kern-denn-nun-wirklich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=56689","title":{"rendered":"Insight: Landung auf dem Mars: \u201eWie gro\u00df ist der Kern denn nun wirklich?\u201c"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Die Marssonde &bdquo;Insight&ldquo; erkundet das Innere des Roten Planeten: links im Vordergrund das franz&ouml;sische Seismometer &bdquo;Seis&ldquo;, rechts daneben der Bohrer mit dem im Marsboden versenkten W&auml;rmef&uuml;hler &bdquo;HP3&ldquo; des DLR.<\/div>\n<p class=\"post_description\">Nach rund sechsmonatiger Reise erreicht die Nasa-Mission Insight heute Abend den Mars. Wir haben mit Ulrich Christensen &uuml;ber die Gefahren der Landung und die Ziele der Mission gesprochen.<\/p>\n<p class=\"First atc-TextParagraph\" id=\"pageIndex_1\"><strong>Heute Abend wird um 21 Uhr mitteleurop&auml;ischer Zeit die Insight Mission der Nasa auf dem Mars landen. Als wie riskant sch&auml;tzen Sie die Landung ein?<\/strong><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Das ist schwer zu sagen. Es sind ja schon diverse Landungen auf dem Mars schiefgegangen. Allerdings haben die Amerikaner die h&ouml;chste Erfolgsbilanz vorzuweisen. Nur eine einzige Landung, die des Mars Polar Landers Ende der neunziger Jahre, ging schief. Insight ist fast baugleich mit der Phoenix Raumsonde, die 2008 auf dem Mars erfolgreich n&ouml;rdlich des Polarkreises landete. Insofern sind wir ziemlich optimistisch, dass es wieder gutgehen wird. Grunds&auml;tzlich ist es aber genau wie im Flugzeug: Start und Landung sind die riskantesten Man&ouml;ver &ndash; in diesem Fall die Landung wohl noch etwas mehr.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\"><strong>Angenommen die Landung gl&uuml;ckt. Wie lange wird Insight aktiv sein?<\/strong><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Geplant ist zun&auml;chst ein Marsjahr, ungef&auml;hr zwei Erdjahre. Das ist das Minimum, der Zeitraum, den man daf&uuml;r braucht, um die wissenschaftlichen Ziele zu erreichen. Aber wenn alles gut l&auml;uft, gute Daten kommen und die Instrumente weiter voll funktionsf&auml;hig sind, dann wird die Mission sicher noch einmal verl&auml;ngert.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\"><strong>Welche wissenschaftlichen Ziele hat die Mission?<\/strong><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Das unmittelbare Ziel ist die Erforschung des Inneren des Mars: Wie dick ist die Kruste? Wie gro&szlig; ist der Kern? Ist er fl&uuml;ssig oder fest? Woraus bestehen Kern und Marsmantel? Dem &uuml;bergeordnet ist dann die Fragestellung, wie sich die festen, erd&auml;hnlichen Planeten gebildet und entwickelt haben. Gibt es da deutliche Unterschiede, etwa zwischen Mars und Erde oder auch zu den anderen Planeten? Bis jetzt wissen wir ja nur, wie die Erde im Inneren aufgebaut ist, und das ist eben die Folge ihres Bildungs- und Entwicklungsprozesses. Aber aus einem einzigen Beispiel kann man nicht so viel lernen &ndash; man m&ouml;chte nat&uuml;rlich sehen, wie es auch anders geht.<\/p>\n<div data-gdpr-embedding data-gdpr-id=\"11\" data-gdpr-embedding-no-placeholder><!----><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\"><strong>Bisher wissen wir also nur relativ wenig &uuml;ber das Innere des Mars?<\/strong><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Wir haben nat&uuml;rlich Vermutungen. Solange wir nicht gen&uuml;gend aussagekr&auml;ftige Daten haben, nehmen wir erst mal an, dass die anderen erd&auml;hnlichen Planeten so aufgebaut sind wie die Erde mit einem Eisenkern, einem Mantel aus Silikatgestein und einer Kruste dar&uuml;ber. Die Daten, die wir bisher besitzen, sind geod&auml;tische Daten: Wir kennen die Rotation und das Schwerefeld der Planeten und wissen, wie sie auf Gezeitenbeanspruchung reagieren. Auf dieser Grundlage kann man ungef&auml;hr sagen, wie gro&szlig; der jeweilige Kern ist, ob er fl&uuml;ssig oder fest ist. Aber diese Absch&auml;tzungen sind mit gro&szlig;en Unsicherheiten behaftet. Auch &uuml;ber das Erdinnere wissen wir am besten durch die Seismologie, die Erdbebenlehre, Bescheid.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\"><strong>Und auf dem Mars gibt es Erdbeben?<\/strong><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Das wei&szlig; man nicht mit Sicherheit. Die Oberfl&auml;che des Mars zeigt, dass es dort in den letzten vier Milliarden Jahren nicht die Plattentektonik gegeben hat, die wir auf der Erde haben. Aber wenn man sich hochaufl&ouml;sende Aufnahmen aus dem Orbit anschaut, dann gibt es viele Oberfl&auml;chenstrukturen, die man hier auf der Erde geologisch als Verwerfungen bezeichnen w&uuml;rde, wo sich also Krustenbl&ouml;cke gegeneinander verschoben haben. Solche Verschiebungen sind typischerweise mit Erdbeben verbunden. Das sind bislang nat&uuml;rlich nur indirekte Vermutungen. Es ist auch eines der Ziele der Mission, zu bestimmen, wie seismisch aktiv ist der Planet ist.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\"><strong>Welche Instrumente wird nun Insight daf&uuml;r nutzen k&ouml;nnen?<\/strong><\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/weltraum\/interview-mit-ulrich-christensen-zur-landung-der-insight-mission-auf-dem-mars-15899247.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/weltraum\/interview-mit-ulrich-christensen-zur-landung-der-insight-mission-auf-dem-mars-15899247.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach rund sechsmonatiger Reise erreicht die Nasa-Mission Insight heute Abend den Mars. 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