{"id":56365,"date":"2018-10-20T02:36:43","date_gmt":"2018-10-20T02:36:43","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=56365"},"modified":"2018-11-15T11:08:52","modified_gmt":"2018-11-15T11:08:52","slug":"esa-raumsonde-bepicolombo-ist-erfolgreich-gestartet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=56365","title":{"rendered":"Esa: Raumsonde BepiColombo ist erfolgreich gestartet"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">BebiColombo hebt ab.<\/div>\n<p class=\"post_description\">Die europ&auml;isch-japanische Raumsonde BepiColombo hat ihre Reise zum Merkur begonnen und ein erstes Signal gesendet. Die Mission soll Erkenntnisse zur Entstehung des Sonnensystems liefern.<\/p>\n<p class=\"First atc-TextParagraph\" id=\"pageIndex_1\"><span class=\"atc-TextFirstLetter\">D<\/span>ie ehrgeizige europ&auml;isch-japanische Raumfahrtmission zum Merkur ist angelaufen: Eine europ&auml;ische Tr&auml;gerrakete Ariane 5 startete am Samstag um 03.35 Uhr (MESZ) mit der <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"629bf53372425b61e5efbfe845654087271805f2\" href=\"\/aktuell\/wissen\/thema\/raumsonde\">Raumsonde<\/a> BepiColombo an Bord vom Weltraumbahnhof Kourou in Franz&ouml;sisch-Guayana. Sowohl am Weltraumbahnhof als auch im Kontrollzentrum in Darmstadt (ESOC) war der Start der Mission mit Spannung verfolgt worden.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die Sonde hat um 4.21 Uhr (MESZ) ein Signal zur Erde gesendet. Damit konnte das Missionskontrollzentrum der Esa (ESOC) in Darmstadt die Kontrolle &uuml;ber die Mission &uuml;bernehmen. Die ESOC-Mitarbeiter nahmen das Signal mit Applaus auf.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Damit steht die Reise der 6,40 Meter hohen und 4,1 Tonnen schweren Raumsonde aber erst am Anfang. Laut Berechnungen der <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"44bccc493e8c3f09f1e6d203842ffb2504b9941b\" href=\"\/aktuell\/wissen\/thema\/esa\">Europ&auml;ischen Weltraumorganisation<\/a> Esa erreicht die Sonde mit ihren beiden Satelliten den Merkur im Dezember 2025. Bis dahin m&uuml;ssen Forscher von der Erde aus wiederholt eingreifen. In den kommenden Tagen &uuml;berwachen etwa 80 Fachleute bei im Kontrollzentrum (ESOC) in Darmstadt die Mission.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Esa-Chef <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"7f390f21eb04ae15d699979df78d11136a762fb6\" href=\"\/aktuell\/rhein-main\/thema\/johann-dietrich-woerner\">Johann-Dietrich W&ouml;rner<\/a> bezifferte die Gesamtkosten der Mission inklusive Entwicklung und Betrieb auf rund zwei Milliarden Euro. Davon tr&auml;gt die Esa 1,5 Milliarden Euro.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Mitte Dezember wird die Spannung erneut steigen. Dann kommen erstmals die Ionen-Triebwerke der Sonde zum Einsatz. Sollten sie nicht funktionieren, k&ouml;nnte die Mission scheitern. Die Raumsonde muss neun Mal Planeten &#8211; ein Mal die Erde, zwei Mal die Venus und sechs Mal den Merkur &#8211; passieren, vor allem zum Entschleunigen. &bdquo;Wir m&uuml;ssen aufpassen, dass wir nicht in die Sonne fliegen. Das hei&szlig;t, wir m&uuml;ssen die ganze Zeit bremsen&ldquo;, sagte Esa-Chef W&ouml;rner. Jeder Vorbeiflug an einem Planeten brauche intensive Vorbereitung.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Namensgeber der Mission ist der italienische Mathematiker Bepi Colombo (1920-1984), der Grundlagen f&uuml;r eine Flugbahn zum Merkur berechnet hatte. Verl&auml;uft die Mission wie vorgesehen, trennen sich am Ziel zwei Satelliten von der Sonde und erforschen den Merkur auf unterschiedlichen Umlaufbahnen. Der Esa-Satellit MPO (Mercury Planetary Orbiter), auch &bdquo;Bepi&ldquo; genannt, soll die Oberfl&auml;che untersuchen. Der japanische Satellit MMO (Mercury Magnetospheric Orbiter) &#8211; oder &bdquo;Mio&ldquo; &#8211; nimmt das Magnetfeld des Planeten ins Visier. Er soll nach etwa 3,5 Jahren auf dem Merkur zerschellen.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">An Bord des europ&auml;ischen Satelliten sind elf Kameras und Instrumente. An vier davon sind deutsche Forschungseinrichtungen beteiligt. Dazu z&auml;hlt der Infrarotspektrometer Mertis aus M&uuml;nster. Er soll die Oberfl&auml;che des Merkur erkunden und dazu beitragen, den Ursprung unseres Sonnensystems zu verstehen. Ein Jahr ist f&uuml;r die Forschung mindestens vorgesehen, &bdquo;Bepi&ldquo; k&ouml;nnte aber bis zu vier Jahre arbeiten. Dann werde das Ger&auml;t voraussichtlich vergl&uuml;hen, so die Esa.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Bisher haben nur zwei US-Sonden den sonnenn&auml;chsten Planeten erkundet: &bdquo;Mariner 10&ldquo; in den 1970er Jahren und die Sonde &bdquo;Messenger&ldquo;, die 2011 in eine Umlaufbahn um den Planeten eintrat. Die steinige Oberfl&auml;che des Merkur ist &#8211; &auml;hnlich wie die unseres Mondes &#8211; von Kratern &uuml;bers&auml;t.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die Temperaturunterschiede auf dem Planeten sind extrem. Am Tag werden mehr als 400 Grad erreicht, in der Nacht herrscht K&auml;lte bis etwa minus 180 Grad.<\/p>\n<p>&#8211;&gt;<\/p>\n<div data-gdpr-embedding data-gdpr-id=\"11\" data-gdpr-embedding-no-placeholder><!----><\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/weltraum\/raumsonde-bepicolombo-ist-erfolgreich-gestartet-15847604.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/weltraum\/raumsonde-bepicolombo-ist-erfolgreich-gestartet-15847604.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die europ\u00e4isch-japanische Raumsonde BepiColombo hat ihre Reise zum Merkur begonnen und ein erstes Signal gesendet. 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