{"id":56268,"date":"2018-10-20T07:40:14","date_gmt":"2018-10-20T07:40:14","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=56268"},"modified":"2018-11-06T09:15:47","modified_gmt":"2018-11-06T09:15:47","slug":"mission-bepicolombo-im-bann-des-heimatsterns","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=56268","title":{"rendered":"Mission \u201eBepiColombo\u201c: Im Bann des Heimatsterns"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Das &bdquo;Mercury Transfer Module&ldquo; mit einer Spannweite von 30 Metern bringt beide Satelliten der BepiColombo-Mission der Esa zum Planeten Merkur (k&uuml;nstlerische Darstellung).<\/div>\n<p class=\"post_description\">Merkur wirft als kleinster und sonnenn&auml;chster Planet noch immer viele Fragen auf. Die europ&auml;isch-japanische Mission BepiColombo wird nun die Eigenschaften des Planeten und seiner Umgebung dank zweier Satelliten mit bisher unerreichter Pr&auml;zision vermessen.<\/p>\n<style type=\"text\/css\">#tile4adlabel:after{content:\"\"} #tile4adlabel:before{content:\"anzeige\"}<\/style>\n<p class=\"First atc-TextParagraph\" id=\"pageIndex_1\"><span class=\"atc-TextFirstLetter\">I<\/span>n den unvorstellbaren Weiten des beobachtbaren Universums, eingebettet in die Milchstra&szlig;e als eine von vielen Milliarden Galaxien und dort wiederum als ein Stern unter vielen Milliarden anderer, erscheint unser Sonnensystem als winzige kosmische Region. F&uuml;r unser Verst&auml;ndnis des Alls spielt diese Region aber eine herausragende Rolle: Unser Sonnensystem ist der Ausgangspunkt f&uuml;r unsere Erkundung des Kosmos, keine andere Region k&ouml;nnen wir so detailliert untersuchen, nirgendwo sonst im Universum k&ouml;nnen wir Experimente durchf&uuml;hren. Das so in n&auml;chster kosmischer Nachbarschaft erworbene Wissen ist die Grundlage daf&uuml;r, dass wir beobachtend im Rahmen der Astrophysik und Kosmologie auch die entferntesten Ph&auml;nomene und Prozesse im All beschreiben und verstehen k&ouml;nnen.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Und doch haben wir unsere allern&auml;chste Umgebung noch lange nicht ersch&ouml;pfend erkundet &ndash; und das nicht nur in den Randgebieten des Sonnensystems, wo es durchaus noch unbekannte Zwergplaneten oder den seit Jahrzehnten postulierten &bdquo;Planeten X&ldquo; geben k&ouml;nnte &ndash; auch der zentrale Bereich nahe der Sonne wirft noch viele Fragen auf. Letzteres liegt nicht zuletzt daran, dass die direkte Umgebung der Sonne von der Erde aus ausgesprochen schlecht zu beobachten ist. Der Himmel wird in dieser Richtung nie ganz dunkel, und das Risiko, Teleskope und die dahinter stehende empfindliche Elektronik durch ein &Uuml;berma&szlig; an Sonnenlicht zu zerst&ouml;ren, schr&auml;nkt nicht nur erdgebundene Observatorien, sondern auch optische Instrumente im Erdorbit wie das Hubble-Weltraumteleskop ein.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Der Merkur als sonnenn&auml;chster der acht Planeten ist entsprechend der bislang noch am wenigsten erkundete Gesteinsplanet. Am Himmel ist er nur zwei Stunden vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang zu sehen. Mit einem Durchmesser von 4880 Kilometern ist er wenig gr&ouml;&szlig;er als der Erdmond. 88 Tage ben&ouml;tigt er f&uuml;r eine Umkreisung der Sonne in einem mittleren Abstand von 58 Millionen Kilometern, wobei er sich in zwei Dritteln dieser Zeit einmal um sich selbst dreht. Die langsame Rotation f&uuml;hrt zu gro&szlig;en Temperaturunterschieden auf Merkurs Oberfl&auml;che zwischen mehr als 400 und weniger als -150 Grad Celsius. Seine N&auml;he zur Sonne setzt ihn nicht nur einer enormen Strahlung aus &ndash; rund zehnmal so stark wie hier auf der Erde &ndash;, auch das Gravitationsfeld der Sonne &uuml;bt dort einen viel st&auml;rkeren Einfluss aus. Dieser Einfluss ist ein weiterer Aspekt, der die Erforschung des Merkur erschwert, denn Sonden im Orbit um Merkur m&uuml;ssen sich der Anziehung der Sonne widersetzen.<\/p>\n<div data-gdpr-embedding data-gdpr-id=\"11\" data-gdpr-embedding-no-placeholder><!----><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die erste Mission zum Merkur wurde in den siebziger Jahren von der <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"997cb39f1d837ba2e13c2966183e3c8580dade26\" href=\"\/aktuell\/wissen\/thema\/nasa\">Nasa<\/a> und dem Jet Propulsion Laboratory mit Mariner 10 realisiert. Dabei nutzte die Sonde die Anziehung der Venus f&uuml;r ein &bdquo;Swing-by-Man&ouml;ver&ldquo;, um ihre Flugbahn so auszurichten, dass sie sich auf ihrer Bahn um die Sonne in den Jahren 1974 und 1975 insgesamt dreimal dem Merkur ann&auml;herte. Mariner 10 konnte dabei knapp die H&auml;lfte der Oberfl&auml;che des Merkur fotografieren, die mit ihren zahlreichen Kratern an die des Monds erinnert, und entdeckte ein unerwartet starkes Magnetfeld, das dem der Erde &auml;hnelt. Diese Entdeckungen warfen viele Fragen auf: Um die geologische Geschichte des Merkur rekonstruieren zu k&ouml;nnen, reichten die nicht die gesamte Oberfl&auml;che abdeckenden Daten nicht aus. Au&szlig;erdem fehlten Messungen der chemischen Zusammensetzung der Merkur-Oberfl&auml;che. Die hohe Dichte des Merkur im Vergleich zu den anderen Gesteinsplaneten erschien dar&uuml;ber r&auml;tselhaft und warf die Frage nach der Beschaffenheit seines Inneren auf. Damit verbunden war unklar, wie Merkur sein Magnetfeld erzeugt, insbesondere vor dem Hintergrund, dass bei Venus und Mars ein solches fehlt.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/weltraum\/mission-bepicolombo-im-bann-des-heimatsterns-15840108.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/weltraum\/mission-bepicolombo-im-bann-des-heimatsterns-15840108.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Merkur wirft als kleinster und sonnenn\u00e4chster Planet noch immer viele Fragen auf. 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