{"id":56056,"date":"2018-10-03T11:36:34","date_gmt":"2018-10-03T11:36:34","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=56056"},"modified":"2018-10-18T15:47:47","modified_gmt":"2018-10-18T15:47:47","slug":"weltraumforschung-mascot-erfolgreich-auf-asteroid-gelandet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=56056","title":{"rendered":"Weltraumforschung: \u201eMascot\u201c erfolgreich auf Asteroid gelandet"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Eines der ersten Bilder des Messger&auml;tes &bdquo;Mascot&ldquo; vom Asteoriden Ryugu<\/div>\n<p class=\"post_description\">Das deutsch-franz&ouml;sische Messger&auml;t ist auf dem Himmelsk&ouml;rper gelandet, um dort den Urspr&uuml;ngen des Sonnensystems auf die Spur zu kommen. Es hat bereits erste Bilder von der Oberfl&auml;che des Asteroiden gesendet.<\/p>\n<p class=\"First atc-TextParagraph\" id=\"pageIndex_1\"><span class=\"atc-TextFirstLetter\">M<\/span>ission gegl&uuml;ckt: Rund 300 Millionen Kilometer von der Erde entfernt ist das deutsch-franz&ouml;sische Messger&auml;t &bdquo;Mascot&ldquo; erfolgreich auf dem Asteroiden Ryugu gelandet. Das gab das Deutsche Zentrum f&uuml;r Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bremen am Mittwoch bekannt. Die japanische Raumsonde &bdquo;Hayabusa2&ldquo; klinkte das Landeger&auml;t von der Gr&ouml;&szlig;e einer Mikrowelle um 03.58 Uhr deutscher Zeit aus. Aus einer H&ouml;he von 51 Metern fiel &bdquo;Mascot&ldquo; im freien Fall &ndash; langsamer als ein irdischer Fu&szlig;g&auml;nger &ndash; auf den Himmelsk&ouml;rper zu. &bdquo;Es h&auml;tte nicht besser laufen k&ouml;nnen&ldquo;, erkl&auml;rte Mascot-Projektmanagerin Tra-Mi Ho vom DLR-Institut f&uuml;r Raumfahrtsysteme. &bdquo;Aus den Betriebsdaten des Landers konnten wir erkennen, dass er sich von der Raumsonde trennte und nach rund 20 Minuten auf der Asteroidenoberfl&auml;che zur Ruhe kam.&ldquo;<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Damit beginnen f&uuml;r das internationale Team aus Ingenieuren und Wissenschaftler die 16 Stunden, in denen der Lander Messungen auf der Asteroidenoberfl&auml;che vornimmt. Die Forscher wollen mit der Mission den Urspr&uuml;ngen des Sonnensystems auf die Spur kommen. Bereits der Moment der Trennung von der Sonde geh&ouml;rte zu den Risiken der Mission. W&auml;re &bdquo;Mascot&ldquo; nicht wie geplant und getestet ohne Probleme ausgeklinkt worden, h&auml;tte das Team auf der Erde kaum M&ouml;glichkeiten gehabt, dieses Problem zu beheben. &bdquo;Doch alles verlief reibungslos&ldquo;.<\/p>\n<div data-gdpr-embedding data-gdpr-id=\"11\" data-gdpr-embedding-no-placeholder><!----><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Wegen der geringen Anziehungskraft des Asteroiden konnte &bdquo;Mascot&ldquo; (Mobile Asteroid Surface Scout) sanft landen. Ryugu hat einen Durchmesser von nur etwa 900 Metern und nur etwa ein 60.000stel der Erdanziehungskraft. Der sanfte Abstieg war entscheidend gewesen, da &bdquo;Mascot&ldquo; sonst wegen der geringen Gravitation h&auml;tte wie ein Gummiball vom Asteroiden zur&uuml;ckspringen und im All verloren gehen k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>&#8211;&gt;<\/p>\n<div data-gdpr-embedding data-gdpr-id=\"11\" data-gdpr-embedding-no-placeholder><!----><\/p>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">Erste Bilder von &bdquo;Mascot&ldquo;<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Auf seinen Erkundungstouren wird das kleine Kraftpaket umherh&uuml;pfen. M&ouml;glich macht das ein eingebauter Schwungarm. &bdquo;Der Lander sollte nun auf der Asteroidenoberfl&auml;che liegen, sich mit seinem Schwungarm im Inneren in die richtige Position gebracht haben und selbstst&auml;ndig mit den Messungen beginnen&ldquo;, teilte das DLR weiter mit. &bdquo;Mascot&ldquo; war federf&uuml;hrend vom DLR-Institut f&uuml;r Raumfahrtsysteme in Bremen mit der franz&ouml;sischen Raumfahrtagentur CNES entwickelt und getestet worden.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Er hat vier Instrumente: Mit einem Radiometer und einer Kamera des DLR, einem Spektrometer des Institut d&rsquo;Astrophysique Spatiale und einem Magnetometer der TU Braunschweig sollen die mineralogische und geologische Zusammensetzung der Oberfl&auml;che des Asteroiden untersucht werden. Zudem soll &bdquo;Mascot&ldquo; die Oberfl&auml;chentemperatur sowie das Magnetfeld des Asteroiden ermitteln. 16 Stunden hat er f&uuml;r seine Arbeit auf dem Asteroiden Zeit. Dann wird seine Batterie versiegen.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">&bdquo;Mascot&ldquo; hat bereits erste Bilder von dem Asteroiden Ryugu &uuml;bermittelt. Diese zeigen eine raue Oberfl&auml;che mit gro&szlig;en Gesteinsbrocken.<\/p>\n<div data-gdpr-embedding data-gdpr-id=\"11\" data-gdpr-embedding-no-placeholder><!----><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die Forscher wollen der Frage nachgehen, welche Rolle Asteroiden bei der Entstehung und der fr&uuml;hen Entwicklung der Erde gespielt haben. Teleskopmessungen lie&szlig;en vermuten, dass er Wasser enth&auml;lt. Es besteht die M&ouml;glichkeit, dass Asteroiden einst mit Einschl&auml;gen auf der Erde auch Wasser zu unserem Planeten gebracht haben k&ouml;nnten. Ryugu ist ein erdbahnkreuzender Asteroid. Die Wissenschaftler wollen daher herausfinden, wie solch ein potenziell f&uuml;r die Erde gef&auml;hrlicher Asteroid beschaffen ist, um Abwehrm&ouml;glichkeiten zu entwickeln.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Mit &bdquo;Mascots&ldquo; Daten wird die Sonde &bdquo;Hayabusa2&ldquo; zur Erde zur&uuml;ckfliegen und soll dort Ende 2020 &uuml;ber einer W&uuml;ste in Australien eine Kapsel mit den eingesammelten Proben des Asteroiden abwerfen. Vier Jahre waren &bdquo;Mascot&ldquo; und die Sonde im Weltall unterwegs gewesen und legten rund 3,2 Milliarden Kilometer zur&uuml;ck. Bereits im Jahr 2010 hatte die japanische Raumsonde &bdquo;Hayabusa&ldquo;, die Vorg&auml;ngerin der &bdquo;Hayabusa2&ldquo;, weltweit erstmals Bodenproben eines Asteroiden zur Erde gebracht. Dabei war eine Art Fallbeil im Einsatz gewesen, den die Sonde auf den Asteroiden sausen lie&szlig;, um damit Staub aufzuwirbeln und einzufangen.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/weltraum\/weltraumforschung-mascot-auf-asteroid-gelandet-15818779.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/weltraum\/weltraumforschung-mascot-auf-asteroid-gelandet-15818779.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das deutsch-franz\u00f6sische Messger\u00e4t ist auf dem Himmelsk\u00f6rper gelandet, um dort den Urspr\u00fcngen des Sonnensystems auf die Spur zu kommen. 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