{"id":55377,"date":"2018-08-05T09:55:22","date_gmt":"2018-08-05T09:55:22","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=55377"},"modified":"2018-08-27T09:58:11","modified_gmt":"2018-08-27T09:58:11","slug":"studie-aus-amerika-fotofilter-schmalern-selbstwertgefuhl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=55377","title":{"rendered":"Studie aus Amerika: Fotofilter schm\u00e4lern Selbstwertgef\u00fchl"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Dank Fotofiltern ist Sch&ouml;nsein heute einfach. Auch dieses Foto von der S&auml;ngerin Becky G, die mit einem Fan in Los Angeles posiert, wurde digital nachbearbeitet.<\/div>\n<p class=\"post_description\">Fotofilter machen sch&ouml;ner &ndash; allerdings nur im Netz. Viele Nutzer f&uuml;hlen sich deshalb in der Realit&auml;t zunehmend h&auml;sslich und legen sich immer h&auml;ufiger unters Messer.<\/p>\n<p class=\"First atc-TextParagraph\" id=\"pageIndex_1\"><span class=\"atc-TextFirstLetter\">D<\/span>igital aufgeh&uuml;bschte Selfies in sozialen Netzwerken k&ouml;nnen Nutzer verunsichern und sogar zu einer St&ouml;rung der eigenen K&ouml;rperwahrnehmung f&uuml;hren. Davor warnen amerikanische Mediziner von der <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"77812de589b5bab551767588a9f9f8c2050ef6e7\" href=\"\/aktuell\/feuilleton\/thema\/boston-university\">Boston University<\/a> School of Medicine im Fachblatt &bdquo;Jama Facial Plastic Surgery&ldquo;. Die Vorstellung von Sch&ouml;nheit ver&auml;ndere sich weltweit, weil heutzutage jeder seine Bilder und Selfies mit Smartphone-Apps bearbeiten k&ouml;nne, schreiben die Forscher. Dabei wird beispielsweise die Haut sch&ouml;ner gemacht, die Gesichts- und Augenfarbe wird ausdrucksst&auml;rker und die Z&auml;hne wei&szlig;er. Solche Bildmanipulationen waren fr&uuml;her bislang vor allem in der Werbung und auf Zeitschriftentiteln &uuml;blich.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">&bdquo;Bearbeitete Selfies k&ouml;nnen dazu f&uuml;hren, dass Menschen den Bezug zur Realit&auml;t verlieren&ldquo;, sagt Forscher Neelam Vashi in einer Mitteilung seiner Universit&auml;t. &bdquo;Die Bilder wecken die Erwartung, dass wir immer perfekt herausgeputzt aussehen m&uuml;ssen.&ldquo;<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die Wissenschaftler um Vashi verweisen auf eine aktuelle Befragung von Sch&ouml;nheits-Chirurgen rund um den Globus. Demnach geben 55 Prozent an, dass sie von Patienten um eine OP gebeten werden, die ihre Erscheinung in Selfies verbessern wollen. 2015 habe dieser Wert noch bei 42 Prozent gelegen. Sch&ouml;nheits-OP-Patienten wollen den Medizinern zufolge nicht mehr so h&auml;ufig aussehen wie Stars, sondern wie retuschierte Versionen von sich selbst, mit volleren Lippen, gr&ouml;&szlig;eren Augen oder einer schlankeren Nase.<\/p>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">Betroffene besch&auml;ftigen sich stundenlang mit vermeintlichen Makeln<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Vashi und Kollegen schreiben, dass die allgegenw&auml;rtigen retuschierten Bilder das Selbstwertgef&uuml;hl mancher Nutzer beeintr&auml;chtigen k&ouml;nnen. Es kann sogar zu einer sogenannten k&ouml;rperdysmorphen St&ouml;rung f&uuml;hren. Betroffene besch&auml;ftigen sich oft stundenlang mit einem k&ouml;rperlichen Makel, den andere objektiv nicht als solches erkennen oder der sehr gering ausgepr&auml;gt ist. Als Folge ziehen sich die Betroffenen sozial oder beruflich oft zur&uuml;ck.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Der Leiter der Abteilung f&uuml;r Interventionelle Biologische Psychiatrie am Universit&auml;tsklinikum Freiburg, Professor Thomas Schl&auml;pfer, sagt, dass derartige St&ouml;rungen der K&ouml;rperwahrnehmung nicht neu seien. &bdquo;Durch die gestiegene Nutzung von Handys r&uuml;ckt das Krankheitsbild jedoch mehr in den Fokus.&ldquo;<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Eine genaue Zahl der Erkrankungen gebe es nicht, sagte Schl&auml;pfer. Die Dunkelziffer sei hoch. &bdquo;Entweder melden sich die Betroffenen nicht beim Arzt, oder sie laufen unter dem Deckmantel Depression mit.&ldquo; Nur wenige &Auml;rzte kennen Schl&auml;pfer zufolge das Krankheitsbild oder diagnostische Kriterien. Handlungsbedarf sieht er deshalb vor allem in der &Auml;rzteausbildung.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">&bdquo;Die Folge der oft fehlenden Kenntnis der &Auml;rzte ist, dass Patienten nicht richtig behandelt werden&ldquo;, sagte Schl&auml;pfer. Dabei k&ouml;nne man die St&ouml;rung gut behandeln, und zwar mit einer Psychotherapie, die oft in Kombination mit Medikamenten eingesetzt wird. Dieses Vorgehen empfehlen auch die Wissenschaftler um Vashi. Eine Sch&ouml;nheitsoperation hingegen k&ouml;nne die Symptome bei einer k&ouml;rperdysmorphen St&ouml;rung sogar verschlimmern.<\/p>\n<p>&#8211;&gt;<\/p>\n<div data-gdpr-embedding data-gdpr-id=\"11\" data-gdpr-embedding-no-placeholder><!----><\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/stil\/leib-seele\/studie-aus-amerika-fotofilter-schmaelern-selbstwertgefuehl-15723598.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/stil\/leib-seele\/studie-aus-amerika-fotofilter-schmaelern-selbstwertgefuehl-15723598.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fotofilter machen sch\u00f6ner \u2013 allerdings nur im Netz. 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