{"id":53086,"date":"2018-02-24T20:59:24","date_gmt":"2018-02-24T20:59:24","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=53086"},"modified":"2018-02-26T12:36:28","modified_gmt":"2018-02-26T12:36:28","slug":"russland-stimmt-zu-un-sicherheitsrat-verabschiedet-resolution-zu-waffenruhe-in-syrien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=53086","title":{"rendered":"Russland stimmt zu: UN-Sicherheitsrat verabschiedet Resolution zu Waffenruhe in Syrien"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Zivilisten suchen w&auml;hrend der schweren Luftangriffen auf das belagerte Gebiet Ost-Ghuta nach &Uuml;berlebenden.<\/div>\n<p class=\"post_description\">Nach tagelangen Verhandlungen beschlie&szlig;t der UN-Sicherheitsrat eine Resolution zur Feuerpause in Syrien. Bis kurz vor der Abstimmung verhandelten die Diplomaten, um eine drohende Blockaden der Veto-Macht Russland zu verhindern.<\/p>\n<p class=\"First atc-TextParagraph\" id=\"pageIndex_1\"><span class=\"atc-TextFirstLetter\">D<\/span>er UN-Sicherheitsrat hat per Resolution eine mindestens 30 Tage dauernde Feuerpause f&uuml;r das B&uuml;rgerkriegsland Syrien gefordert. Nach anf&auml;nglichem Widerstand Russlands und tagelangen Verhandlungen stimmten die 15 Mitgliedsl&auml;nder am Samstag in New York geschlossen daf&uuml;r. Die Resolution enth&auml;lt allerdings keine v&ouml;lkerrechtlich bindenden Druckmittel zur Durchsetzung der Waffenruhe.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Der Rat &bdquo;fordert, dass alle Parteien ohne Verz&ouml;gerung die Kampfhandlungen einstellen f&uuml;r einen Zeitraum von mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen in ganz Syrien f&uuml;r eine anhaltende humanit&auml;re Pause&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Papier. Die Resolution soll humanit&auml;ren Helfern Zugang zu belagerten Gebieten verschaffen und UN-Helfern sowie deren Partnern erm&ouml;glichen, Kriegsopfer in Sicherheit zu bringen.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die westlichen Sicherheitsratsmitglieder wehrten Russlands Forderung ab, dass jede Hilfslieferung von der syrischen Regierung abgesegnet werden muss. Da Russland Garantien forderte, trifft sich der UN-Sicherheitsrat in zwei Wochen wieder, um die Umsetzung der Waffenruhe zu beurteilen. Moskau setzte zudem durch, dass der Beschuss von dschihadistischen Gruppen in Syrien wie Islamischer Staat (IS) und Al-Qaida in dem Resolutionstext von der Feuerpause ausgenommen wurde. Auf Dr&auml;ngen Russlands sind auch &#8222;andere Individuen, Gruppen, Einheiten mit Verbindungen zu Al-Qaida und IS&#8220; und anderen vom UN-Sicherheitsrat festgelegten terroristische Gruppen von der Waffenruhe ausgenommen. Diese Ausnahmeregelungen k&ouml;nnten nach Einsch&auml;tzung von Beobachtern zu unterschiedlichen Interpretationen der Vereinbarung f&uuml;hren, da Damaskus auch Rebellen als &#8222;Terroristen&#8220; einstuft, die vom Westen unterst&uuml;tzt werden.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die amerikanische UN-Botschafterin Nikki Haley warf Russland vor, die Verhandlungen vors&auml;tzlich behindert zu haben. Zugleich meldete sie Zweifel an, ob Syriens Regierung sich an die Waffenruhe halten werde. Russlands UN-Botschafter Wassili Nebenzia verteidigte die Haltung seiner Regierung und betonte, Angriffe gegen Terrorgruppen seien von der Waffenruhe ausdr&uuml;cklich ausgenommen.<\/p>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">Syrische Opposition fordert Sanktionen f&uuml;r Verst&ouml;&szlig;e<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Menschenrechtler riefen den Sicherheitsrat auf, das Ende der Bombardements in Ost-Ghuta und vollst&auml;ndigen humanit&auml;ren Zugang sicherzustellen. Die lange Liste von Ausnahmen in der Resolution mache es Kriegsparteien einfach, ihre willk&uuml;rlichen Angriffe auf zivile Ziele fortzusetzen, erkl&auml;rte Amnesty International. Unabh&auml;ngig von der Resolution seien alle Kriegsparteien an humanit&auml;res V&ouml;lkerrecht gebunden. Die Luftwaffen Syriens und Russlands m&uuml;ssten umgehend die Bombardierung von Zivilisten einstellen, forderte die Organisation. Das gleiche gelte f&uuml;r bewaffnete Gruppen, die das Stadtgebiet von Damaskus mit M&ouml;rsergranaten besch&ouml;ssen.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die syrische Opposition forderte den Sicherheitsrat auf, Sanktionen f&uuml;r den Fall von Verst&ouml;&szlig;en gegen die Waffenruhe zu beschlie&szlig;en. Andernfalls werde das Assad-Regime seine Angriffe fortsetzen, warnte die in Saudi-Arabien sitzende Syrian Negotiation Commission. Da der beschlossenen Resolution jedes Druckmittel fehle, m&uuml;ssten im Zweifelfall individuelle Staaten bereit sein, die Waffenruhe durchzusetzen, hie&szlig; es weiter.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die syrischen Regierungstruppen bombardieren seit Tagen die belagerte syrische Rebellen-Hochburg Ost-Ghuta. Die Syrische Beobachtungsstelle f&uuml;r Menschenrechte macht auch russische Kampfflieger f&uuml;r den Beschuss verantwortlich, was Moskau allerdings von sich weist. Seit Beginn der Bombardements am Sonntag vergangener Woche sind nach neuen Angaben der Beobachtungsstelle bereits 510 Menschen get&ouml;tet worden, darunter 127 Kinder. Allein am Samstag starben demnach mindestens 32 Zivilisten in Ost-Ghuta, darunter acht Kinder. Die Angaben der den bewaffneten Rebellen nahe stehenden Beobachtungsstelle, die &uuml;ber ein Netzwerk von Informanten in Syrien verf&uuml;gt, sind von unabh&auml;ngiger Seite kaum &uuml;berpr&uuml;fbar.<\/p>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">Rebellen beschie&szlig;en Damaskus<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">In dem Resolutionsentwurf, den Schweden und Kuwait in den UN-Sicherheitsrat eingebracht haben, werden die Konfliktparteien aufgerufen, alle Belagerungen sofort zu beenden und den Zivilisten nicht l&auml;nger lebenswichtige Lebensmittel und Medikamente vorzuenthalten. Dies soll insbesondere den knapp 400.000 Menschen in der belagerten Rebellenhochburg Ost-Ghuta am Stadtrand von Damaskus helfen. Au&szlig;erdem ist ein sofortiger Waffenstillstand in Syrien vorgesehen.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die Veto-Macht Russland bremst die Beratungen seit Tagen mit ihren Einw&auml;nden aus. Eine Abstimmung war urspr&uuml;nglich bereits f&uuml;r Donnerstag vorgesehen. Die Vorlage wurde bereits abgeschw&auml;cht, um Moskau die Zustimmung zu erm&ouml;glichen. Russland fordert seit l&auml;ngerem einen geordneten Abzug der islamistischen Rebellengruppen aus Ost-Ghuta, was diese bisher ablehnen.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Ost-Ghuta wird derzeit von zwei islamistischen Splittergruppen sowie dem fr&uuml;heren syrischen Al-Qaida-Ableger kontrolliert. Die Rebellen haben auf die Angriffe der syrischen Armee mit dem Beschuss von Zielen in Damaskus reagiert.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/un-sicherheitsrat-verabschiedet-resolution-zu-waffenruhe-in-syrien-15466523.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/un-sicherheitsrat-verabschiedet-resolution-zu-waffenruhe-in-syrien-15466523.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach tagelangen Verhandlungen beschlie\u00dft der UN-Sicherheitsrat eine Resolution zur Feuerpause in Syrien. 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