{"id":52366,"date":"2017-11-27T14:00:00","date_gmt":"2017-11-27T14:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=52366"},"modified":"2018-01-12T14:22:26","modified_gmt":"2018-01-12T14:22:26","slug":"26-neue-zwergfrosch-arten-ein-gigantischer-clan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=52366","title":{"rendered":"26 neue Zwergfrosch-Arten: Ein gigantischer Clan"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Stumpffia psologlossa von der n&ouml;rdlichen Insel Nosy B&eacute; (ein beliebtes Touristenziel)  wurde bereits im 19. Jahrhundert gesammelt und jetzt taxonomisch neu eingeordnet. Typisch f&uuml;r ihn ist die &bdquo;Teddab&auml;r&ldquo;-Zeichung auf dem R&uuml;cken und sein pulsierendes Pfeifen.<\/div>\n<p class=\"post_description\">Madagaskar ist riesig, aber die Insel ist voller Zwerge. Die Miniaturfr&ouml;sche der Gattung Stumpffia sind dank deutscher Forscher auf einen Schlag um 26 Arten reicher.<\/p>\n<p class=\"First atc-TextParagraph\" id=\"pageIndex_1\"><span class=\"atc-TextFirstLetter\">E<\/span>s kommt selten genug vor, dass bei Biologen, die in den kl&auml;glichen, von der menschlichen Zivilisation &uuml;brig gelassenen Resten an Wildnis arbeiten, so etwas wie Goldgr&auml;berstimmung aufkommt. Zu niederschmetternd sind meist ihre Erfahrungen, zu radikal sind die Einschnitte in die Natur. Fast &uuml;berall schrumpfen die Best&auml;nde, schwindet die biologische Vielfalt.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">In einem fast schon skurrilen Gegensatz zur &ouml;kologisch desastr&ouml;sen Entwicklung stehen da seit einigen Jahren die Entdeckungsberichte von Herpetologen &ndash; Amphibien- und Reptilienspezialisten &ndash;, die beispielsweise auf Madagaskar vor der ostafrikanischen K&uuml;ste nach neuen Arten suchen. In den achtziger Jahren waren gerade einmal drei neue Froscharten entdeckt worden, im Jahr 1991 summierte sich ihre Gesamtzahl auf immerhin 133 Arten &ndash; allesamt Spezies, die sich ausschlie&szlig;lich auf der seit Jahrmillionen isolierten Insel gebildet hatten. Das war seinerzeit schon zehnmal so viel wie der mitteleurop&auml;ische Amphibienreichtum. Dann allerdings explodierte die wissenschaftlich katalogisierte Vielfalt auf der Insel, Jahr f&uuml;r Jahr wurden neue Spezies beschrieben. Um die dreihundert sind es bis heute. Und das ist noch l&auml;ngst nicht das Ende.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Der j&uuml;ngste Coup: Sagenhafte 26 neu beschriebene Arten von Zwergfr&ouml;schen aus der Gattung Stumpffia. Deren (vorl&auml;ufiges) Arteninventar ist damit von vier im Jahr 1991 auf nunmehr 41 gewachsen. Stumpffias geh&ouml;ren zu den kleinsten Fr&ouml;schen der Welt. Einige sind weniger als zehn Millimeter lang, die gr&ouml;&szlig;ten messen kaum mehr als zwei Zentimeter. Aus den in winzigen Schaumnestern im Bodenlaub der Tropenw&auml;lder abgelegten Eiern, in denen sich die Kaulquappen entwickeln, schl&uuml;pfen atemberaubend kleine Miniaturfr&ouml;sche, die leicht auf eine Streichholzspitze passen w&uuml;rden. &Uuml;ber die Biologie der meisten dieser mit Gen-, Laut- und K&ouml;rperbauanalysen identifizierten Arten wei&szlig; man allerdings noch herzlich wenig. Die Sammel-Neubeschreibung wurde nun von einer internationalen Gruppe in <a href=\"http:\/\/www.senckenberg.de\/files\/content\/forschung\/publikationen\/vertebratezoology\/vz67-3\/vertebrate_zoology_67-3_vences_271-398.pdf\">&bdquo;Vertebrate Zoology&ldquo; <\/a>publiziert, an der Spitze wie so oft deutsche Forscher aus Darmstadt, Braunschweig, M&uuml;nchen, Hamburg und Berlin.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/leben-gene\/26-neue-zwergfroesche-auf-madagaskar-entdeckt-15302324.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/leben-gene\/26-neue-zwergfroesche-auf-madagaskar-entdeckt-15302324.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Madagaskar ist riesig, aber die Insel ist voller Zwerge. 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