{"id":52306,"date":"2018-01-10T10:47:52","date_gmt":"2018-01-10T10:47:52","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=52306"},"modified":"2018-01-10T11:27:05","modified_gmt":"2018-01-10T11:27:05","slug":"ein-kind-wird-uns-geboren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=52306","title":{"rendered":"Ein Kind wird uns geboren"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><strong>Was, wenn der Wunsch nach einem Baby verwehrt bleibt? Auf Kinder verzichten? Oder das Schicksal \u00fcberlisten? Melanie entscheidet sich f\u00fcr eine Leihmutterschaft in der Ukraine.<\/strong><\/em><!--more--><\/p>\n<p id=\"pageIndex_1\" class=\"First atc-TextParagraph\"><span class=\"atc-TextFirstLetter\">E<\/span>s war Anfang September, ein Tag mit fast 30 Grad und strahlendem Sonnenschein. Doch Melanie hatte f\u00fcr das traumhafte Sp\u00e4tsommerwetter in der Ukraine keinen Blick. Vor ihr lag der wohl wichtigste Moment ihres Lebens. Gemeinsam mit ihrem Ehemann war sie in die entlegene Stadt mit dem unaussprechlichen Namen Kropywnyzkyj gereist, knapp 1700 Kilometer entfernt von zu Hause. Hier ist ihr Baby auf die Welt gekommen, ein leibliches Kind, ausgetragen von einer Leihmutter. In einem schmucklosen kleinen Raum mit vielen Kinderbettchen lag das eigene Baby. Die Krankenschwester zog eines der Rollbetten hervor: \u201eHier ist ihr Sohn!\u201c<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Vor etwas \u00fcber einem Jahr, kurz vor\u00a0Weihnachten, war noch nicht klar, ob Melanie jemals Mutter werden w\u00fcrde. Vier Fehlgeburten hatte die Zweiundvierzigj\u00e4hrige hinter sich. Immer wieder Bauchschmerzen, heftige Blutungen, Medikamente, traumatisierende Arztbesuche, Operationen. Und immer wieder Hoffnung, Angst und Trauer. \u00dcber allem die Frage: Warum wird ausgerechnet mir der Wunsch nach einem eigenen Kind nicht erf\u00fcllt? Eine Frage ohne Antwort, dazu die Wut auf den eigenen K\u00f6rper, Zweifel und viele Diskussionen &#8211; \u00fcber schicksalhafte F\u00fcgung und moralische Werte.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Melanies Vater konnte nicht verstehen, dass sich seine Tochter und sein Schwiegersohn f\u00fcr eine\u00a0Leihmutterschaft\u00a0entschieden. Er fand, man solle die Herausforderungen akzeptieren, die das Schicksal f\u00fcr jeden bereith\u00e4lt. \u201eMein Dad empfand das als Schummeln\u201c, sagt Melanie. \u201eDoch mein Weltbild ist ein anderes. Ich wollte das nicht akzeptieren. Ich habe gesagt: Ich lasse mir das nicht gefallen, es gibt noch M\u00f6glichkeiten, und die reize ich erst mal aus, bevor ich aufgebe.\u201c<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Nach dem \u00c4rztemarathon und vielen erfolglosen Versuchen mit k\u00fcnstlicher Befruchtung informierten sich die k\u00fcnftigen Eltern zun\u00e4chst \u00fcber die M\u00f6glichkeit einer Adoption. Doch eine Inlandsadoption kommt aufgrund ihres Alters nicht mehr in Frage, auch im Ausland stehen die Chancen schlecht, einen S\u00e4ugling zu bekommen, und wenn, dann wohl nur ein beeintr\u00e4chtigtes oder gar traumatisiertes Kind. \u201eIch finde es toll, wenn das jemand macht, aber das muss man sich zutrauen.\u201c<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Melanie sind die eigenen Gene nicht so wichtig. Aber ihr Mann w\u00fcnschte sich ein leibliches Kind. So blieb nur die M\u00f6glichkeit einer Leihmutterschaft. In Deutschland ist sie verboten. In der Ukraine dagegen gibt es zum Beispiel Biotexcom, eine Klinik f\u00fcr Reproduktionsmedizin. Eine Leihmutterschaft ist in dem Land dann erlaubt, wenn es f\u00fcr die\u00a0Frauen\u00a0aus medizinischen Gr\u00fcnden nicht m\u00f6glich ist, selbst ein Kind auszutragen. Im Herbst 2016 landete das Paar in der ukrainischen Hauptstadt Kiew &#8211; in Melanies Handtasche ein dicker Batzen Bargeld, die erste Rate, die im Fall einer Vertragsunterzeichnung sofort f\u00e4llig ist. Am Flughafen wurden die beiden zu einem kostenlosen Informationsgespr\u00e4ch abgeholt.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">F\u00fcr eine Leihmutterschaft gibt es verschiedene Varianten: Je nach Vertragsmodell liegen die Kosten bei 30.000, 40.000 oder 50.000 Euro. Das h\u00e4ngt davon ab, ob man auch die medizinischen Folgekosten zahlen m\u00f6chte, wie die Unterkunft aussieht, ob man rund um die Uhr betreut werden und Einfluss auf die Wahl der Leihmutter haben m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Die beiden entschieden sich, so sagen sie scherzhaft, f\u00fcr das \u201eArme-Leute-Modell\u201c f\u00fcr 30.000 Euro. Die Bezahlung ist gestaffelt: jeweils knapp 6000 Euro bei der Vertragsunterzeichnung, der Punktion, nach den ersten drei Monaten der Schwangerschaft, zur Geburt des Kindes und bei der Abholung. 6000 Euro bei Abholung: Das klingt ein wenig wie ein Kind auf Bestellschein, das man wie ein Postpaket p\u00fcnktlich als Weihnachtsgeschenk zugestellt bekommt. Absurd, auch f\u00fcr die werdenden Eltern. \u201eMan kann das manchmal nur mit schwarzem Humor ertragen\u201c, sagt Melanie. \u201eManchmal haben wir dar\u00fcber Witze gemacht. Zwischendurch ist zum Beispiel unser Auto kaputtgegangen. Da haben wir gesagt: Das geht jetzt nicht, wir m\u00fcssen ja noch das Kind bezahlen.\u201c<\/p>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">Den K\u00f6rper einer anderen nutzen?<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Vor allem die Frage nach der Moral trieb Melanie um. Insbesondere der Gedanke, ob es in Ordnung ist, den K\u00f6rper einer anderen Frau zu benutzen, um sich selbst einen lang gehegten Wunsch zu erf\u00fcllen. \u201eIch hatte ein furchtbar schlechtes Gewissen, weil unserer Leihmutter in den ersten Monaten immer schlecht war und sie sich st\u00e4ndig \u00fcbergeben musste. Ich hatte das Gef\u00fchl, dass wir uns unethisch verhalten. Das hat mir zwischendurch viel mehr Sorgen gemacht als der Gedanke, dass mit dem Baby etwas schiefgehen k\u00f6nnte.\u201c Und dann war da nat\u00fcrlich noch der seltsame Umstand, dass sie vom wirtschaftlichen Gef\u00e4lle zwischen Deutschland und der Ukraine profitieren w\u00fcrden. \u201eNat\u00fcrlich ist uns klar, dass diese Frauen das nur machen, um Geld zu verdienen, weil sie es bitter n\u00f6tig haben. Das war schwierig f\u00fcr mich. Aber mein Mann hat gesagt: Warum traust du den Frauen nicht zu, eigene Entscheidungen zu treffen?\u201c<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Aussuchen darf man sich die Leihmutter bei der 30.000-Euro-Variante nicht. Die Klinik w\u00e4hlt die Frauen nach medizinischen Gesichtspunkten aus. \u201eIch wei\u00df noch, dass ich die erste Frau auf dem Foto furchtbar grimmig und st\u00e4mmig fand. Aber mein Mann sagte: Sei doch froh, sie ist wie ein Panzer, du willst doch, dass unserem Kind nichts passiert!\u201c<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Dann wieder eine Hiobsbotschaft: Der erste Versuch klappte auch mit der Leihmutter nicht. Wieder die Sorge, wieder Zweifel, es gab nur noch einen einzigen Versuch mit den eigenen Eizellen. Wenn es wieder nicht funktionierte, blieb nur noch eine Eizellenspende. Doch das zweite Mal verlief reibungslos. Kurz nach dem Jahreswechsel der erl\u00f6sende Anruf: Die Leihmutter ist schwanger.<\/p>\n<aside id=\"cna-P4\" class=\"js-cna cna-P4 js-cna-P4 cna-Is-displayed js-Set-visible\">\n<div id=\"W1Ad\">\n<div id=\"iqadtile4\" class=\"\">\u00a0Einige Wochen sp\u00e4ter ein weiterer Besuch in der Klinik. Es gab die ersten Ultraschallbilder, und die beiden konnten die Frau kennenlernen, die ihr Baby zur Welt bringen sollte. Sie wurden in einen Raum gef\u00fchrt. Hinter einer spanischen Wand lag Svetlana, die Leihmutter. Die Bilder der Ultraschall-Untersuchung wurden auf einen Flachbildschirm an der Wand \u00fcbertragen, davor Sessel wie in einem Kino. \u201eDa realisierst du zum ersten Mal: Das da, das ist mein Kind. Ich musste sofort anfangen zu weinen.\u201c Ein ergreifender Moment, und auch ein wenig absurd. Melanie hatte Geschenke mitgebracht, f\u00fcr Svetlana und ihre Familie. Svetlana ist 33 Jahre alt, Mutter von drei Kindern und spricht weder Deutsch noch Englisch. Doch das war gar nicht n\u00f6tig. Als sie hinter der Trennwand hervorkam, nahmen sich die beiden Frauen sofort in den Arm.<\/div>\n<\/div>\n<\/aside>\n<p>In Deutschland ging das Leben weiter. Melanie und ihr Mann haben beide viel zu tun. Zwischen der Nachricht \u00fcber die Schwangerschaft der Leihmutter und der Geburt des Babys lag f\u00fcr die beiden noch ein Urlaub in Thailand. Was f\u00fcr eine sonderbare Situation: Melanie erwartete ein Kind, ohne schwanger zu sein. \u201eIch habe mich nicht getraut, das laut zu sagen, aber manchmal dachte ich: Wie toll, Svetlana ist schwanger, und ich kann alles machen, feiern gehen, einen Sekt trinken, ohne dass mir \u00fcbel ist. Und ich war gleichzeitig so dankbar, dass ich mich auf meinen Sohn freuen konnte.\u201c<\/p>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">\u201eHerzlichen Gl\u00fcckwunsch, Ihr Kind ist geboren.\u201c<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Am liebsten w\u00e4ren die werdenden Eltern bei der Geburt dabei gewesen, aber das erlaubt die Klinik nicht. Das Kind bekamen sie erst zu Gesicht, als die Leihmutter aus der Klinik entlassen worden war. \u201eDas war schwierig f\u00fcr mich. Ich dachte, das Baby muss doch so schnell wie m\u00f6glich auf meine Brust, f\u00fcr das Bonding, den direkten Kontakt, um ein Zugeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl zu entwickeln.\u201c<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Am 5. September bekamen die beiden die frohe Botschaft, per Mail: \u201eHerzlichen Gl\u00fcckwunsch, Ihr Kind ist geboren.\u201c Im Anhang drei Fotos des Babys. \u201eWenn ich ehrlich bin, fand ich ihn am Anfang ein bisschen h\u00e4sslich, und er hatte auch noch so eine l\u00e4cherliche M\u00fctze auf. Das hat sich schon sehr seltsam angef\u00fchlt. Aber im Laufe des Tages hat sich das komplett ge\u00e4ndert. Das Muttergef\u00fchl hat sich eingestellt, und ich war spontan verliebt. Mir war jetzt klar: Das ist mein Baby!\u201c<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Es vergingen aber noch sieben lange Tage, bis die Eltern den gemeinsamen Sohn endlich in die Arme schlie\u00dfen durften. An einem Montag stiegen sie ins Flugzeug. In der Ukraine machten sie sich sofort auf den Weg in die Klinik. Bevor sie ihr Kind zu Gesicht bekamen, mussten sie aber noch die letzte Rate bezahlen. In dem Krankenhaus war die H\u00f6lle los, es gab nicht mal einen Platz, wo man sich setzen konnte, w\u00e4hrend man wartet. In den Fluren viele Frauen, k\u00fcnftige M\u00fctter, Eizellenspenderinnen oder Leihm\u00fctter.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Nachdem Melanie und ihr Mann ihr Wunschkind bezahlt hatten, ging es wieder nach Kropywnyzkyj, wo ihr Sohn geboren worden war. Noch einmal mussten sie \u00fcbernachten und warten. Wieder ein Treffen mit der Leihmutter, die das Kind selbst auch noch nicht sehen durfte. Svetlana erz\u00e4hlte, dass sie schon mal als Leihmutter t\u00e4tig war. Die Zwillinge f\u00fcr ein italienisches Paar habe sie aber nie zu sehen bekommen. Das mache ihr zu schaffen. Jedes Jahr im November, am Geburtstag der Kleinen, muss sie an die mittlerweile vier Jahre alten Kinder denken. Melanie zeigte ihr ein Foto des Neugeborenen und gab ihr Geschenke. Auch Svetlana hatte dem Paar etwas mitgebracht: ein ukrainisches Bl\u00fcschen f\u00fcr Melanie, ein Wodka-Set f\u00fcr ihren Mann.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Nach einem ganzen Tag Warterei in der Klinik der gro\u00dfe Moment. In einem schmucklosen kleinen Raum mit vielen Kinderbettchen lag ihr Baby. Die Krankenschwester zog eines der Rollbetten hervor, und f\u00fcr Melanie begann ein neues Leben. \u201eDas war unser erster Moment. Als ich ihn auf den Arm genommen habe, musste ich sofort anfangen zu weinen, weil das einfach so unglaublich war.\u201c<\/p>\n<p>Die Schwester dr\u00fcckte ihnen Survival-P\u00e4ckchen in die H\u00e4nde mit Fl\u00e4schchen, Windeln und Feuchtt\u00fcchern. Von jetzt auf gleich waren die beiden nun Eltern. Sie setzten ihren Sohn in einen Tragesitz, packten ihre Sachen und fuhren zur\u00fcck in die Hauptstadt Kiew. \u201eDa sitzt du in dem Zug, dein Kind schreit wie am Spie\u00df &#8211; und du hast keine Ahnung, was du machen sollst\u201c, sagt Melanie. \u201eIch habe zwar einen S\u00e4uglingspflegekurs belegt, aber keinen Geburtsvorbereitungskurs &#8211; den kann man nicht machen, wenn man nicht schwanger ist. Und jede andere Mutter hat eine Hebamme an ihrer Seite.\u201c<\/p>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">Sohn gilt als deutscher Staatsb\u00fcrger<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Als die Unsicherheit \u00fcberwunden war, wurden die beiden die gl\u00fccklichsten Eltern. Aber eben in der Ukraine. Wochenlang mussten sie dort noch auf Dokumente warten. Rein rechtlich betrachtet die deutsche Botschaft die Situation so, als h\u00e4tte Melanies Mann sie betrogen und eine andere Frau geschw\u00e4ngert. F\u00fcr die Beamten war es unerheblich, ob das Melanies Eizellen oder die einer anderen Frau waren. Ihr Mann ist der Vater des Kindes und kann mit seinem Kind nach Deutschland ausreisen, der Sohn bekommt daher auch die deutsche Staatsb\u00fcrgerschaft.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die Leihmutter verzichtet auf ihre Sorgerechtsvollmacht. So kann Melanie das Kind sp\u00e4ter adoptieren, denn sie ist nach deutschem Gesetz nicht mit dem Kind verwandt.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">F\u00fcr die junge Mutter war das alles unerheblich. Vergessen sind alle rechtlichen H\u00fcrden und all der Aufwand. Ihr gr\u00f6\u00dfter Traum ist in Erf\u00fcllung gegangen. Und obwohl sie ihr Kind nicht selbst ausgetragen und geboren hat, findet sie nicht, dass die Beziehung zu ihrem Sohn anders ist. \u201eIch glaube nicht, dass man ein Kind noch mehr lieb haben kann als ich! Und ich merke, dass all die Gef\u00fchle und Reflexe, von denen mir andere M\u00fctter erz\u00e4hlt haben, auch bei mir funktionieren. Ich habe einen ebenso leichten Schlaf, wache sofort auf, wenn der Kleine sich r\u00fchrt, das ist einfach ein Urinstinkt, egal ob man das Kind im Bauch hatte oder nicht.\u201c<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-52307\" src=\"http:\/\/de.newseurope.info\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/vor-der-geburt-weiss-man-so.jpg\" alt=\"\" width=\"609\" height=\"447\" \/><\/p>\n<p><em>Vor der Geburt wei\u00df man so wenig:<\/em><br \/>\n<em>Daher waren f\u00fcr Melanie die Ultraschallbilder ihres Ungeborenen im Bauch der Leihmutter so wichtig.<\/em><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Und die moralischen Zweifel? \u201eIch habe niemanden getroffen, der gesagt hat: Du bist doch verr\u00fcckt, das ist doch pervers. Aber wahrscheinlich w\u00fcrde mir das auch niemand ins Gesicht sagen.\u201c<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Verheimlicht hat Melanie ihre Pl\u00e4ne nicht, aber sie ist auch nicht damit hausieren gegangen. Bekannte waren nat\u00fcrlich \u00fcberrascht, dass da jemand pl\u00f6tzlich Mutter ist ohne vorherige Schwangerschaft. Die Kritik an der Leihmutterschaft kann sie verstehen. \u201eIch habe das Gef\u00fchl, dass Kinderkriegen f\u00fcr viele Menschen immer noch etwas Heiliges ist, in das man nicht reinpfuschen darf. Heilig meine ich gar nicht im religi\u00f6sen Sinne, es geht eher um etwas Urspr\u00fcngliches, Existentielles, die Urbeziehung zwischen Mutter und Kind.\u201c<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Weil sie diese Beziehung nicht missen wollte, ist sie Svetlana unendlich dankbar daf\u00fcr, dass sie ihr geholfen hat. Mit der Leihmutter stehen die jungen Eltern immer noch in Kontakt, schicken sich Fotos per Messenger zu. Svetlana w\u00fcrde gerne ein weiteres Kind f\u00fcr Melanie und ihren Mann austragen. Und die junge Familie w\u00fcnscht sich wirklich noch ein zweites Kind. Demn\u00e4chst werden sich die drei auf den Weg in die Ukraine machen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><strong>Die Quelle:\u00a0<\/strong><a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/menschen\/leihmutterschaft-in-der-ukraine-15340864.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/menschen\/leihmutterschaft-in-der-ukraine-15340864.html<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Was, wenn der Wunsch nach einem Baby verwehrt bleibt? Auf Kinder verzichten? Oder das Schicksal \u00fcberlisten? 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