{"id":51617,"date":"2017-11-23T22:27:14","date_gmt":"2017-11-23T22:27:14","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=51617"},"modified":"2017-11-24T08:36:40","modified_gmt":"2017-11-24T08:36:40","slug":"schwierige-regierungsbildung-die-verantwortung-der-spd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=51617","title":{"rendered":"Schwierige Regierungsbildung: Die Verantwortung der SPD"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Ins Gewissen geredet: Martin Schulz am Donnerstag im B&uuml;ro des Bundespr&auml;sidenten.<\/div>\n<p class=\"post_description\">Die Sozialdemokraten stehen vor einem entscheidenden Wendepunkt. Solange Jamaika m&ouml;glich war, sprach nichts gegen konsequente Opposition. Doch jetzt sieht die Lage anders aus. Ein Kommentar.<\/p>\n<p class=\"First atc-TextParagraph\" id=\"pageIndex_1\"><span class=\"atc-TextFirstLetter\">D<\/span>er Beitrag des Bundespr&auml;sidenten zur Kanzlerwahl wird auch als &bdquo;Geburtshilfe&ldquo; bezeichnet. Indem er einen Kandidaten vorschl&auml;gt, setzt er den <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"1b34a36aa6174bbd923d9fc7da0a747e2243402b\" href=\"\/aktuell\/politik\/thema\/bundestag\">Bundestag<\/a> unter Zugzwang. Die Abgeordneten werden daran erinnert, warum sie in den Bundestag gew&auml;hlt wurden. Sie sollen eine Regierung bilden, die sie anschlie&szlig;end kontrollieren. Darauf ist das Grundgesetz angelegt: M&ouml;glichst schnell soll eine m&ouml;glichst stabile Regierung zustande kommen, die dem Parlament verantwortlich ist. Alle Abgeordneten, die sich daran nicht beteiligen wollen, k&ouml;nnen sich bequemerweise zwar auf ihr Gewissen berufen, sie verstehen unter dem &bdquo;freien&ldquo; Mandat aber ihre Privatangelegenheit &ndash; ein Irrtum. Im Sinne der Verfassung handeln sie nicht. Sie sitzen im Bundestag, nicht um sich selbst darzustellen, sondern um diejenigen zu repr&auml;sentieren, die sie gew&auml;hlt haben, ja, sogar auch diejenigen, die sie nicht gew&auml;hlt haben. Gemein ist allen W&auml;hlern, dass sie in einem Land leben wollen, das eine Regierung hat.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Zum ersten Mal stellt sich in der Bundesrepublik die Frage: Findet demn&auml;chst im Bundestag eine Kanzlerwahl statt, in der die Mehrheit der Abgeordneten darauf keine R&uuml;cksicht nimmt, in der die Mehrheit des Bundestags nur das jeweilige Parteiwohl im Auge hat? Es w&auml;re eine Wahl, in der die Mehrheit der Abgeordneten auf das Grundgesetz pfeift.<\/p>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">AfD und Linkspartei wollen nicht regieren<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Das gesch&auml;he, wenn, wie beabsichtigt, die Mehrheit des Bundestags die Kandidatin f&uuml;r das Amt des Bundeskanzlers, Angela Merkel, die Frank-Walter Steinmeier demn&auml;chst h&ouml;chstwahrscheinlich dem Bundestag vorschlagen wird, mehrmals durchfallen lie&szlig;e. Von den Abgeordneten der Linkspartei und der AfD darf man nichts anderes erwarten. Sie wollen nicht regieren, damit sich ihr Lieblingsvorwurf, die (angebliche) Unf&auml;higkeit, nicht gegen sie selbst richten kann. Aber die Abgeordneten der FDP und der <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"c2d4fa5cdfe3231ed958e72fcd36d6afd3774812\" href=\"\/aktuell\/politik\/thema\/spd\">SPD<\/a>, wollen sie sich da ernsthaft einreihen? Nicht der &bdquo;W&auml;hlerwille&ldquo; zw&auml;nge sie zur Verweigerung. Richtschnur w&auml;re einzig und allein der jeweilige Parteiwille, der sich in ihrem Fall erst nach der Wahl so geformt hat. Es w&auml;re wieder das alte Lied, das jede Demokratie zerrei&szlig;t: wenn Parteiherrschaft in einem zunehmend zersplitterten Spektrum gegen&uuml;ber dem Staatswohl die Oberhand gewinnt. Die Warnung vor &bdquo;Weimarer Verh&auml;ltnissen&ldquo; ist oft hysterisch. Hier nicht.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/spd-ueberdenkt-die-rolle-als-opposition-15306716.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/spd-ueberdenkt-die-rolle-als-opposition-15306716.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Sozialdemokraten stehen vor einem entscheidenden Wendepunkt. Solange Jamaika m\u00f6glich war, sprach nichts gegen konsequente Opposition. Doch jetzt sieht die Lage anders aus. 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