{"id":50491,"date":"2017-09-17T09:25:01","date_gmt":"2017-09-17T09:25:01","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=50491"},"modified":"2017-09-28T12:25:26","modified_gmt":"2017-09-28T12:25:26","slug":"junckers-plane-brussel-ergreift-die-macht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=50491","title":{"rendered":"Junckers Pl\u00e4ne: Br\u00fcssel ergreift die Macht"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Der Luxemburger Jean-Claude Juncker hat europ&auml;ische Visionen, dass es einem Angst und Bange wird.<\/div>\n<p class=\"post_description\">EU-Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker will die Nationalstaaten entmachten. Und keiner protestiert. Nur die kleine deutsche FDP mault dazwischen.<\/p>\n<p class=\"First atc-TextParagraph\" id=\"pageIndex_1\"><span class=\"atc-TextFirstLetter\">H<\/span>at Jean-Claude <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"62f8847ae0fae3c5dd6a5268a1b80e5ca8de2db1\" href=\"\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/jean-claude-juncker\">Juncker<\/a> Visionen? Oder leidet der EU-Kommissionspr&auml;sident unter Realit&auml;tsverweigerung?<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Wohl beides. Juncker fordert einen allm&auml;chtigen EU-Kommissionspr&auml;sidenten. Den EU-Ratspr&auml;sidenten, der bislang die Mitgliedsstaaten vertritt, will er abschaffen, um die Machtf&uuml;lle seines Amtes zu vergr&ouml;&szlig;ern. Auch den Einfluss der Kommission will er stark ausbauen und den EU-Haushalt kr&auml;ftig aufstocken. Den Euro-Krisenfonds m&ouml;chte Juncker nicht blo&szlig; zu einem Europ&auml;ischen W&auml;hrungsfonds umbauen, wie es viele andere auch wollen. Wenn es nach ihm geht, soll der Fonds nicht l&auml;nger durch die Mitgliedsstaaten kontrolliert werden.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Was harmlos klingt, hat es in sich: Ein gro&szlig;er Teil der Milliardenhilfen kommt zwar weiterhin vom deutschen Steuerzahler. Aber der <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"1b34a36aa6174bbd923d9fc7da0a747e2243402b\" href=\"\/aktuell\/politik\/thema\/bundestag\">Bundestag<\/a> soll nicht l&auml;nger &uuml;ber die Gew&auml;hrung von Krediten etwa an Griechenland entscheiden d&uuml;rfen. Dieser Plan ist nicht demokratisch, sondern autokratisch. Hier zeigt Juncker sein wahres Gesicht. Das K&ouml;nigsrecht des Parlaments, die Entscheidung &uuml;ber die Verwendung der Steuergelder, und die Kontrolle durch die W&auml;hler will der Kommissionspr&auml;sident aushebeln. In den Vereinigten Staaten und anderswo sind die B&uuml;rger f&uuml;r dieses Grundrecht der Demokratie auf die Barrikaden gegangen.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Au&szlig;erdem will Juncker einen Euro-Finanzminister, aber einen ganz anderen, als es sich Berlin vorstellt. Der Finanzminister des EU-Pr&auml;sidenten geh&ouml;rt zur Kommission. Trotzdem soll er das Steuergeld der Mitgliedsstaaten ausgeben. Dieser &bdquo;Superkommissar&ldquo; soll der Chef der Eurogruppe werden, also Chef von Finanzminister <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"8514dcf73464da1eec4ec1beec734d8dba573277\" href=\"\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/wolfgang-schaeuble\">Wolfgang Sch&auml;uble<\/a> oder dessen Nachfolger. Nat&uuml;rlich untersteht der Superkommissar dem &bdquo;Superpr&auml;sident&ldquo;. Mit Demokratie h&auml;tte auch das nicht mehr viel zu tun.<\/p>\n<h3 class=\"atc-SubHeadline\">Auf die Schuldenregeln hat Juncker schon immer gepfiffen<\/h3>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Im Fr&uuml;hjahr hatte Juncker noch vorgeschlagen, &uuml;ber ein Europa mehrerer Geschwindigkeiten zu diskutieren. Jetzt gibt er ohne weitere Begr&uuml;ndung die Losung &bdquo;mehr Europa&ldquo; aus und fordert Zentralisierung und Vereinheitlichung, eine europ&auml;ische Arbeitslosenversicherung, die Sozialunion sowie Transfers f&uuml;r alte und f&uuml;r neue Eurol&auml;nder. Alle EU-L&auml;nder sollen rasch den Euro einf&uuml;hren. Ob die Mitgliedsstaaten das auch wollen, ist ihm egal. Nur auf diesen kleinen Ausschnitt von Junckers &bdquo;Europarede&ldquo; vom vergangenen Mittwoch konzentriert sich die Debatte in Deutschland.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die euroskeptischen Polen will er genauso ins Eurokorsett zwingen wie das eurobegeisterte Rum&auml;nien, obwohl das Land meilenweit davon entfernt ist, die Maastrichter Konvergenzkriterien einzuhalten. Aber auf die Schuldenregeln hat der Kommissionspr&auml;sident schon immer gepfiffen. Die sind Juncker so egal wie das Beihilfeverbot von Maastricht. Regeln gelten f&uuml;r ihn nur dort, wo sie seine politischen Ziele nicht st&ouml;ren. Ansonsten werden Regeln passend gemacht oder beiseitegewischt wie etwa die Schulden- und Defizitgrenzen aus dem Maastrichter Vertrag.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Haben die Br&uuml;sseler Beamten aus dem Brexit-Votum oder dem Debakel in Griechenland gar nichts gelernt? Sehen sie nicht die tiefen Gr&auml;ben zwischen Nord- und S&uuml;deuropa oder zwischen West- und Osteuropa infolge der Euro- und der Fl&uuml;chtlingskrise? Leider will Br&uuml;ssel den labilen Zustand der <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"9fc100f4f3574fbb952072eb333eee33a582a1ed\" href=\"\/aktuell\/politik\/thema\/europaeische-union\">EU<\/a> nicht wahrhaben, genau so wenig wie die Tatsache, dass durch den Euro die Volkswirtschaften in der W&auml;hrungsunion nicht zusammenwachsen, sondern auseinandertreiben. Dabei gab Juncker in seiner Rede sogar zu, dass der Euro den Kontinent spaltet. Mit seiner Schlussfolgerung, deshalb m&uuml;ssten Rum&auml;nien und Bulgarien jetzt den Euro einf&uuml;hren, stellte er Ursache und Wirkung auf den Kopf.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/eurokrise\/juncker-will-mehr-macht-fuer-bruessel-15201945.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/eurokrise\/juncker-will-mehr-macht-fuer-bruessel-15201945.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>EU-Kommissionspr\u00e4sident Jean-Claude Juncker will die Nationalstaaten entmachten. Und keiner protestiert. 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