{"id":50315,"date":"2017-08-14T08:28:50","date_gmt":"2017-08-14T08:28:50","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=50315"},"modified":"2017-08-21T08:03:11","modified_gmt":"2017-08-21T08:03:11","slug":"wie-asbeck-den-neustart-plant","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=50315","title":{"rendered":"Wie Asbeck den Neustart plant"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"image_description\">Dickes Ende: Solarworld ist insolvent, der Vorstandsvorsitzende Frank Asbeck kommt als Sanierer wieder.<\/div>\n<p class=\"post_description\">Solarworlds fr&uuml;herer Vorstandschef hat sich mit einem zweistelligen Millionenbetrag an der Rettung des Unternehmens beteiligt. Nach der Insolvenz soll nun vor allem g&uuml;nstiger produziert werden.<\/p>\n<p id=\"pageIndex_1\">Nach der Insolvenz der <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/solarworld\">Solarworld<\/a> AG richtet der bisherige Vorstandsvorsitzende Frank Asbeck das Gesch&auml;ftsmodell neu aus. Weniger Eigenfertigung, drastische Kostensenkungen und trotzdem Premiumqualit&auml;t, lautet die Devise. Die als Vorprodukt ben&ouml;tigten Wafer werden k&uuml;nftig zugekauft, in den Fabriken in Arnstadt und Freiberg werde die Nachfolgegesellschaft Solarworld Industries &bdquo;vorerst&ldquo; nur die Zell- und Modulfertigung weiterf&uuml;hren, sagte er der F.A.Z..<\/p>\n<p>Obwohl die Belegschaft von zuletzt 1800 Mitarbeitern auf nur noch 515 schrumpfen wird, plant er in den Fabriken in Freiberg und Arnstadt mit einer Fertigungskapazit&auml;t von 700 Megawatt, nur ein Drittel weniger als bisher. Die Startaufstellung sei &bdquo;knapp, aber genau kalkuliert&ldquo;. Der Hauptsitz der neuen GmbH bleibt Bonn, wo rund 40 Besch&auml;ftigte f&uuml;r Vertrieb und Verwaltung arbeiten sollen.<\/p>\n<p>Asbeck h&auml;lt direkt und indirekt 51 Prozent des Unternehmens, die Qatar Solar Technologies, welche sich nach der Beinahe-Pleite von 2013 als Gro&szlig;aktion&auml;r der Solarworld AG eingekauft hatte, bleibt mit 49 Prozent dabei. Im Gegenzug verzichten die Qatarer auf einen mit Pfandrechten abgesicherten Unternehmenskredit in der Gr&ouml;&szlig;enordnung von 50 Millionen Euro.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/insolvenz\">Insolvenz<\/a><\/p>\n<p> ist auch die Klage des amerikanischen Siliziumherstellers Hemlock vom Tisch, der aus einem nicht erf&uuml;llten Liefervertrag 700 Millionen Dollar Schadensersatz forderte. Den Versuch, diese Anspr&uuml;che im Insolvenzverfahren geltend zu machen, hatte die Richterin des Bonner Amtsgerichts bei der Gl&auml;ubigerversammlung abgeb&uuml;gelt.<\/p>\n<h2>Forschung bleibt Schwerpunkt<\/h2>\n<p>Solarworld war der einzige deutsche Photovoltaikhersteller, der die komplette Wertsch&ouml;pfungskette vom Silizium bis zum fertigen Modul abdeckte. Viele Experten sahen darin einen Grund f&uuml;r zu hohe Kosten. Denn die Konkurrenten kaufen in der Regel sogar die Zellen preiswert in Asien zu und beschr&auml;nken sich auf die Herstellung der Module.<\/p>\n<p>Auch in der neuen Produktionsstruktur, in der zwei Fertigungsstufen wegfallen, will Asbeck an beiden Produktionsstandorten in Sachsen und Th&uuml;ringen festhalten. Die zwei Fabriken seien nur 200 Kilometer voneinander entfernt. &bdquo;Da reichen ein paar Lastwagen zum Pendeln. Das geht v&ouml;llig in Ordnung.&ldquo;<\/p>\n<p>Ein wichtiger Schwerpunkt bleibt im neuen Rumpfunternehmen die Forschung, in der rund ein Achtel der Belegschaft arbeiten soll. Asbeck setzt auf eine engere Kooperation in der Branche sowie mit Maschinenbauern und Lieferanten, um &bdquo;gemeinsam den technologischen Vorsprung gegen&uuml;ber China auszubauen&ldquo;. &bdquo;Daf&uuml;r erw&auml;gen wir, die Solarworld-eigene Forschung als eine gemeinn&uuml;tzige Gesellschaft auszugliedern&ldquo;, k&uuml;ndigte er an.<\/p>\n<p>Auch die Politik m&uuml;sse Lehren aus dieser Insolvenz ziehen. Von der staatlichen F&ouml;rderung h&auml;tten vor allem chinesische Anbieter profitiert. &bdquo;Die gegenw&auml;rtigen Ausschreibungen, in denen nur der Preis, nicht aber die Qualit&auml;t z&auml;hlt, verst&auml;rken das noch&ldquo;, kritisierte er. Die Auktionen und auch die allgemeine F&ouml;rderung &uuml;ber das Erneuerbare-Energien-Gesetz m&uuml;ssten deshalb an Qualit&auml;ts-, Effizienz- und &Ouml;kostandards gekn&uuml;pft werden.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/aktien\/solarworld-frank-asbeck-plant-den-neustart-15149624.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/aktien\/solarworld-frank-asbeck-plant-den-neustart-15149624.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Solarworlds fr\u00fcherer Vorstandschef hat sich mit einem zweistelligen Millionenbetrag an der Rettung des Unternehmens beteiligt. 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