{"id":49742,"date":"2017-07-03T07:55:50","date_gmt":"2017-07-03T07:55:50","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=49742"},"modified":"2017-07-03T07:55:50","modified_gmt":"2017-07-03T07:55:50","slug":"die-deutsche-bank-setzt-auf-china","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=49742","title":{"rendered":"Die Deutsche Bank setzt auf China"},"content":{"rendered":"<div class=\"image_description\">F\u00fcr die Deutsche Bank in Hongkong: Werner Steinm\u00fcller.<\/div>\n<p>Erstmals hat die Deutsche Bank einen eigenen Vorstand in Asien. Vor allem in der weiteren \u00d6ffnung der chinesischen Finanzm\u00e4rkte sieht Werner Steinm\u00fcller gro\u00dfe Chancen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p id=\"pageIndex_1\">Dass Werner Steinm\u00fcller in Frankfurt arbeitet, ist eine Seltenheit geworden. Als erstes Vorstandsmitglied der Deutschen Bank ist er seit gut einem Jahr nicht nur ausschlie\u00dflich f\u00fcr Asien zust\u00e4ndig, sondern hat auch Hongkong als Dienstsitz auf seiner Visitenkarte stehen. 20000 Mitarbeiter in 15 L\u00e4ndern sind ihm unterstellt. Seine Mission: mehr Ertr\u00e4ge aus den aufstrebenden M\u00e4rkten Asiens f\u00fcr die Bank herausholen und sie damit weniger abh\u00e4ngig von dem zuletzt schw\u00e4chelnden und von Skandalen gebeutelten Gesch\u00e4ft in den Vereinigten Staaten zu machen.<\/p>\n<p>\u201eDie Region Asien-Pazifik tr\u00e4gt rund eine Milliarde Euro zum Konzerngewinn vor Steuern bei und wir wollen diesen Beitrag weiter steigern\u201c, sagt Steinm\u00fcller im Gespr\u00e4ch mit dieser Zeitung. Asien sei f\u00fcr die Bank einer der wichtigsten Wachstumsm\u00e4rkte. Deshalb sei es wichtig, dort nun auf Vorstandsebene vertreten zu sein. \u201eNur so k\u00f6nnen wir schnell vor Ort wichtige Entscheidungen treffen\u201c, sagt Steinm\u00fcller.<\/p>\n<h2>Chinesische W\u00e4hrung wird internationaler<\/h2>\n<p>Vor allem in China will die Bank mehr Gesch\u00e4ft machen. Gerade erst hat sie mit der staatlichen F\u00f6rderbank China Development Bank vereinbart, gemeinsam drei Milliarden Dollar (2,7 Milliarden Euro) f\u00fcr Projekte zur Verf\u00fcgung zu stellen, die entlang des chinesischen Prestigeprojekts \u201eNeue Seidenstra\u00dfe\u201c entstehen sollen. Das Geld soll zum Beispiel \u00fcber eine gemeinsame Kreditvergabe und Projektfinanzierungen an die Kunden beider Banken zur Verf\u00fcgung gestellt werden.<\/p>\n<p><!--BEGIN htmlobject --><!--END htmlobject --><\/p>\n<p>Und auch auf eine weitere \u00d6ffnung der chinesischen Finanzm\u00e4rkte und die Internationalisierung der W\u00e4hrung <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/yuan\">Renminbi<\/a> setzt die Bank. \u201eWir haben die Lizenz zur Ausgabe von Panda-Bonds beantragt und hoffen auf eine sehr baldige Genehmigung\u201c, sagt Steinm\u00fcller. Mit den Anleihen, die auf Renminbi laufen, h\u00e4tten internationale Unternehmen eine zus\u00e4tzliche M\u00f6glichkeit, Kapital in der chinesischen W\u00e4hrung aufzunehmen. F\u00fcr Gesch\u00e4fte mit dem Land wird der Renminbi schlie\u00dflich immer wichtiger. \u201eFr\u00fcher wurden Kontrakte etwa \u00fcber die Beschaffung von Autoteilen immer in Euro oder Dollar abgeschlossen- inzwischen passiert das oft in Renminbi\u201c, berichtet Steinm\u00fcller und verweist darauf, dass inzwischen 10 Prozent des Handels zwischen Deutschland und China in der W\u00e4hrung abgewickelt wird.<\/p>\n<h2>Aktien werden in Schwellenl\u00e4nder-Index aufgenommen<\/h2>\n<p>\u201eAuch beim Aktienhandel und der Organisation von B\u00f6rseng\u00e4ngen hoffen wir, sie bald auch innerhalb Chinas machen zu k\u00f6nnen\u201c, sagt Steinm\u00fcller und gibt sich zuversichtlich, dass die Kommunistische Partei schon bald weitere Weichen stellen wird. Bislang sind solche Gesch\u00e4fte nur offshore, also zum Beispiel in Hongkong, m\u00f6glich. \u201eDurch eine weitere \u00d6ffnung der chinesischen B\u00f6rsen w\u00fcrde sich der Handel dort mit Sicherheit stabilisieren \u2013 schon weil es dann mehr internationale Banken und Analysten g\u00e4be.\u201c<\/p>\n<p>Erst vor zwei Wochen hat der amerikanische Index-Anbieter MSCI entschieden, chinesische Festland-Aktien in seinen vielbeachteten Schwellenl\u00e4nder-Index aufzunehmen, was an den internationalen Finanzm\u00e4rkten als Ritterschlag f\u00fcr die dortigen Aktienm\u00e4rkte wahrgenommen wurde. Aus Sicht von Steinm\u00fcller ist die Entscheidung ein wichtiger Schritt auf dem Weg, Chinas gro\u00dfe und wachsende Finanzm\u00e4rkte mit dem Rest der Welt zu verbinden. \u201eWir erwarten in der n\u00e4chsten Zeit signifikant wachsende Zufl\u00fcsse in das Land und die Region von Investoren aus aller Welt und sehen das als wichtigen Katalysator f\u00fcr die Entwicklung und zunehmende Reife der chinesischen Aktienm\u00e4rkte.\u201c Dies sei erst der Anfang, sagt Steinm\u00fcller.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/fonds-mehr\/deutsche-bank-setzt-in-sachen-china-auf-werner-steinmueller-15087785.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/fonds-mehr\/deutsche-bank-setzt-in-sachen-china-auf-werner-steinmueller-15087785.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr die Deutsche Bank in Hongkong: Werner Steinm\u00fcller. Erstmals hat die Deutsche Bank einen eigenen Vorstand in Asien. 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